Berlin nur 4 Zähler vor Relegation
Hertha-Klatsche in Elversberg – Paderborn und Magdeburg schließen zum HSV auf
©IMAGO
Die SV Elversberg 07 hat Hertha BSC in der 2. Bundesliga mit einer deftigen 0:4-Niederlage wieder zurück in die Hauptstadt geschickt. Die Elf von Neu-Trainer Stefan Leitl trennen nach dem 24. Spieltag nur noch vier Punkte vom Abstiegsrelegationsplatz. Der Hamburger SV verlor in Paderborn mit 0:2, bleibt aber vorerst Spitzenreiter. Die Ostwestfalen zogen durch den Dreier in der Tabelle ebenso am 1. FC Köln vorbei wie der 1. FC Magdeburg, der durch einen 4:1-Erfolg gegen Darmstadt 98 auf Platz drei rückte.
Leitl bleibt damit auch im zweiten Spiel als Hertha-Coach sieglos. Derweil kann Elversberg weiter vom Aufstieg in die Bundesliga träumen. Muhammed Damar (11. Minute), Robin Fellhauer (29.), Tom Zimmerschied (37.) und Semih Sahin per Foulelfmeter (45.+3) sorgten mit ihren Treffern für fassungslose Gesichter bei Hertha schon zur Halbzeit. Der gebürtige Berliner Damar leitete mit seinem Tor den SVE-Heimsieg vor 10.607 Zuschauern ein. Die Gäste blieben in der ersten Hälfte offensiv harmlos, während sich die Hausherren vor dem gegnerischen Tor eiskalt zeigten.
Nach dem dritten Gegentor rief Leitl seine Mannschaft für eine Ansprache zusammen, doch besser wurde es für Hertha nicht. Im Gegenteil: Nach einem Foulspiel von Linus Gechter an Elversbergs Lukas Petkov verwandelte Sahin den fälligen Strafstoß sicher und sorgte somit für die höchste Halbzeitführung in der Geschichte der SVE in der 2. Bundesliga. Auch nach dem Seitenwechsel konnten sich die Berliner nicht wirklich steigern. Die Saarländer verwalteten den deutlichen Vorsprung souverän.
HSV-Serie gerissen: In Paderborn erste Niederlage unter Polzin
Die Erfolgsserie des Hamburger SV unter Trainer Merlin Polzin ist derweil gerissen. Die enttäuschenden Hanseaten verpassten es in Paderborn, sich in der Tabelle abzusetzen. Die Rothosen hatten unter Polzin zuvor in zehn Spielen sechs Siege und vier Remis geholt. Die starken Ostwestfalen sprangen durch den Erfolg auf den vierten Tabellenplatz und sind nur noch einen Zähler hinter dem HSV und dem 1. FC Kaiserslautern.
Die Führung besorgte Filip Bilbija in der 15. Minute mit seinem sechsten Saisontor. Der Stürmer hatte auch in der Hinrunde beim 2:2 in Hamburg beide Tore gegen seinen Ex-Klub markiert, für den er 2022/23 gespielt hatte. Adriano Grimaldi (84.) traf zum Endstand. Mit ihrem variablen Spiel machten die Gastgeber dem HSV das Leben schwer. Das 1:0 durch Bilbijas Kopfball nach überragender Flanke von Ilyas Ansah und einer Kopfball-Vorlage durch Casper Terho war verdient. Nur selten kamen die Hamburger zu Gelegenheiten.
Nach der Pause bemühten sich die Gäste, den Druck zu erhöhen. Das gelang ihnen aber nur selten. Sie hatten sogar zweimal Glück: Paderborns Aaron Zehnter (54.) traf nur den rechten Innenpfosten. Ein Foulelfmeter des SCP war wegen einer Abseitsposition zurückgenommen worden. Das störte die Gastgeber aber nicht. Grimaldi machte den Erfolg perfekt. Die beste Chance des HSV hatte Jean-Luc Dompé (77.), dessen Schuss das Lattenkreuz streifte.
Spiel gegen Darmstadt gedreht: Magdeburg springt auf Rang drei
Der 1. FC Magdeburg legt so langsam seine Heimschwäche ab und eroberte am Sonntag den Relegationsrang. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz feierte gegen Darmstadt den zweiten Sieg vor den eigenen Fans nacheinander, liegt in der Heimtabelle aber noch immer nur auf Rang 15. Auswärts ist man das beste Team der Liga.
Fraser Hornby (29.) brachte die clever spielenden Gäste mit der ersten großen Möglichkeit in Führung. Dabei verteidigte Magdeburgs Mohammed El Hankouri nicht konsequent genug. Zudem sah FCM-Abwehrchef Marcus Mathisen seine zehnte Gelbe Karte und fehlt damit beim nächsten Spiel in Fürth. Hornby (52.) scheiterte dann aus kurzer Distanz an FCM-Torwart Dominik Reimann und die Gastgeber schlugen zurück. Nach einem Konter glich Xavier Amaechi (56.) aus, Magdeburg war von nun an überlegen – und bei den Hessen ging kaum noch etwas. Livan Burcu (73.) erhöhte, Abu-Bekir Ömer El-Zein (78.) sorgte für die Vorentscheidung, ehe auch noch Torjäger Martijn Kaars (81.) treffen durfte.
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