Neu mit den Khediras: Brüder in verschiedenen Nationalmannschaften
Dieser Artikel erschien erstmals am 6. März um 13:03 Uhr und wurde nach dem Debüt von Rani Khedira für Tunesien aktualisiert.
Der Profi-Fußball hat schon einige bekannte Brüderpaare hervorgebracht, die teilweise zusammen in einem Klub oder in einer Nationalmannschaft gespielt haben. Seltener ist es der Fall, dass Brüder für unterschiedliche Verbände auflaufen. Ein Beispiel dafür sind Jérôme (Deutschland) und Kevin-Prince Boateng (Ghana). Rani und Sami Khedira (Deutschland) haben es ihnen nun gleichgetan, nachdem sich Erstgenannter dazu entschieden hat, künftig das Trikot von Tunesien überzustreifen und am Sonntag sein Debüt feierte. Transfermarkt nennt weitere Beispiele.
Union Berlins Rani Khedira hatte schon vor acht Jahren eine Anfrage von den Nordafrikanern, aber erst jetzt gab er mit 32 Jahren seine Zustimmung nach „einem sehr charmanten Gespräch mit dem Trainer“, wie er bei „Sky“ erzählte. Zuletzt auf Nationalmannschaftsebene war er 2013 für die deutsche U19 aktiv gewesen. Beim 1:0 gegen Haiti stand er in der Startelf.
Sein Bruder beendete schon 2021 seine äußerst erfolgreiche Karriere, deren Höhepunkte 2014 die Triumphe in der Champions League und bei der Weltmeisterschaft waren. Auch Rani könnte sich bald WM-Fahrer nennen, Tunesien trifft beim XL-Turnier im kommenden Sommer in der Gruppenphase auf Japan, die Niederlande und einen Playoff-Teilnehmer. Über eine mögliche WM-Teilnahme sagte er zuletzt: „Ich war während der EM vor zwei Jahren in Stuttgart auf der Tribüne zwischen Deutschland und Ungarn und habe meinen Bruder gefragt, welche Energie da durchs Stadion geht. Ich war bei Champions-League-Spielen meines Bruders. Das war besonders. Aber diese Energie bei so einem großen Turnier war spezieller. Es ist ein Traum, bei einer WM auf dem Platz zu stehen.“
Sami wurde damals an der Seite von unter anderem Jérôme Boateng Weltmeister, der auf dem Weg zum Titel in Brasilien sogar auf seinen Halbbruder Kevin-Prince traf. 2:2 trennte sich das DFB-Team damals im zweiten Gruppen-Spiel von Ghana. Insgesamt traten die Brüder in ihren Karrieren sechsmal gegeneinander an, neunmal standen sie dagegen für dasselbe Team auf dem Platz, darunter auch Partien für deutsche U-Mannschaften. Später, 2009, gab Kevin-Prince aber bekannt, dass er für die ghanaische Nationalmannschaft auflaufen will, da er keine Perspektive für sich beim DFB-A-Team sah.
Sich ebenfalls Weltmeister nennen darf Paul Pogba nach dem Triumph 2018 mit Frankreich, der gleich zwei Brüder in anderen Nationalteams hat oder hatte: Florentin und Mathias, die jeweils für Guinea spielten, das Heimatland ihres Vaters. Beide kamen aber nicht ansatzweise an die Erfolge von Paul heran, der 91-mal für Les Bleus auflief und an einer weiteren WM sowie an zwei Europameisterschaften teilnahm. Dabei erreichte er mit den Franzosen noch ein weiteres Finale 2016. Florentin kam derweil auf 31 Einsätze für Guinea, Mathias, der seine Laufbahn bereits beendet hat, auf fünf. Auch Paul dürfte es schwer haben, noch einmal in die Équipe Tricolore zurückzukehren nach einer Dopingsperre und immer wiederkehrenden Verletzungen seit seinem Comeback. Seine letzte Partie für Frankreich war im März 2022.
Ein weiteres Beispiel für ein Brüderpaar, das für verschiedene Nationen auflief und bei denen einer schon zurückgetreten ist, sind Taulant (Albanien) und Granit Xhaka (Schweiz). Während Taulant seit vergangenem Sommer nicht mehr aktiv ist und mittlerweile erste Erfahrungen als Trainer beim FC Dardania Basel sammelt, fiebert der Ex-Leverkusener Granit seiner vierten Weltmeisterschaft entgegen. Insgesamt stehen für ihn 144 Einsätze für die Eidgenossen zu Buche, womit er sich Rekordnationalspieler nennen darf.
Thiago & Rafinha auf unterschiedlichen Wegen – Williams-Brüder nur im Klub vereint
Ihre Fußballschuhe an den Nagel gehängt haben beide bereits Thiago Alcántara und Rafinha, Söhne des früheren Weltmeistes mit Brasilien, Mazinho. Aber nur Rafinha trat in die Fußstapfen seines Vaters und spielte ebenfalls für die Seleção, Thiago wählte hingegen die spanische Nationalmannschaft, für die er in 46 Partien auf dem Rasen stand. Ohne Verletzungen wären es womöglich noch viel mehr gewesen. Für Spanien entschied sich auch Nico Williams, der für das Heimatland seiner Eltern, Ghana, hätte auflaufen können. So machte es sein Bruder Iñaki, aber erst nach reiflicher Überlegung im Alter von 28 Jahren.
„Ich war mir nicht sicher, bis ich diesen Sommer (2022, Anm. d. Red.) mit meinen Eltern, meiner Familie und meiner Freundin nach Ghana gereist bin. Wir haben uns das Land angesehen, die Familie in Accra und Kumasi. Es war so emotional, als ob die ganze Stadt auf mich gewartet hätte, als ich aus dem Auto stieg. Es war unglaublich“, berichtete der mittlerweile 31-jährige Iñaki Williams damals, der bislang 25-mal das Jersey der Black Stars überstreifte. Nico steht bei 30 Spielen und feierte mit La Furia Roja 2024 in Deutschland den EM-Titel als einer der Leistungsträger. Im Verein sind sie seit vielen Jahren Seite an Seite bei Athletic Bilbao.
Ebenfalls beide noch aktiv sind Désiré (Frankreich) und Guéla Doué (Elfenbeinküste) sowie Bradley (Frankreich) und Malcolm Barcola (Togo). Anders als bei den Williams', die beide auf den offensiven Flügeln zu Hause sind, bekleiden die Doué- und Barcola-Brüder sehr unterschiedliche Positionen. PSG-Profi Désiré wirbelt in der Offensive, während Guéla von Straßburg Alsace in der Abwehr zu finden ist. Er könnte bei der WM 2026 in der Gruppenphase auf die DFB-Elf treffen. Ähnlich ist es auch bei den Barcolas: Bradley, Teamkollege von Désiré Doué, stürmt über die rechte oder linke Offensivseite, während Malcolm im Tor steht – in der ersten Liga Marokkos bei Ittihad Tanger und schon 25-mal für Togo.
Ein Sonderfall sind zudem Ramiro und Rogelio Funes Mori, die Zwillinge sind und sich trotzdem für verschiedene Länder entschieden. Im argentinischen Mendoza geboren, wählte Ramiro auch die Albiceleste. Rogelio ging zunächst den gleichen Weg und debütierte für Argentinien 2012, Anfang 2019 erkundigte er sich jedoch bei der FIFA nach der Möglichkeit, für Mexiko zu spielen. Zunächst wurde er als nicht spielberechtigt eingestuft. 2020, nach einer Änderung der Regeln bezüglich eingebürgerter Profis, war der Weg zum Nationalitätenwechsel dann aber frei für ihn.
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Was halt auffällt, der eine Bruder ist meistens immer um 50% schlechter als der andere. Jetzt stellst sich die Frage, wurde der "2te" Bruder nur Profi weil der erste Bruder gut war und die clubs automatisch davon ausgehen der "2te" wird genau so gut?
gibt es ein Bruderpaar auf der Welt wo beide richtig geiler Kicker sind?
Die Bellinghams?
Ich würde auch die Schlotterbecks nennen. Die sind beide nicht Weltklasse aber vom Können her unterscheiden die sich auch nicht viel.
Nicht zu vergessen die St'Dumirderüggns (Die TSV Ultras wissen bescheid)
Was ich ja als Gedankenexperiment immer recht geil finde ist wenn man überlegt wer aus den "großen" Nationen auch für kleinere Länder hätte spielen können und was all diese Spieler zusammen dann wohl für einen Impact gehabt hätten. Man stelle sich vor ein Sami Khedira hätte auch für Tunesien gespielt dann wären sie z.B. vllt 2014 oder 2018 über die Vorrunde hinausgekommen. Das Spiel kann man ja Unendlich weiterspinnen...
Also dein Vorredner hat ja schon Quatsch erzählt aber... die Bellinghams?

der legat hat hier nicht unrecht
Doch schon. Aber hat er ja inzwischen auch eingesehen und seine Kommentare alle gelöscht

Was halt auffällt, der eine Bruder ist meistens immer um 50% schlechter als der andere. Jetzt stellst sich die Frage, wurde der "2te" Bruder nur Profi weil der erste Bruder gut war und die clubs automatisch davon ausgehen der "2te" wird genau so gut?
gibt es ein Bruderpaar auf der Welt wo beide richtig geiler Kicker sind?
Die Bellinghams?
Ich würde auch die Schlotterbecks nennen. Die sind beide nicht Weltklasse aber vom Können her unterscheiden die sich auch nicht viel.
Nicht zu vergessen die St'Dumirderüggns (Die TSV Ultras wissen bescheid)
Was ich ja als Gedankenexperiment immer recht geil finde ist wenn man überlegt wer aus den "großen" Nationen auch für kleinere Länder hätte spielen können und was all diese Spieler zusammen dann wohl für einen Impact gehabt hätten. Man stelle sich vor ein Sami Khedira hätte auch für Tunesien gespielt dann wären sie z.B. vllt 2014 oder 2018 über die Vorrunde hinausgekommen. Das Spiel kann man ja Unendlich weiterspinnen...
Also dein Vorredner hat ja schon Quatsch erzählt aber... die Bellinghams?

- Geb./Alter:
- 27.01.1994 (32)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- 1.FC Union Berlin
- Vertrag bis:
- 30.06.2027
- Position:
- Defensives Mittelfeld
- Marktwert:
- 2,00 Mio. €
- Gesamtmarktwert:
- 962,00 Mio. €
- Wettbewerb:
- UEFA Nations League A
- Trainer:
- Jürgen Klopp
- Kadergröße:
- 26
- Gesamtmarktwert:
- 69,95 Mio. €
- Wettbewerb:
- Afrika-Cup-Qualifikation
- Trainer:
- Moïn Chaabani
- Kadergröße:
- 26






