Wiedersehen mit Farke
Gladbach verkauft Elvedi für marktwertgerechte Ablöse an Leeds – „Echte Borussia-Legende“
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Borussia Mönchengladbach verkauft seinen zusammen mit Torwart Tobias Sippel dienstältesten Profi. Nico Elvedi verlässt die Fohlen nach elf Jahren und wechselt zu Premier-League-Klub Leeds United. Bei den Peacocks erhält der 29-Jährige dem Vernehmen nach einen Vertrag bis 2029, trifft mit Trainer Daniel Farke auf einen alten Bekannten und wird in der Innenverteidigung Nachfolger von Sebastiaan Bornauw, den es zum Hamburger SV zog.
Als Ablöse fließen laut Informationen von „Sky Sports“ in England fixe 8 Millionen Euro, was dem Marktwert des Schweizer WM-Fahrers entspricht. Zukünftig können 2 Mio. Euro an Boni hinzukommen. Gladbach habe sich zudem eine 15-prozentige Weiterverkaufsklausel gesichert. Elvedi bringt der Elf vom Niederrhein damit zunächst so viel wie Julian Weigl mit seinem Transfer zu Al-Qadsiah oder wie Michaël Cuisance mit jenem zum FC Bayern ein. Gladbachs Einnahmen übersteigen somit die Marke von 20 Mio. Euro in diesem Sommer. Inklusive Elvedi gab Leeds nun mehr als 90 Mio. Euro aus.
Elvedi war 2015 für 4 Mio. Euro aus seiner Heimat vom FC Zürich nach Mönchengladbach gekommen und bestritt 364 Partien (19 Tore, 13 Vorlagen). Damit gehört er zur Top-10 der Rekordspieler der Vereinsgeschichte – kein Ausländer trug öfter das Gladbach-Trikot. Auch mit seiner Klubzugehörigkeit zählte er bis zu seinem Wechsel knapp zu den zehn teuersten Profis der Bundesliga.
In Leeds arbeitet Elvedi wieder mit Farke zusammen, unter dem er bereits 34 Einsätze in der Saison 2022/23 absolvierte, als dieser Gladbach coachte. Er ist zudem der sechste Spieler von einem deutschen Klub, den Farke seit seinem Amtsantritt im Sommer 2023 nach Leeds lockte. Zuvor kamen bereits Ilia Gruev von Werder Bremen, Ao Tanaka von Fortuna Düsseldorf, Sebastiaan Bornauw und Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg sowie Anton Stach von der TSG Hoffenheim.
Gladbachs Sportchef Rouven Schröder sagte zum Transfer: „Man muss zwar vorsichtig mit dem Wort sein, aber Nico Elvedi ist eine echte Borussia-Legende! Elf Jahre im Verein, 364 Pflichtspiele, stets Leistungsträger und ein Leader ohne viele Worte. So ein Verlust schmerzt, sportlich und menschlich. Doch es war Nicos ausdrücklicher Wunsch, in seiner Karriere noch einmal eine neue Herausforderung zu suchen. Bei einem Spieler mit seinen Verdiensten, der sich auch in dieser Angelegenheit immer absolut vorbildlich verhalten hat, gebietet es der Respekt, diesem Wunsch zu entsprechen, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Dieses Szenario ist jetzt eingetreten. Wir bedanken uns ausdrücklich für alles, was Nico für Borussia geleistet hat, und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste!“
Elvedi erklärte: „Ich bin als 18-Jähriger zu Borussia gekommen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Und dann durfte ich so viele besondere Momente erleben, habe unglaublich viele tolle Menschen kennengelernt und Freunde fürs Leben gefunden. Der Verein ist mir wirklich ans Herz gewachsen und wie eine Familie für mich. Es fällt mir schwer, diesen Schritt zu machen, aber ich habe das Gefühlm, noch einmal etwas Neues erleben zu wollen. Ich möchte Danke sagen für die Zeit, die mich sehr geprägt hat, in der ich erwachsen geworden bin. Besonderer Dank gilt dabei den Fans, die mich immer unterstützt haben. Ich werde weiterhin genau beobachten was bei Borussia passiert und alles daran setzen, mich noch einmal persönlich von den Fans zu verabschieden.“
Gladbach: Leszczyński präsentierte sich stark – Itakura kommt
„Wir sind vorbereitet, keine Frage“, hatte Schröder zuletzt zum bevorstehenden Abschied von Elvedi gesagt. Erste Alternative in der Abwehrzentrale ist derzeit Jan Leszczyński, der für 3 Mio. Euro von Legia Warschau gekommen war und sich stark in der Vorbereitung präsentierte.
Darüber hinaus wird aber auch ein weiterer Neuzugang erwartet, da Trainer Eugen Polanski sonst neben dem gesetzten Kevin Diks nur noch Fabio Chiarodia zur Verfügung steht, der derzeit aber verletzt ist. Vor dem Abschluss befindet sich dem Vernehmen nach eine Rückkehr von Ko Itakura. Ein Jahr nach dem Abgang zu Ajax Amsterdam wird dafür weniger als die Hälfte der eingenommenen Ablösesumme fällig. 3,5 Mio. Euro sollen die Fohlen für Itakura zahlen, durch Boni können weitere 500.000 Euro hinzukommen. Außerdem ist eine Weiterverkaufsbeteiligung Teil des Deals.
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