Füllkrug betont Ambitionen in Bremen
Werders Fritz dämpft Erwartungen an Coulibaly-Einnahmen – Ablöse ohne mögliche Boni?
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Karim Coulibaly (19) steht vor dem Abschied von Werder Bremen. Ein drittes Angebot aus Straßburg sollen die Grün-Weißen angenommen haben, wenngleich die Offerte von dem Vernehmen nach 20 Millionen Euro deutlich unterhalb des Marktwerts des Verteidigers liegt. Dennoch wurde erwartet, dass dieser Betrag die Tür für Neuzugänge öffnen könnte. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz ordnete diese Hoffnung nun ein und bremste die Erwartungen.
„Wir müssen die Wirtschaftlichkeit von Werder im Blick haben, daher müssen wir kreative Lösungen finden und können nicht auf große Shoppingtour gehen“, erklärte Fritz laut dem „Kicker“ trotz des bevorstehenden Geldregens. Über Einkünfte aus Spielerverkäufen im Allgemeinen sagte Fritz: „Wie nahezu alle Klubs unserer Größenordnung leben wir von diesen Transfereinnahmen. Daher werden wir weiter den Weg gehen, junge Spieler zu entwickeln und Werte zu schaffen.“
Coulibaly-Abgang ohne mögliche Bonuszahlungen für Werder
Bonuszahlungen sollen dem Magazin zufolge nicht zur Basisablöse von 20 Millionen Euro hinzukommen können. Werder sichere sich immerhin eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von zehn Prozent.
Bedarf an Neuzugängen hat Werder auf der Rechtsverteidiger-Position sowie im Mittelfeldzentrum. Wie die „Deichstube“ berichtete, sind die Gespräche der Grün-Weißen mit zwei Kandidaten schon weit fortgeschritten. Inwieweit die Coulibaly-Millionen dabei helfen, ist fraglich. Im Raum steht eine Festverpflichtung von Cameron Puertas (28), der sich als Leihgabe in der vergangenen Saison nach dem Trainerwechsel zu Daniel Thioune in der Mannschaft festgespielt hatte. Al-Qadsiah soll aber weiterhin 10 Mio. Euro fordern.
Werder-Rückkehrer Füllkrug ambitioniert: Nicht Karriere ausklingen lassen
Niclas Füllkrug hat nach seiner Rückkehr nach Bremen seine großen Ambitionen untermauert. „Ich bin nicht zu Werder gekommen, um hier meine Karriere ausklingen zu lassen“, sagte der 33-Jährige bei seiner Präsentation im Weserstadion am Mittwoch. Vielmehr wolle er an seine erfolgreiche erste Zeit an der Weser anknüpfen, als er als Torschützenkönig der Bundesliga auch den Sprung in die Nationalmannschaft schaffte.
„Ich will die Erwartungen übertreffen“, betonte Füllkrug, den Werder erst einmal für ein Jahr vom Premier-League-Absteiger West Ham United ausgeliehen hat. Dass der Angreifer dafür auch auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet, wollte Füllkrug nicht überbewertet wissen. „Verzichten tue ich nicht. Ich werde einfach in einer anderen Währung bezahlt: Emotionen und Leidenschaft“, meinte der Publikumsliebling. „Das, was ich hier hoffentlich bekomme, hätte mir kein anderer Verein bieten können.“
Über seine vorherige Leihe zur AC Mailand sagte Füllkrug: „Das letzte halbe Jahr war genial. Für die AC Mailand mit der Nummer 9 zu spielen, war schon etwas Besonderes. Von der Spielzeit und der Qualität her war das gut. Ich bin sehr stolz, diesen Klub in meiner Vita zu haben.“ Um nach schwierigen eineinhalb Jahren bei West Ham noch eine Chance auf die WM-Teilnahme 2026 zu wahren, hatte sich Füllkrug ab Januar bei Milan versucht. In 20 Einsätzen für die Rossoneri gelang ihm aber nur ein Treffer. Für die Bremer sammelte er in zwei Zeitabschnitten mit insgesamt 124 Pflichtspielen einst 49 Tore und 16 Assists. 2023 wechselte er zu Borussia Dortmund, ein Jahr später zu West Ham.
„Wenn die ganzen Umstände drumherum nie eine Rolle gespielt hätten – wie persönliche Erfolge, wie die finanzielle Situation, wie Champions League, wie Nationalmannschaft –, dann wäre es wahrscheinlich nie ein Thema gewesen, von Werder weg zu wechseln“, erklärte Füllkrug.
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