| Geburtsdatum | 26.02.2003 |
|---|---|
| Alter | 23 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,84m |
| Vertrag bis | 30.06.2030 |
| Position | Offensives Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | FC Bayern München |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 24 | 5 | 6 | ||
![]() | Bundesliga | 15 | 3 | 4 | |
![]() | UEFA Champions League | 6 | 2 | 1 | |
![]() | DFB-Pokal | 3 | - | 1 | |
Jamal Musiala [10]
27.09.2020 - 17:06 Uhr
19.08.2026 - 11:46 Uhr
Zitat von DrogbaforPresident
Sorry aber er hat von 18J bis 22J Auto fahren dürfen.
Was für mich ein Marker ist, dass er in der Zeitspanne keine Medikamente für Epilepsie genommen hat.
Zitat von GelsenHandy
Warum spekulierst du wild drauf los um dann nach der Hälfte deines Beitrags "jetzt kommt spekulation von mir" zu schreiben.
Was war das denn vorher bitte?
Warum spekulierst du wild drauf los um dann nach der Hälfte deines Beitrags "jetzt kommt spekulation von mir" zu schreiben.
Was war das denn vorher bitte?
Sorry aber er hat von 18J bis 22J Auto fahren dürfen.
Was für mich ein Marker ist, dass er in der Zeitspanne keine Medikamente für Epilepsie genommen hat.
Dass der Unfall vor einem Jahr mit der Epilepsie zusammengehangen haben soll, ist pure Spekulation von deiner Seite und danach schreibst du dann, jetzt folge Spekulation von dir.
Nein, dein ganzer Beitrag ist pure Spekulation und nichts anderes. Und ob das zum jetzigen Zeitpunkt wirklich sein muss?
19.08.2026 - 12:10 Uhr
Zitat von raffaelo
Hoffen wir das Beste für unseren Jamal.
Quelle: x.com
Wie @dpa aus dem Klub erfuhr, gibt es derzeit keine Hinweise, dass Jamal Musiala nicht weiter auf dem Niveau Fußball spielen könne. Der FC Bayern rechnet damit, dass Musiala seine Karriere trotz einer neurologischen Dysfunktion fortsetzen kann.
Der Bericht der dpa hört sich doch gut an. Hoffen wir das Beste für unseren Jamal.
Wenn man gestern die Reaktion von Eberl gesehen hat, dann wirkte er auch nicht so, als hätte man hier deutlich andere/schlechtere Informationen. Ich bin sehr optimistisch, dass er wieder auf höchstem Niveau spielen wird. Das lässt sich in den Griff bekommen.
19.08.2026 - 12:15 Uhr
Zitat von Engels10
Wie geschrieben ist die die epileptische Ursache nur eine der beiden Möglichkeiten.
Hier würde wahrscheinlich das Medikament Ethosuximid gegeben, was direkt auf das zentrale Nervensystem wirkt. hier könnte körperliche und kognitive (Spitzen)Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden.
Wenn wir die psychogene / dissoziative Ursache miteinbeziehen wird das ganze noch viel komplizierter.
Aber selbst bei der epilieptischen Form kann Psychischer Druck, Überforderung und Angst die Absencen auslösen. Weitere Medikamente im psychopharma Bereich könnten auch hier die (Spitzen)Leistungsfähigkeit einschränken.
Auf Anhieb ist mir auch kein Spitzensportler bekannt der je unter sowas gelitten hätte...
Zitat von Riga2011
Absolut sagen kann man überhaupt nichts, es kann immer Ausnahmen geben, logisch. Aber _in der Regel_ haben gut eingestellte Epilepsiepatienten keine Einschränkungen im täglichen Alltag, und die meisten dieser Fälle lassen sich gut einstellen. Jetzt sind die allerwenigsten Profisportler und wie sich das dort auswirkt, wird vermutlich nie besonders gut untersucht worden sein, da hier die Stichprobengröße sehr klein ist. Aber man muss das Ganze nicht komplett überdramatisieren.
Zitat von Engels10
Wie oben schon geschreiben kann man das so absolut nicht sagen.
Die Ursachen können verschiedene Bereiche betreffen und dementsprechend auch verschieden Therapien benötigen.
Auch die Medikamente können sich hier unterscheiden und hier gibt es auch Medikamente mit Nebenwirkungen...
Zitat von Riga2011
Um das nochmal klar zu sagen: das ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel den Tagesablauf eines Menschen nicht dramatisch beeinflusst. Es braucht eine medikamentöse Prophylaxe und wenn das etabliert ist, sollte alles weitere kein Problem mehr sein. In etwa zu vergleichen mit einem Diabetes mellitus Typ 1 so wie bei Zverev, auch der muss seinen Blutzucker überwachen und entsprechende Medikamentenpläne berücksichtigen, ansonsten hat er davon keinen Nachteil gegenüber seinen Konkurrenten.
Das Einzige, was mich etwas stutzig machen lässt, ist die Häufigkeit der Anfälle während einer Partie. War das gegen Leipzig das Erstereignis? Wäre plausibel und würde erklären, warum die Prophylaxe dann gegen Heidenheim versagt hat, da sie noch nicht etabliert ist. Ansonsten tue ich mir etwas schwer damit zu erklären, wieso das in 2 Spielen hintereinander passiert ist. Natürlich ist ein Durchbruch immer möglich, das passiert auch bei Patienten mit der klassischen Epilepsie und den Krampfanfällen, die man ggf. schon gesehen hat, aber 2x kurz hintereinander wäre schon sehr ungewöhnlich.
Zitat von mickeyzee
Natürlich ist die allererste Priorität, dass Musiala gesund wird (unabhängig von seinem Job bei uns) und er sollte, wie jeder andere auch, das Recht haben, medizinische Diagnosen öffentlich zu machen oder auch nicht, nach eigener Abwägung. Und das gilt es zu respektieren.
Das bedeutet aber nicht, dass man sich als Aussenbetrachter und/oder Fan nicht, im Rahmen des Anstands, mit offenen Fragen befasst. So darf mMn durchaus die Frage gestellt werden, warum JM, wenn doch angeblich alle über seinen Zustand aufgeklärt gewesen sein sollen, wenige Tage nach einem schockierenden Zusammenbruch, schon wieder auf dem Platz stand. Natürlich fragt man sich auch, ob es sich hier um etwas handelt, was bislang schon länger medikamentös eingestellt war, oder ob diese "Absencen" jetzt zum ersten Mal auftreten. Die Antwort auf diese zweite Frage steht natürlich JM persönlich frei zu geben oder nicht, da sie seine persönliche Diagnose betrifft. Etwas kniffliger sind da die Fragen, die sich eigentlich an die Vereinsverantwortlichen richten: wie fest kann man mit Jamal in naher/mittlerer Zukunft als vollwertige Kaderoption planen? Ich hoffe ja doch, dass er erst wieder auf dem Platz steht, wenn das neurologische Problem eingestellt ist. Alles andere wäre fahrlässig.
Natürlich ist die allererste Priorität, dass Musiala gesund wird (unabhängig von seinem Job bei uns) und er sollte, wie jeder andere auch, das Recht haben, medizinische Diagnosen öffentlich zu machen oder auch nicht, nach eigener Abwägung. Und das gilt es zu respektieren.
Das bedeutet aber nicht, dass man sich als Aussenbetrachter und/oder Fan nicht, im Rahmen des Anstands, mit offenen Fragen befasst. So darf mMn durchaus die Frage gestellt werden, warum JM, wenn doch angeblich alle über seinen Zustand aufgeklärt gewesen sein sollen, wenige Tage nach einem schockierenden Zusammenbruch, schon wieder auf dem Platz stand. Natürlich fragt man sich auch, ob es sich hier um etwas handelt, was bislang schon länger medikamentös eingestellt war, oder ob diese "Absencen" jetzt zum ersten Mal auftreten. Die Antwort auf diese zweite Frage steht natürlich JM persönlich frei zu geben oder nicht, da sie seine persönliche Diagnose betrifft. Etwas kniffliger sind da die Fragen, die sich eigentlich an die Vereinsverantwortlichen richten: wie fest kann man mit Jamal in naher/mittlerer Zukunft als vollwertige Kaderoption planen? Ich hoffe ja doch, dass er erst wieder auf dem Platz steht, wenn das neurologische Problem eingestellt ist. Alles andere wäre fahrlässig.
Um das nochmal klar zu sagen: das ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel den Tagesablauf eines Menschen nicht dramatisch beeinflusst. Es braucht eine medikamentöse Prophylaxe und wenn das etabliert ist, sollte alles weitere kein Problem mehr sein. In etwa zu vergleichen mit einem Diabetes mellitus Typ 1 so wie bei Zverev, auch der muss seinen Blutzucker überwachen und entsprechende Medikamentenpläne berücksichtigen, ansonsten hat er davon keinen Nachteil gegenüber seinen Konkurrenten.
Das Einzige, was mich etwas stutzig machen lässt, ist die Häufigkeit der Anfälle während einer Partie. War das gegen Leipzig das Erstereignis? Wäre plausibel und würde erklären, warum die Prophylaxe dann gegen Heidenheim versagt hat, da sie noch nicht etabliert ist. Ansonsten tue ich mir etwas schwer damit zu erklären, wieso das in 2 Spielen hintereinander passiert ist. Natürlich ist ein Durchbruch immer möglich, das passiert auch bei Patienten mit der klassischen Epilepsie und den Krampfanfällen, die man ggf. schon gesehen hat, aber 2x kurz hintereinander wäre schon sehr ungewöhnlich.
Wie oben schon geschreiben kann man das so absolut nicht sagen.
Die Ursachen können verschiedene Bereiche betreffen und dementsprechend auch verschieden Therapien benötigen.
Auch die Medikamente können sich hier unterscheiden und hier gibt es auch Medikamente mit Nebenwirkungen...
Absolut sagen kann man überhaupt nichts, es kann immer Ausnahmen geben, logisch. Aber _in der Regel_ haben gut eingestellte Epilepsiepatienten keine Einschränkungen im täglichen Alltag, und die meisten dieser Fälle lassen sich gut einstellen. Jetzt sind die allerwenigsten Profisportler und wie sich das dort auswirkt, wird vermutlich nie besonders gut untersucht worden sein, da hier die Stichprobengröße sehr klein ist. Aber man muss das Ganze nicht komplett überdramatisieren.
Wie geschrieben ist die die epileptische Ursache nur eine der beiden Möglichkeiten.
Hier würde wahrscheinlich das Medikament Ethosuximid gegeben, was direkt auf das zentrale Nervensystem wirkt. hier könnte körperliche und kognitive (Spitzen)Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden.
Wenn wir die psychogene / dissoziative Ursache miteinbeziehen wird das ganze noch viel komplizierter.
Aber selbst bei der epilieptischen Form kann Psychischer Druck, Überforderung und Angst die Absencen auslösen. Weitere Medikamente im psychopharma Bereich könnten auch hier die (Spitzen)Leistungsfähigkeit einschränken.
Auf Anhieb ist mir auch kein Spitzensportler bekannt der je unter sowas gelitten hätte...
Alle Medikamente, die du dort einsetzt, wirken aufs ZNS, weil dort in dem Szenario ja das Problem sitzt. Nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase sind aber nahezu alle dieser Medikamente gut verträglich, ich hab schon x Patienten mit Hirnmetastasen gesehen, die also deutlich vulnerabler sind, und die z.B. Keppra als Anfallprophylaxe bekommen haben, niemand davon hatte eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens dadurch. Ja, das sind alles keine Profisportler, schon klar, aber man sollte die Gefahr hier nicht überbewerten.
Wie gesagt: mich wundert hier am ehesten die enge Frequenz der Anfälle, und da kommen für mich eigentlich nur 2 Thesen infrage: a) gegen Leipzig war das Erstereignis, man hat danach die Diagnostik gemacht und er hat dann auch gegen Heidenheim wieder gespielt, weil diese Absencen ja per se nicht gefährlich sind, deswegen hat man es jetzt auch öffentlich gemacht, weil es eine neue Diagnose ist. Oder b) das Ganze läuft schon länger, man hat nun in der Vorbereitung einen medikamentösen Auslassversuch gestartet, nachdem er längere Zeit stabil war, damit man sieht, wie sein Körper unter Stress funktioniert, was ganz offensichtlich in die Hose gegangen ist und aufgrund der sichtbaren Anfälle musste man das Ganze nun aufklären.
Ich bin ehrlich gesagt eher bei b), weil so was selbst bei einem Profisportler nicht so schnell diagnostiziert und dann gleich eingestellt wird, aber beweisen kann man es natürlich nicht. Könnte seine erschreckend schwache Form trotz ausgestandener Verletzung im Zusammenhang mit den Medis stehen und daher nun der Auslassversuch? Möglich, allerdings stark spekuliert.
19.08.2026 - 12:25 Uhr
Zitat von Quincy2008
Ich hab mal aus Interesse vor ein paar Jahren gegoogelt, was alles zum Medizincheck der Bundesligavereine gehört. Hoffenheim hatte das online gestellt, für Bayern hatte ich es nicht gefunden. Aber ein EEG war damals nicht dabei. Wenn, dann müsste man es anlassbezogen gemacht haben.
Zitat von Madferit
Man wird vermutlich irgendwann schon vor 2026 ein EEG bei ihm gemacht haben. Wenn man diese EEGs vergleicht, dann weiss man, ob "es" schon früher da war. Es gibt da einen klaren Parameter, der in einem EEG auch ohne "Absence" immer sichtbar ist, wenn die Beeinträchtigung persistiert. Für das Auftreten der "Absence" bedarf es einer gewissen Schwelle, die auch einen Namen hat und die durch verschiedenste Faktoren erreicht werden kann. Natürlich gibt es für die Öffentlichkeit kein Recht darauf, diese Informationen zu erhalten.
Zitat von Quincy2008
Eine wichtige Sache fehlt da aber:
Absencen treten in der Kindheit häufig spontan auf und „verwachsen“ sich oftmals auch wieder, in der Regel alles nicht so wild.
Sie sind neuaufgetreten im Erwachsenenalter aber eine echte Rarität, haben dann oftmals eine Ursache (immunologischer, autoimmuner Art oder neurologisch-strukturell zum Beispiel, manchmal auch toxikologisch, aber dann würde man das Medikament einfach absetzen).
Entweder wird die Ursache dafür also nicht mitgeliefert, weil er das nicht will (verständlich) oder sie unbekannt ist (aber dann würde man ihn wohl nicht spielen lassen, nehme ich an) oder er hat einfach unheimlich Pech, dass er diese sehr seltene Form hat, dass es erst im Erwachsenenalter auftritt, oder er hat das schon lange, war bisher gut eingestellt und musste jetzt aus welchen Gründen auch immer das Medikament wechseln (und ist in der Zwischenzeit der Eindosierung nicht voll geschützt). Gerade letzterer Punkt ist in meinen Augen nicht so unwahrscheinlich und würde ja beruhigen, dass er damit schon auf höchstem Niveau gespielt hat.
Quintessenz bleibt aber: in der Regel medikamentös sehr gut behandelbar und der Abgesang mancher auf ihn kommt zu früh.
Zitat von Becks84
Hier sind die wichtigsten medizinischen Hintergründe zu Absencen:
* Symptomatik:
Absencen (früher auch "Petit Mal" genannt) sind kurze, plötzliche Bewusstseinspausen. Sie dauern meist nur wenige Sekunden (ca. 5 bis 20 Sekunden). Betroffene starren oft ins Leere, der Blick wird starr, und sie halten in ihrer aktuellen Handlung inne – etwa mitten in der Bewegung auf dem Spielfeld. Es kommt dabei nicht zu den typischen Krämpfen oder Stürzen, die man oft mit Epilepsie assoziiert.
* Ursache:
Es handelt sich um eine vorübergehende, synchrone elektrische Fehlentladung im Gehirn (die im Text erwähnte "neurologische Dysfunktion").
* Nachwirkung:
Sobald die kurze Entladung vorbei ist, ist die Person sofort wieder voll orientiert und kann nahtlos dort weitermachen, wo sie aufgehört hat. Oft fehlt lediglich die Erinnerung an diese wenigen Sekunden.
* Behandlung:
Die Prognose ist hervorragend. Durch moderne Antiepileptika lassen sich die elektrischen Impulse im Gehirn stabilisieren, wodurch die Absencen in den meisten Fällen vollständig unterdrückt werden können.
* Vereinbarkeit mit Hochleistungssport:
Physische Belastung an sich löst selten Absencen aus. Relevantere Trigger sind oft Schlafmangel oder extremer Stress. Ist der Patient medikamentös gut eingestellt, gibt es aus neurologischer Sicht keinen Grund, auf Leistungssport zu verzichten.
Hier sind die wichtigsten medizinischen Hintergründe zu Absencen:
* Symptomatik:
Absencen (früher auch "Petit Mal" genannt) sind kurze, plötzliche Bewusstseinspausen. Sie dauern meist nur wenige Sekunden (ca. 5 bis 20 Sekunden). Betroffene starren oft ins Leere, der Blick wird starr, und sie halten in ihrer aktuellen Handlung inne – etwa mitten in der Bewegung auf dem Spielfeld. Es kommt dabei nicht zu den typischen Krämpfen oder Stürzen, die man oft mit Epilepsie assoziiert.
* Ursache:
Es handelt sich um eine vorübergehende, synchrone elektrische Fehlentladung im Gehirn (die im Text erwähnte "neurologische Dysfunktion").
* Nachwirkung:
Sobald die kurze Entladung vorbei ist, ist die Person sofort wieder voll orientiert und kann nahtlos dort weitermachen, wo sie aufgehört hat. Oft fehlt lediglich die Erinnerung an diese wenigen Sekunden.
* Behandlung:
Die Prognose ist hervorragend. Durch moderne Antiepileptika lassen sich die elektrischen Impulse im Gehirn stabilisieren, wodurch die Absencen in den meisten Fällen vollständig unterdrückt werden können.
* Vereinbarkeit mit Hochleistungssport:
Physische Belastung an sich löst selten Absencen aus. Relevantere Trigger sind oft Schlafmangel oder extremer Stress. Ist der Patient medikamentös gut eingestellt, gibt es aus neurologischer Sicht keinen Grund, auf Leistungssport zu verzichten.
Eine wichtige Sache fehlt da aber:
Absencen treten in der Kindheit häufig spontan auf und „verwachsen“ sich oftmals auch wieder, in der Regel alles nicht so wild.
Sie sind neuaufgetreten im Erwachsenenalter aber eine echte Rarität, haben dann oftmals eine Ursache (immunologischer, autoimmuner Art oder neurologisch-strukturell zum Beispiel, manchmal auch toxikologisch, aber dann würde man das Medikament einfach absetzen).
Entweder wird die Ursache dafür also nicht mitgeliefert, weil er das nicht will (verständlich) oder sie unbekannt ist (aber dann würde man ihn wohl nicht spielen lassen, nehme ich an) oder er hat einfach unheimlich Pech, dass er diese sehr seltene Form hat, dass es erst im Erwachsenenalter auftritt, oder er hat das schon lange, war bisher gut eingestellt und musste jetzt aus welchen Gründen auch immer das Medikament wechseln (und ist in der Zwischenzeit der Eindosierung nicht voll geschützt). Gerade letzterer Punkt ist in meinen Augen nicht so unwahrscheinlich und würde ja beruhigen, dass er damit schon auf höchstem Niveau gespielt hat.
Quintessenz bleibt aber: in der Regel medikamentös sehr gut behandelbar und der Abgesang mancher auf ihn kommt zu früh.
Man wird vermutlich irgendwann schon vor 2026 ein EEG bei ihm gemacht haben. Wenn man diese EEGs vergleicht, dann weiss man, ob "es" schon früher da war. Es gibt da einen klaren Parameter, der in einem EEG auch ohne "Absence" immer sichtbar ist, wenn die Beeinträchtigung persistiert. Für das Auftreten der "Absence" bedarf es einer gewissen Schwelle, die auch einen Namen hat und die durch verschiedenste Faktoren erreicht werden kann. Natürlich gibt es für die Öffentlichkeit kein Recht darauf, diese Informationen zu erhalten.
Ich hab mal aus Interesse vor ein paar Jahren gegoogelt, was alles zum Medizincheck der Bundesligavereine gehört. Hoffenheim hatte das online gestellt, für Bayern hatte ich es nicht gefunden. Aber ein EEG war damals nicht dabei. Wenn, dann müsste man es anlassbezogen gemacht haben.
Zitat von Lizenzordnung
Nachweis der Sporttauglichkeit nach einer vorgeschriebenen ärztlichen Untersuchung auf orthopädischem und kardiologisch-internistischem Gebiet ... wobei der Nachweis der Sporttauglichkeit vom Club, vom beauftragten Arzt und vom Spieler gemeinsam zu unterzeichnen ist.
Nachweis der Sporttauglichkeit nach einer vorgeschriebenen ärztlichen Untersuchung auf orthopädischem und kardiologisch-internistischem Gebiet ... wobei der Nachweis der Sporttauglichkeit vom Club, vom beauftragten Arzt und vom Spieler gemeinsam zu unterzeichnen ist.
Obwohl in der Lizenzordnung dazu was steht, definiert jeder Verein den Medizincheck für sich selbst, da bin ich mir recht sicher.
Glaubt man Zeitungsberichten, so gab es auch schon Spieler die beim einen Team durch den Medi-check durchgefallen sind, den Test eines anderen Teams dann aber bestanden haben.
Man hörte dabei auch schon Gerüchte(!), dass es Vereine gab die bei der Interpretation der Ergebnisse des Medizinchecks "flexibel" waren. Waren die Konditionen der Verpflichtung eines Spielers besonders attraktiv, war angeblich der Zustand des Knies halb so wild für einen Profifussballer - und umgekehrt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ondrasek am 19.08.2026 um 12:37 Uhr bearbeitet
19.08.2026 - 12:29 Uhr
Zitat von Stoffler
Wenn man gestern die Reaktion von Eberl gesehen hat, dann wirkte er auch nicht so, als hätte man hier deutlich andere/schlechtere Informationen. Ich bin sehr optimistisch, dass er wieder auf höchstem Niveau spielen wird. Das lässt sich in den Griff bekommen.
Keine Ahnung wie man das Kurzfristig bis Mittelfristig in der Praxis umsetzen möchte. Kann ja im Endeffekt nur sein, dass er erstmal auf der Bank sitzt und er ggf. zum Ende ein paar Minuten bekommt insoweit die Ärzte grünes Licht geben. Zitat von raffaelo
Hoffen wir das Beste für unseren Jamal.
Quelle: x.com
Wie @dpa aus dem Klub erfuhr, gibt es derzeit keine Hinweise, dass Jamal Musiala nicht weiter auf dem Niveau Fußball spielen könne. Der FC Bayern rechnet damit, dass Musiala seine Karriere trotz einer neurologischen Dysfunktion fortsetzen kann.
Der Bericht der dpa hört sich doch gut an. Hoffen wir das Beste für unseren Jamal.
Wenn man gestern die Reaktion von Eberl gesehen hat, dann wirkte er auch nicht so, als hätte man hier deutlich andere/schlechtere Informationen. Ich bin sehr optimistisch, dass er wieder auf höchstem Niveau spielen wird. Das lässt sich in den Griff bekommen.
Jetzt stecken Kompany, Musiala und der Verein in einer Zwickmühle. Insbesondere weil die letzte Saison aufgrund der Verletzung und anschließender Formkrise relativ schlecht verlaufen ist. Die Hinrunde wäre für Musiala wichtig gewesen.
19.08.2026 - 12:30 Uhr
Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090025699830571135
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090025699830571135
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Engels10 am 19.08.2026 um 12:39 Uhr bearbeitet
19.08.2026 - 12:41 Uhr
Zitat von Engels10
Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090025699830571135
Immerhin trägt Uli sein Herz am rechten Fleck. Manchmal wäre ein bisschen weniger zu sagen der Presse finde ich besser. Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
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19.08.2026 - 12:45 Uhr
Zitat von Engels10
Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
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Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
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Das liest sich stark danach, als ob das Problem grundsätzlich schon lange bekannt war, aber er eben bislang medikamentös gut eingestellt war.
Bin zuversichtlich, dass man das dementsprechend auch wieder gut in den Griff bekommt (wie es auch vorher wohl der Fall war).
19.08.2026 - 12:48 Uhr
Zitat von Engels10
Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090025699830571135
Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090025699830571135
"We've already been informed about the problems for quite a long time."
Sollte damit zeigen, dass es kein Erstereignis war und der Verein bereits Bescheid wusste.
Warum man es versucht hat zu verheimlichen ist auch klar. Jeder weiß es besser, als das behandelnde Ärzteteam und MUSS unbedingt seinen Senf dazugeben.
19.08.2026 - 12:49 Uhr
Zitat von Riga2011
Alle Medikamente, die du dort einsetzt, wirken aufs ZNS, weil dort in dem Szenario ja das Problem sitzt. Nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase sind aber nahezu alle dieser Medikamente gut verträglich, ich hab schon x Patienten mit Hirnmetastasen gesehen, die also deutlich vulnerabler sind, und die z.B. Keppra als Anfallprophylaxe bekommen haben, niemand davon hatte eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens dadurch. Ja, das sind alles keine Profisportler, schon klar, aber man sollte die Gefahr hier nicht überbewerten.
Wie gesagt: mich wundert hier am ehesten die enge Frequenz der Anfälle, und da kommen für mich eigentlich nur 2 Thesen infrage: a) gegen Leipzig war das Erstereignis, man hat danach die Diagnostik gemacht und er hat dann auch gegen Heidenheim wieder gespielt, weil diese Absencen ja per se nicht gefährlich sind, deswegen hat man es jetzt auch öffentlich gemacht, weil es eine neue Diagnose ist. Oder b) das Ganze läuft schon länger, man hat nun in der Vorbereitung einen medikamentösen Auslassversuch gestartet, nachdem er längere Zeit stabil war, damit man sieht, wie sein Körper unter Stress funktioniert, was ganz offensichtlich in die Hose gegangen ist und aufgrund der sichtbaren Anfälle musste man das Ganze nun aufklären.
Ich bin ehrlich gesagt eher bei b), weil so was selbst bei einem Profisportler nicht so schnell diagnostiziert und dann gleich eingestellt wird, aber beweisen kann man es natürlich nicht. Könnte seine erschreckend schwache Form trotz ausgestandener Verletzung im Zusammenhang mit den Medis stehen und daher nun der Auslassversuch? Möglich, allerdings stark spekuliert.
Zitat von Engels10
Wie geschrieben ist die die epileptische Ursache nur eine der beiden Möglichkeiten.
Hier würde wahrscheinlich das Medikament Ethosuximid gegeben, was direkt auf das zentrale Nervensystem wirkt. hier könnte körperliche und kognitive (Spitzen)Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden.
Wenn wir die psychogene / dissoziative Ursache miteinbeziehen wird das ganze noch viel komplizierter.
Aber selbst bei der epilieptischen Form kann Psychischer Druck, Überforderung und Angst die Absencen auslösen. Weitere Medikamente im psychopharma Bereich könnten auch hier die (Spitzen)Leistungsfähigkeit einschränken.
Auf Anhieb ist mir auch kein Spitzensportler bekannt der je unter sowas gelitten hätte...
Zitat von Riga2011
Absolut sagen kann man überhaupt nichts, es kann immer Ausnahmen geben, logisch. Aber _in der Regel_ haben gut eingestellte Epilepsiepatienten keine Einschränkungen im täglichen Alltag, und die meisten dieser Fälle lassen sich gut einstellen. Jetzt sind die allerwenigsten Profisportler und wie sich das dort auswirkt, wird vermutlich nie besonders gut untersucht worden sein, da hier die Stichprobengröße sehr klein ist. Aber man muss das Ganze nicht komplett überdramatisieren.
Zitat von Engels10
Wie oben schon geschreiben kann man das so absolut nicht sagen.
Die Ursachen können verschiedene Bereiche betreffen und dementsprechend auch verschieden Therapien benötigen.
Auch die Medikamente können sich hier unterscheiden und hier gibt es auch Medikamente mit Nebenwirkungen...
Zitat von Riga2011
Um das nochmal klar zu sagen: das ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel den Tagesablauf eines Menschen nicht dramatisch beeinflusst. Es braucht eine medikamentöse Prophylaxe und wenn das etabliert ist, sollte alles weitere kein Problem mehr sein. In etwa zu vergleichen mit einem Diabetes mellitus Typ 1 so wie bei Zverev, auch der muss seinen Blutzucker überwachen und entsprechende Medikamentenpläne berücksichtigen, ansonsten hat er davon keinen Nachteil gegenüber seinen Konkurrenten.
Das Einzige, was mich etwas stutzig machen lässt, ist die Häufigkeit der Anfälle während einer Partie. War das gegen Leipzig das Erstereignis? Wäre plausibel und würde erklären, warum die Prophylaxe dann gegen Heidenheim versagt hat, da sie noch nicht etabliert ist. Ansonsten tue ich mir etwas schwer damit zu erklären, wieso das in 2 Spielen hintereinander passiert ist. Natürlich ist ein Durchbruch immer möglich, das passiert auch bei Patienten mit der klassischen Epilepsie und den Krampfanfällen, die man ggf. schon gesehen hat, aber 2x kurz hintereinander wäre schon sehr ungewöhnlich.
Zitat von mickeyzee
Natürlich ist die allererste Priorität, dass Musiala gesund wird (unabhängig von seinem Job bei uns) und er sollte, wie jeder andere auch, das Recht haben, medizinische Diagnosen öffentlich zu machen oder auch nicht, nach eigener Abwägung. Und das gilt es zu respektieren.
Das bedeutet aber nicht, dass man sich als Aussenbetrachter und/oder Fan nicht, im Rahmen des Anstands, mit offenen Fragen befasst. So darf mMn durchaus die Frage gestellt werden, warum JM, wenn doch angeblich alle über seinen Zustand aufgeklärt gewesen sein sollen, wenige Tage nach einem schockierenden Zusammenbruch, schon wieder auf dem Platz stand. Natürlich fragt man sich auch, ob es sich hier um etwas handelt, was bislang schon länger medikamentös eingestellt war, oder ob diese "Absencen" jetzt zum ersten Mal auftreten. Die Antwort auf diese zweite Frage steht natürlich JM persönlich frei zu geben oder nicht, da sie seine persönliche Diagnose betrifft. Etwas kniffliger sind da die Fragen, die sich eigentlich an die Vereinsverantwortlichen richten: wie fest kann man mit Jamal in naher/mittlerer Zukunft als vollwertige Kaderoption planen? Ich hoffe ja doch, dass er erst wieder auf dem Platz steht, wenn das neurologische Problem eingestellt ist. Alles andere wäre fahrlässig.
Natürlich ist die allererste Priorität, dass Musiala gesund wird (unabhängig von seinem Job bei uns) und er sollte, wie jeder andere auch, das Recht haben, medizinische Diagnosen öffentlich zu machen oder auch nicht, nach eigener Abwägung. Und das gilt es zu respektieren.
Das bedeutet aber nicht, dass man sich als Aussenbetrachter und/oder Fan nicht, im Rahmen des Anstands, mit offenen Fragen befasst. So darf mMn durchaus die Frage gestellt werden, warum JM, wenn doch angeblich alle über seinen Zustand aufgeklärt gewesen sein sollen, wenige Tage nach einem schockierenden Zusammenbruch, schon wieder auf dem Platz stand. Natürlich fragt man sich auch, ob es sich hier um etwas handelt, was bislang schon länger medikamentös eingestellt war, oder ob diese "Absencen" jetzt zum ersten Mal auftreten. Die Antwort auf diese zweite Frage steht natürlich JM persönlich frei zu geben oder nicht, da sie seine persönliche Diagnose betrifft. Etwas kniffliger sind da die Fragen, die sich eigentlich an die Vereinsverantwortlichen richten: wie fest kann man mit Jamal in naher/mittlerer Zukunft als vollwertige Kaderoption planen? Ich hoffe ja doch, dass er erst wieder auf dem Platz steht, wenn das neurologische Problem eingestellt ist. Alles andere wäre fahrlässig.
Um das nochmal klar zu sagen: das ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel den Tagesablauf eines Menschen nicht dramatisch beeinflusst. Es braucht eine medikamentöse Prophylaxe und wenn das etabliert ist, sollte alles weitere kein Problem mehr sein. In etwa zu vergleichen mit einem Diabetes mellitus Typ 1 so wie bei Zverev, auch der muss seinen Blutzucker überwachen und entsprechende Medikamentenpläne berücksichtigen, ansonsten hat er davon keinen Nachteil gegenüber seinen Konkurrenten.
Das Einzige, was mich etwas stutzig machen lässt, ist die Häufigkeit der Anfälle während einer Partie. War das gegen Leipzig das Erstereignis? Wäre plausibel und würde erklären, warum die Prophylaxe dann gegen Heidenheim versagt hat, da sie noch nicht etabliert ist. Ansonsten tue ich mir etwas schwer damit zu erklären, wieso das in 2 Spielen hintereinander passiert ist. Natürlich ist ein Durchbruch immer möglich, das passiert auch bei Patienten mit der klassischen Epilepsie und den Krampfanfällen, die man ggf. schon gesehen hat, aber 2x kurz hintereinander wäre schon sehr ungewöhnlich.
Wie oben schon geschreiben kann man das so absolut nicht sagen.
Die Ursachen können verschiedene Bereiche betreffen und dementsprechend auch verschieden Therapien benötigen.
Auch die Medikamente können sich hier unterscheiden und hier gibt es auch Medikamente mit Nebenwirkungen...
Absolut sagen kann man überhaupt nichts, es kann immer Ausnahmen geben, logisch. Aber _in der Regel_ haben gut eingestellte Epilepsiepatienten keine Einschränkungen im täglichen Alltag, und die meisten dieser Fälle lassen sich gut einstellen. Jetzt sind die allerwenigsten Profisportler und wie sich das dort auswirkt, wird vermutlich nie besonders gut untersucht worden sein, da hier die Stichprobengröße sehr klein ist. Aber man muss das Ganze nicht komplett überdramatisieren.
Wie geschrieben ist die die epileptische Ursache nur eine der beiden Möglichkeiten.
Hier würde wahrscheinlich das Medikament Ethosuximid gegeben, was direkt auf das zentrale Nervensystem wirkt. hier könnte körperliche und kognitive (Spitzen)Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden.
Wenn wir die psychogene / dissoziative Ursache miteinbeziehen wird das ganze noch viel komplizierter.
Aber selbst bei der epilieptischen Form kann Psychischer Druck, Überforderung und Angst die Absencen auslösen. Weitere Medikamente im psychopharma Bereich könnten auch hier die (Spitzen)Leistungsfähigkeit einschränken.
Auf Anhieb ist mir auch kein Spitzensportler bekannt der je unter sowas gelitten hätte...
Alle Medikamente, die du dort einsetzt, wirken aufs ZNS, weil dort in dem Szenario ja das Problem sitzt. Nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase sind aber nahezu alle dieser Medikamente gut verträglich, ich hab schon x Patienten mit Hirnmetastasen gesehen, die also deutlich vulnerabler sind, und die z.B. Keppra als Anfallprophylaxe bekommen haben, niemand davon hatte eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens dadurch. Ja, das sind alles keine Profisportler, schon klar, aber man sollte die Gefahr hier nicht überbewerten.
Wie gesagt: mich wundert hier am ehesten die enge Frequenz der Anfälle, und da kommen für mich eigentlich nur 2 Thesen infrage: a) gegen Leipzig war das Erstereignis, man hat danach die Diagnostik gemacht und er hat dann auch gegen Heidenheim wieder gespielt, weil diese Absencen ja per se nicht gefährlich sind, deswegen hat man es jetzt auch öffentlich gemacht, weil es eine neue Diagnose ist. Oder b) das Ganze läuft schon länger, man hat nun in der Vorbereitung einen medikamentösen Auslassversuch gestartet, nachdem er längere Zeit stabil war, damit man sieht, wie sein Körper unter Stress funktioniert, was ganz offensichtlich in die Hose gegangen ist und aufgrund der sichtbaren Anfälle musste man das Ganze nun aufklären.
Ich bin ehrlich gesagt eher bei b), weil so was selbst bei einem Profisportler nicht so schnell diagnostiziert und dann gleich eingestellt wird, aber beweisen kann man es natürlich nicht. Könnte seine erschreckend schwache Form trotz ausgestandener Verletzung im Zusammenhang mit den Medis stehen und daher nun der Auslassversuch? Möglich, allerdings stark spekuliert.
Zitat von Engels10
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Und damit ist klar, dass wir von Fall b) reden. Vermutlich hat man ihn hier zu früh wieder eingesetzt, nachdem man die Medikation wieder gestartet hat.
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