05.09.2025 - 08:25 | Quelle: Times/Transfermarkt | Lesedauer: unter 3 Min.
Aston Villa
Ezri Konsa
Trotz Transfers von Sancho & Elliott 

Konsa: Die Finanzregeln haben Villa „gekillt“ – Niedrigste Ausgaben & kleinster Kader

Konsa: Die Finanzregeln haben Aston Villa gekillt – Niedrigste Ausgaben
©IMAGO

Aston Villa hat nicht nur den kleinsten Kader der Premier League, sondern auch die niedrigsten Transferausgaben dieses Sommers. Grund für beides sind die Probleme des Klubs aus Birmingham mit den Regeln zur Rentabilität und Nachhaltigkeit. Innenverteidiger und Nationalspieler Ezri Konsa (27) sagt, dass diese Regeln seinen Verein in diesem Transferfenster „gekillt“ haben.


Marktwert
Ezri Konsa
E. Konsa Innenverteidiger
45,00 Mio. €


„Ich verstehe es selbst nicht, aber von außen betrachtet sieht es nicht besonders gut aus. Ich weiß das, und ich weiß, dass es uns in dieser Transferperiode wirklich gekillt hat. Wir müssen nun mit dem zurechtkommen, was wir haben“, wird der englische Nationalspieler, der einen Marktwert von 35 Millionen Euro hat, von der „Times“ zitiert.



Diese Vorschriften besagen, dass Klubs über einen Zeitraum von drei Jahren keine Verluste von mehr als umgerechnet 121 Mio. Euro machen dürfen. Die Villans verbuchten im Jahresabschluss 2023/24 Verluste in Höhe von 99 Mio. Euro – nur Manchester United hatte mit 151 Mio. Euro mehr. Die Spielergehälter des in den letzten Jahren rasant gewachsenen Vereins verschlangen 91 Prozent des Umsatzes.


Aston Villas Aufstieg: Höhere Transferausgaben als FC Bayern


Seit dem Aufstieg 2019 kletterte der Kaderwert dank hoher Investitionen von 96 Mio. auf aktuell 547 Mio. Euro – den Höchstwert erreichte er im Sommer 2025 mit 656 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der Verein aus Birmingham zahlte seit 2019 860 Mio. Euro für Neuzugänge und leistete sich dabei ein Transferminus von 327 Mio. Euro – der FC Bayern investierte in dieser Zeit 827 Mio. Euro bei einem Transferminus von 267 Mio. Euro.



Nun war Sparen angesagt und so verkaufte man Jacob Ramsey für 45 Mio. Euro an Newcastle, dessen Ablöse zu 100 Prozent als Gewinn verbucht wird, da er aus der eigenen Jugend stammt. Sechs Spieler – darunter Leon Bailey (Roma) – wurden verliehen und bis zum Deadline Day kam lediglich Evann Guessand (Nizza) für 30 Mio. Euro (zu allen Villa-Transfers).



Auf die Frage, ob Konsa den ereignisreichen Deadline Day verfolgt hat, sagte er: „Das habe ich mir definitiv nicht angesehen. Es war hart, besonders für uns. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, Spieler zu verpflichten, deshalb habe ich mir den Deadline Day nicht angesehen. Gegen acht Uhr habe ich auf dem Twitter-Account von Aston Villa nachgeschaut, was passiert ist, und gesehen, dass wir drei Spieler verpflichtet haben, die wirklich gut sind und Premier-League-Erfahrung haben. Ich denke, das ist genau das, was wir gebraucht haben.“


Marktwert
Jadon Sancho
J. Sancho Linksaußen
18,00 Mio. €


Konsas Arbeitgeber nahm den vereinslosen Victor Lindelöf unter Vertrag und verpflichtete Jadon Sancho (Man United) und Harvey Elliott (Liverpool). Damit stieg der Kaderwert um 66 Mio. Euro und die Anzahl der Spieler von 20 auf 23 – die Villans stellen die kleinste Mannschaft der Premier League. Der Klub, der in der Vorsaison das Viertelfinale der Champions League erreicht hat und in diesmal in der Europa League startete, erwischte mit einem Punkt aus drei Partien einen schlechten Auftakt. „Wir wollen unter den ersten sechs, unter den ersten fünf bleiben. Wir wollen Champions-League-Fußball spielen. Ich war in den schlimmsten Zeiten bei Villa, daher weiß ich, wie schlimm es sein kann. Wir sind noch nicht am Ziel. Es sind erst drei Spiele gespielt“, so Konsa, der seit 2019 im Verein ist.


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snick snick 05.09.2025 - 15:15
Zitat von CrushBMG
Wo ist das Problem genau ? Dasselbe gilt überall wenn Heidenheim morgen 2 Spieler für 50 Mio holt um oben mitzuhalten sind sie tot weil sie das Geld nicht haben und würden einen Lizenzentzug riskieren daher kann Bayern und Dortmund aber trotzdem 2 Spieler a 50 Mio holen, da sie grösser reichweitenstärker sind usw. ich find das als Gladbacher auch nicht toll aber so ist das Leben, als Mittelfeld Club lebst du mit anderen Mitteln und baust mehr auf den Nachwuchs was mittlerweile in England auch immer weniger geschieht, im Gegenteil man packt sich die Akademien voll mit Toptalenten aus Europa und umgekehrt die englischen Talente werden in den unteren Ligen gross oder halt in Europa, siehe z.B. Sancho. Ein Mainoo könnte in fast jedem Team in Deutschland mitzocken bei Manu aber eben nicht. Das sind völlig normale Probleme denen kann man sich auch bei Villa annehmen was man ja auch tut, die leihen am Deadlineday waren etwas wenig aber man ist wieder konkurrenzfähiger.


Das "Problem" ist, das Villa so wie viele englische Vereine Milliardären gehört und die deswegen etwas eingebremst werden sollen. Das ist gerade mit Deutschland und der 50+1 Regel schwer zu vergleichen.
CrushBMG Borussia Mönchengladbach CrushBMG 05.09.2025 - 13:19
Wo ist das Problem genau ? Dasselbe gilt überall wenn Heidenheim morgen 2 Spieler für 50 Mio holt um oben mitzuhalten sind sie tot weil sie das Geld nicht haben und würden einen Lizenzentzug riskieren daher kann Bayern und Dortmund aber trotzdem 2 Spieler a 50 Mio holen, da sie grösser reichweitenstärker sind usw. ich find das als Gladbacher auch nicht toll aber so ist das Leben, als Mittelfeld Club lebst du mit anderen Mitteln und baust mehr auf den Nachwuchs was mittlerweile in England auch immer weniger geschieht, im Gegenteil man packt sich die Akademien voll mit Toptalenten aus Europa und umgekehrt die englischen Talente werden in den unteren Ligen gross oder halt in Europa, siehe z.B. Sancho. Ein Mainoo könnte in fast jedem Team in Deutschland mitzocken bei Manu aber eben nicht. Das sind völlig normale Probleme denen kann man sich auch bei Villa annehmen was man ja auch tut, die leihen am Deadlineday waren etwas wenig aber man ist wieder konkurrenzfähiger.
Smokesletsgo Bayer 04 Leverkusen Smokesletsgo 05.09.2025 - 11:43
Zitat von mr_jones
Zitat von Smokesletsgo

Zitat von mr_jones

Zitat von Smokesletsgo

Zitat von mr_jones

Zitat von Smokesletsgo

Zitat von mr_jones

Zitat von Smokesletsgo

Zitat von Reds1993

Zitat von Smokesletsgo

Tatsache ist aber doch - und das hab ich gerade auch schon gesagt - man sollte als Klub nunmal kein Geld ausgeben was man nicht einnimmt. Finde die Regel zu 100% richtig.
Klar, sie verhindert logischerweise nicht alles aber sie verhindert, dass ein Klub sich wirtschaftlich ins Chaos stürzt und so eine Blase in der Liga entsteht. (Ähnlich wie wir das im kleinen oft in den 4. Ligen erlebt haben) Da gelten jetzt auch strengere Regeln die das verhindern sollen.


Natürlich sind Regeln wichtig, niemand will Zahlungsunfähigkeiten von Vereinen. Aber es gäbe schon Möglichkeiten, das ganze fairer zu gestalten und nicht rein auf den Umsatz zu gehen. Sowohl in die eine Richtung (es gibt für alle Vereine dieselbe Obergrenze, unabhängig vom Umsatz, und dann dürfen halt die Topteams nur 40% des Umsatzes ausgeben, während die Kellerkinder 80% ausgeben dürfen) als auch in die andere Richtung (der Besitzer kann vor der Saison Geld auf ein Konto der Liga einzahlen, dieses Geld steht dem Verein dann über den Umsatz hinweg zur Verfügung, weil die Deckung dann ja gesichert ist)


Fänd ich ehrlich gesagt kein bisschen fair grins
Ich bin jetzt in der PL nicht so drin aber auf die BuLi bezoen hieße das ja: Hoffenheim darf 80% ausgeben während Frankfurt nur 40% ausgeben darf.
Sorry aber...nee grins


Man muss die Regel ja auch nicht auf die BuLi beziehen, da das absolut keinen Sinn macht, weil dort die finanzielle Schere nicht so riesig ist wie in der PL. Aber der Vorschlag von Reds macht schon Sinn, wenn man sich mit den Umsätzen beschäftigt. In der PL erzielen die Top 6 alle einen Umsatz in der Höhe von 600 bis 800 Millionen. Danach kommen Newcastle (380), West Ham (320) und Aston Villa (310). Der Rest ist noch weniger. Wenn die Topteams also weniger von ihrem Umsatz investieren dürften und die anderen etwas mehr, hätte man hier eine gewisse Balance. Würde die Big6 natürlich nie akzeptieren, sonst könnten andere Teams ja an deren Status kratzen.


Joa ich fänds auch nicht fair wenn Newcastle jetzt mehr investieren darf als andere.
Ich finde alle sollten sich an die gleichen Regeln halten müssen.


Es geht doch gar nicht um mehr Ausgeben als andere. Die Regel ist nicht fair in der aktuellen Auslegung. Wenigstens kassieren in England alle viel TV-Gelder, Clubs wie Nottingham Forest oder Burnley leben davon, weil sie die Haupeinnahmequelle ist und sie nebenbei nicht noch riesige Sponsoreneinnahmen kassieren. Und da die erlaubte Verlustgrenze am Umsatz nicht gekoppelt ist, können grosse Clubs eben viel mehr Geld für Spieler ausgeben, ohne die PSR-Regeln zu verletzen.

Heisst; Durch ihre Umsatzgrösse dürfen die Top-Clubs legal deutlich höhere Gehaltsstrukturen und Ablösen stemmen. Kleinere Clubs riskieren hingegen sofort PSR-Verstösse, wenn sie versuchen, mitzuhalten. Hat man ja zu Genüge gesehen in der Vergangenheit. PSR zementiert also den Status der Big6. Aber ja, total fair.


Das können sie auch realwirtschaftlich nicht.
Ich mein selbst wenn es diese Regel nicht gäbe sagt einem doch jeder Finanzberater und auch der gesunde Menschenverstand, dass du einfach auf Dauer nicht mehr ausgeben darfst als du einnimmst.

Trotzdem sagen: 120 Mio mehr Ausgaben als Einnahmen geht ist mehr als genug Flexibilität. Sorry aber wer damit nicht hinkommt der macht definitiv was falsch. Das ist dann auch kein nachhaltiges Wachstum - das ist dann einfach ne Blase und würde die Transferausgaben noch weiter explodieren lassen.


Hier spricht auch niemand davon, von mehr ausgeben als einnehmen. Darum hat Reds ja auch die Regel mit der prozuentalen Anteilen ins Spiel gebracht, um alle Vereine etwas näher auf eine Stufe zu stellen. Aber die tust du ja auch nur mit „ich finds nicht fair, wenn Newcastle prozentual mehr investieren darf“ ab.


Doch, ich hab über die bestehende Regel gesprochen. Du hast darauf geantwortet.

Und ja... Das ist einfach de facto was er gefordert hat: andere Prozentsätze.


Nein, de facto fordern das auch diverse Experten in England. Aber lassen wir das und machen hier einen Punkt.


ok...und? grins

Tatsache ist doch, dass ich genau das wiedergegeben habe was er gefordert hat.
Ich hab nur einfach ne andere Meinung dazu. Kannst du ja blöd finden und anders sehen aber bei dem Thema gibts nunmal unterschiedliche Ansichten.
Autor
axelB
Alexander Binder
TM-Username: axelB

Leiter der Redaktion, seit 2012 bei Transfermarkt.

Alle Beiträge des Autors
Ezri Konsa
Aston Villa
Ezri Konsa
Geb./Alter:
23.10.1997 (28)
Nat.:  England DR Kongo
Akt. Verein:
Aston Villa
Vertrag bis:
30.06.2028
Position:
Innenverteidiger
Marktwert:
45,00 Mio. €
Aston Villa
Gesamtmarktwert:
551,30 Mio. €
Wettbewerb:
Premier League
Trainer:
Unai Emery
Kadergröße:
26
Letzter Transfer:
Zion Suzuki
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