Trotz Transfers von Sancho & Elliott
Konsa: Die Finanzregeln haben Villa „gekillt“ – Niedrigste Ausgaben & kleinster Kader
©IMAGO
Aston Villa hat nicht nur den kleinsten Kader der Premier League, sondern auch die niedrigsten Transferausgaben dieses Sommers. Grund für beides sind die Probleme des Klubs aus Birmingham mit den Regeln zur Rentabilität und Nachhaltigkeit. Innenverteidiger und Nationalspieler Ezri Konsa (27) sagt, dass diese Regeln seinen Verein in diesem Transferfenster „gekillt“ haben.
„Ich verstehe es selbst nicht, aber von außen betrachtet sieht es nicht besonders gut aus. Ich weiß das, und ich weiß, dass es uns in dieser Transferperiode wirklich gekillt hat. Wir müssen nun mit dem zurechtkommen, was wir haben“, wird der englische Nationalspieler, der einen Marktwert von 35 Millionen Euro hat, von der „Times“ zitiert.
Diese Vorschriften besagen, dass Klubs über einen Zeitraum von drei Jahren keine Verluste von mehr als umgerechnet 121 Mio. Euro machen dürfen. Die Villans verbuchten im Jahresabschluss 2023/24 Verluste in Höhe von 99 Mio. Euro – nur Manchester United hatte mit 151 Mio. Euro mehr. Die Spielergehälter des in den letzten Jahren rasant gewachsenen Vereins verschlangen 91 Prozent des Umsatzes.
Aston Villas Aufstieg: Höhere Transferausgaben als FC Bayern
Seit dem Aufstieg 2019 kletterte der Kaderwert dank hoher Investitionen von 96 Mio. auf aktuell 547 Mio. Euro – den Höchstwert erreichte er im Sommer 2025 mit 656 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der Verein aus Birmingham zahlte seit 2019 860 Mio. Euro für Neuzugänge und leistete sich dabei ein Transferminus von 327 Mio. Euro – der FC Bayern investierte in dieser Zeit 827 Mio. Euro bei einem Transferminus von 267 Mio. Euro.
Nun war Sparen angesagt und so verkaufte man Jacob Ramsey für 45 Mio. Euro an Newcastle, dessen Ablöse zu 100 Prozent als Gewinn verbucht wird, da er aus der eigenen Jugend stammt. Sechs Spieler – darunter Leon Bailey (Roma) – wurden verliehen und bis zum Deadline Day kam lediglich Evann Guessand (Nizza) für 30 Mio. Euro (zu allen Villa-Transfers).
Auf die Frage, ob Konsa den ereignisreichen Deadline Day verfolgt hat, sagte er: „Das habe ich mir definitiv nicht angesehen. Es war hart, besonders für uns. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, Spieler zu verpflichten, deshalb habe ich mir den Deadline Day nicht angesehen. Gegen acht Uhr habe ich auf dem Twitter-Account von Aston Villa nachgeschaut, was passiert ist, und gesehen, dass wir drei Spieler verpflichtet haben, die wirklich gut sind und Premier-League-Erfahrung haben. Ich denke, das ist genau das, was wir gebraucht haben.“
Konsas Arbeitgeber nahm den vereinslosen Victor Lindelöf unter Vertrag und verpflichtete Jadon Sancho (Man United) und Harvey Elliott (Liverpool). Damit stieg der Kaderwert um 66 Mio. Euro und die Anzahl der Spieler von 20 auf 23 – die Villans stellen die kleinste Mannschaft der Premier League. Der Klub, der in der Vorsaison das Viertelfinale der Champions League erreicht hat und in diesmal in der Europa League startete, erwischte mit einem Punkt aus drei Partien einen schlechten Auftakt. „Wir wollen unter den ersten sechs, unter den ersten fünf bleiben. Wir wollen Champions-League-Fußball spielen. Ich war in den schlimmsten Zeiten bei Villa, daher weiß ich, wie schlimm es sein kann. Wir sind noch nicht am Ziel. Es sind erst drei Spiele gespielt“, so Konsa, der seit 2019 im Verein ist.
Hinweis:
Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du Transfermarkt als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.
Füge Transfermarkt hier als bevorzugte Quelle hinzu.