| Geburtsdatum | 08.12.1996 |
|---|---|
| Alter | 29 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,81m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Zentrales Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | SC Freiburg |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 53 | 6 | 1 | ||
![]() | Bundesliga | 34 | 3 | 1 | |
![]() | Europa League | 14 | 2 | - | |
![]() | DFB-Pokal | 5 | 1 | - | |
Maximilian Eggestein [8]
18.08.2021 - 17:51 Uhr
24.03.2026 - 19:01 Uhr
Zitat von Koelner_Keller
Klemens, mein Bezug zu diesem Verein, auch zu dieser Zeit, der damaligen Mannschaft, ist ein wenig ein anderer als bei vielen anderen Vereinsmitgliedern und Anhängern. Es ist nicht nur der rein sportliche Bezug, ich kam ja auch eher wie die Jungfrau zum Kinde zum SC, wurde mitgeschleppt, daraufhin mitgerissen.
Mich faszinieren die Geschichten dahinter, und davon bietet insbesondere die damalige Zeit jede Menge.
Zu der Saison 88/89 war ich bereits überzeugter Stadiongänger, zum damaligen Spiel wurde ich anlässlich meines Geburtstags eingeladen, deshalb ist es mir in guter Erinnerung.
Ja, Jogi kam spät, er kam für Klaus. Klaus und Charly, die alten Haudegen. Thomas kam auch, zwar nicht aus dem Kölner Keller, er ging jedoch später in die Kölner Botschaft. Udo... damals Dauerläufer, der Eggestein der damaligen Saison. Bereits im Studium, Architektur, so ganz nebenbei. Dimi, noch ganz jung, kam gerade erst zum SC, aus Pforzheim, ein gutes Pflaster.
Ein Jahr zuvor war einer der Helden meiner Kindheit verstorben, Hänschen Rosenthal. Anlass für mich seine Autobiografie zu lesen, "Zwei Leben in Deutschland". Zwei Leben war angesichts Hänschens Geschichte eigentlich krass untertrieben. Die schreckliche Zeit während der NS-Diktatur, vom Kinderheim über die Zwangsarbeit bishin zum Versteck in der Schrebergartenanlage und dem vollständigen Verlust der Familie. Später politisches Kabarett, Regieassistenz, Entertainer, Moderator... ja, und eben auch Fussball-Vereins-Präsident. Dutzende Leben in einem einzigen und aufgrund einer schrecklichen Krankheit viel zu kurzen.
Ich hatte die Autobiografie noch nicht beendet, da verpflichtete der SC einen jungen Deutsch-Türken. Er kam aus Berlin, eben von diesem Verein, der aus der Berliner Tennis - und Ping-Pong-Gesellschaft (welch toller Name) hervor ging, der TeBe Berlin, wo Rosenthal in den 60ern-70ern Präsident war: Mustafa Kurt. Ich fand das interessant, ausgerechnet aus dem Verein, welcher auch von Rosenthal geprägt wurde, aus dem Verein, der von vielen, vielen jüdischen Mitgliedern geprägt war, welche allesamt im Holocaust ihr Leben lassen mussten, kam ein junger Deutsch-Türke zu uns, während ich Rosenthal las. Für mich kam ein bisschen Hänschen nach Freiburg. Danach ging es für ihn weiter zu Fenerbahce. Großartig! TeBe, Freiburg, Fenerbahce! Aber er wäre nicht ein wenig Hänschen, wenn es das gewesen wäre: Zurück aus der Türkei nach Emmendingen, über diverse Berliner Vereine, der Krönung zum Torschützenkönig, gings wieder in den Breisgau, nach Endingen und dann zum FC, mit und unter Maxi, gemeinsam mit Spanring und dem Kanzler. Könige, Kanzler, alles dabei! Die Jungs hatten was erlebt, allesamt, aber nun gut, sie hatten Zeit, hatten kein Handy und kein Internet. Es war anders damals, und der SC in der damaligen Andersartigkeit noch einer von vielen, eigentlich ganz normal. Und irgendwann hat man verschlafen dem Lauf der Normalität zu folgen, verblieb ein wenig in vergangener Normalität, und wurde anders.
So wie Maxi, der auch etwas anders ist, angenehm normal. Wahrscheinlich läuft er deshalb auch unter dem Radar. Meinen weiteren Karriereplan für ihn habe ich ihm bereits vor zwei Jahren dargelegt. Ich denke er sieht es wie ich, wird sich meinen Vorschlag zu Herzen nehmen, und nach dem Ende seiner aktiven Karriere der neue Alfred werden. Der Job des Greenkeepers ist wie für ihn gemacht. Er kann tagein, tagaus über den Rasen rasen, von früh bis spät. Er kann wie gewohnt seine Arbeit machen, sich rein knieen, es wird kaum jemandem auffallen, das große Rampenlicht bleibt ihm erspart. Und es wird wie bisher sein, nur wenn er dann mal ausfällt, der grüne Daumen gebrochen, dann werden wir es merken, dann läuft der Ball im Freiburger Spiel nicht mehr so gut nach vorn, das hohe Gras, der stumpfe Rasen, so wird es nix damit den Ball nach vorn zu tragen. Aber spätestens am nächsten Spieltag wird er wieder da sein, der Rasen frisch gemäht und gewässert, und dann läuft er wieder, der Ball, und das Spiel wieder rund.
Ich bin mir auch deshalb sicher, dass er's macht, weil ich ihm versprochen habe seine zweite Liebe unterschwellig mit ins Spiel zu bringen: Er darf strahlendweisses Calciumcarbonat aufs satte Grün aufbringen, als kleine Hommage an seinen Jugendverein. Es ist eine göttliche Fügung, ich sag nur "Egge"! Wer ein landwirtschaftliches Bodenbearbeitungsgerät mit Zinken oder Scheiben im Namen trägt, muss Greenkeeper werden. Der Fußballgott will es so!
Klemens, mein Bezug zu diesem Verein, auch zu dieser Zeit, der damaligen Mannschaft, ist ein wenig ein anderer als bei vielen anderen Vereinsmitgliedern und Anhängern. Es ist nicht nur der rein sportliche Bezug, ich kam ja auch eher wie die Jungfrau zum Kinde zum SC, wurde mitgeschleppt, daraufhin mitgerissen.
Mich faszinieren die Geschichten dahinter, und davon bietet insbesondere die damalige Zeit jede Menge.
Zu der Saison 88/89 war ich bereits überzeugter Stadiongänger, zum damaligen Spiel wurde ich anlässlich meines Geburtstags eingeladen, deshalb ist es mir in guter Erinnerung.
Ja, Jogi kam spät, er kam für Klaus. Klaus und Charly, die alten Haudegen. Thomas kam auch, zwar nicht aus dem Kölner Keller, er ging jedoch später in die Kölner Botschaft. Udo... damals Dauerläufer, der Eggestein der damaligen Saison. Bereits im Studium, Architektur, so ganz nebenbei. Dimi, noch ganz jung, kam gerade erst zum SC, aus Pforzheim, ein gutes Pflaster.
Ein Jahr zuvor war einer der Helden meiner Kindheit verstorben, Hänschen Rosenthal. Anlass für mich seine Autobiografie zu lesen, "Zwei Leben in Deutschland". Zwei Leben war angesichts Hänschens Geschichte eigentlich krass untertrieben. Die schreckliche Zeit während der NS-Diktatur, vom Kinderheim über die Zwangsarbeit bishin zum Versteck in der Schrebergartenanlage und dem vollständigen Verlust der Familie. Später politisches Kabarett, Regieassistenz, Entertainer, Moderator... ja, und eben auch Fussball-Vereins-Präsident. Dutzende Leben in einem einzigen und aufgrund einer schrecklichen Krankheit viel zu kurzen.
Ich hatte die Autobiografie noch nicht beendet, da verpflichtete der SC einen jungen Deutsch-Türken. Er kam aus Berlin, eben von diesem Verein, der aus der Berliner Tennis - und Ping-Pong-Gesellschaft (welch toller Name) hervor ging, der TeBe Berlin, wo Rosenthal in den 60ern-70ern Präsident war: Mustafa Kurt. Ich fand das interessant, ausgerechnet aus dem Verein, welcher auch von Rosenthal geprägt wurde, aus dem Verein, der von vielen, vielen jüdischen Mitgliedern geprägt war, welche allesamt im Holocaust ihr Leben lassen mussten, kam ein junger Deutsch-Türke zu uns, während ich Rosenthal las. Für mich kam ein bisschen Hänschen nach Freiburg. Danach ging es für ihn weiter zu Fenerbahce. Großartig! TeBe, Freiburg, Fenerbahce! Aber er wäre nicht ein wenig Hänschen, wenn es das gewesen wäre: Zurück aus der Türkei nach Emmendingen, über diverse Berliner Vereine, der Krönung zum Torschützenkönig, gings wieder in den Breisgau, nach Endingen und dann zum FC, mit und unter Maxi, gemeinsam mit Spanring und dem Kanzler. Könige, Kanzler, alles dabei! Die Jungs hatten was erlebt, allesamt, aber nun gut, sie hatten Zeit, hatten kein Handy und kein Internet. Es war anders damals, und der SC in der damaligen Andersartigkeit noch einer von vielen, eigentlich ganz normal. Und irgendwann hat man verschlafen dem Lauf der Normalität zu folgen, verblieb ein wenig in vergangener Normalität, und wurde anders.
So wie Maxi, der auch etwas anders ist, angenehm normal. Wahrscheinlich läuft er deshalb auch unter dem Radar. Meinen weiteren Karriereplan für ihn habe ich ihm bereits vor zwei Jahren dargelegt. Ich denke er sieht es wie ich, wird sich meinen Vorschlag zu Herzen nehmen, und nach dem Ende seiner aktiven Karriere der neue Alfred werden. Der Job des Greenkeepers ist wie für ihn gemacht. Er kann tagein, tagaus über den Rasen rasen, von früh bis spät. Er kann wie gewohnt seine Arbeit machen, sich rein knieen, es wird kaum jemandem auffallen, das große Rampenlicht bleibt ihm erspart. Und es wird wie bisher sein, nur wenn er dann mal ausfällt, der grüne Daumen gebrochen, dann werden wir es merken, dann läuft der Ball im Freiburger Spiel nicht mehr so gut nach vorn, das hohe Gras, der stumpfe Rasen, so wird es nix damit den Ball nach vorn zu tragen. Aber spätestens am nächsten Spieltag wird er wieder da sein, der Rasen frisch gemäht und gewässert, und dann läuft er wieder, der Ball, und das Spiel wieder rund.
Ich bin mir auch deshalb sicher, dass er's macht, weil ich ihm versprochen habe seine zweite Liebe unterschwellig mit ins Spiel zu bringen: Er darf strahlendweisses Calciumcarbonat aufs satte Grün aufbringen, als kleine Hommage an seinen Jugendverein. Es ist eine göttliche Fügung, ich sag nur "Egge"! Wer ein landwirtschaftliches Bodenbearbeitungsgerät mit Zinken oder Scheiben im Namen trägt, muss Greenkeeper werden. Der Fußballgott will es so!
Ach, Du wurdest "mitgerissen" .. Das ist ja furchtbar .. 😕 .. Geht ja schon gut los..
Nein also wirklich, die Lektüre von Deiner Fußballgeschichte aus dem Leben, das fasziniert mich kollosal. Einerseits die realen Fußballdaten wie aus der Statistikfibel. Dann der autobiographische Dalli-Dalli Einschub, ich wußte nicht, dass er Fußballpräsident war.
Und dann internationale Verflechtungen. Dann gibt es Stellen, denen traut man nicht so ganz. Aber siehe da, es passt. Eine großartige Schreibe. Du hast mich verzaubert!
Zitat von Haupttribuene
@BOMBER 😂 Meine Partnerin und ich haben soeben Dein „Gespräch“ mit Maxi Eggestein „gelesen“ und dabei Tränen gelacht 😂 Herzlichen Dank dafür!
@BOMBER 😂 Meine Partnerin und ich haben soeben Dein „Gespräch“ mit Maxi Eggestein „gelesen“ und dabei Tränen gelacht 😂 Herzlichen Dank dafür!
Die Haupttribüne hat mich schonmal gelobt, damals
anläßlich von unserem Pokalendspielbericht. Danke, hab´s nicht vergessen !
=======================================================================
Äh,
Sacha Glunk find ich auch stark.
Weil : Spontan, zack-zack-bitte, und auf jedem Bild fröhlicher !
25.03.2026 - 02:53 Uhr
Zitat von -Bomber-
Die Haupttribüne hat mich schonmal gelobt, damals
anläßlich von unserem Pokalendspielbericht. Danke, hab´s nicht vergessen !
=======================================================================
Äh,
Sacha Glunk find ich auch stark.
Weil : Spontan, zack-zack-bitte, und auf jedem Bild fröhlicher !
Die Haupttribüne hat mich schonmal gelobt, damals
anläßlich von unserem Pokalendspielbericht. Danke, hab´s nicht vergessen !
=======================================================================
Äh,
Sacha Glunk find ich auch stark.
Weil : Spontan, zack-zack-bitte, und auf jedem Bild fröhlicher !
Da sind ja auch schöne Sachen dabei, und ich find´s gut, wenn auch die kleineren Plattformen mit SC-Bezug ein wenig Aufmerksamkeit bekommen. Unser Verein ist bunt, und wenn die Herangehensweisen sich mit diesem zu beschäftigen genauso vielfältig sind, ist das umso schöner.
Die Synthese von Fussball und Musik gefällt mir persönlich übrigens auch.
Apropos Synthese/Zusammenspiel, Geschichten dahinter... und um den Bogen zurück zu Maxi zu spannen. Er bekam ja auch ein wenig SC-Gene, zwar nicht mit der Muttermilch verabreicht, aber über den Vater mit in die Wiege gelegt, welcher unter Volker neben unseren Aufstiegshelden Thomas Vogel, Stefan Beneking und Jens Todt spielte.
25.03.2026 - 10:50 Uhr
Zitat von Koelner_Keller
. .. Text ...
Die Synthese von Fussball und Musik gefällt mir persönlich übrigens auch...
. .. Text ...
Die Synthese von Fussball und Musik gefällt mir persönlich übrigens auch...
Ach, danke der Worte. Das ist ja hocherfreulich. Havelse, Finke, Eggestein.
So klein ist die Welt..
(Da bin ich ja noch stolzer auf die „Eggestein Session“) 👋
15.05.2026 - 07:57 Uhr
ich bin hier eigentlich nur stiller Mitleser, aber die erbrachte Leistung von Maxi Eggestein diese Saison, hat mich mal wieder dazu bewogen hier im Forum etwas zu posten.
Mit bisher insgesamt 51 Spielen und 4.613 Spielminuten über alle Wettbewerbe hinweg, ist das schon eine unfassbare und außergewöhnliche Leistung.
Laut Kicker-Statistik ist er nach dem 33 Spieltag der Bundesligaspieler mit der höchsten Laufleistung (394,55 km).
Er hat diese Saison nur ein Spiel wegen einer Rotsperre verpasst.
Alleine diese Zahlen machen ihn für mich zum Spieler der Saison beim SCF!
Mit bisher insgesamt 51 Spielen und 4.613 Spielminuten über alle Wettbewerbe hinweg, ist das schon eine unfassbare und außergewöhnliche Leistung.
Laut Kicker-Statistik ist er nach dem 33 Spieltag der Bundesligaspieler mit der höchsten Laufleistung (394,55 km).
Er hat diese Saison nur ein Spiel wegen einer Rotsperre verpasst.
Alleine diese Zahlen machen ihn für mich zum Spieler der Saison beim SCF!
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Deutschland



