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Medienkritik: Hertha BSC

22.01.2006 - 22:31 Uhr
Es ist ja sicher allen schona ufgefallen, dass Hertha Bundesweit selten im positiven Licht dargestellt wird. Nun frage ich mich wieso? Erst hab ich überlegt, dass man ja meist nur mit negativen Nachrichten Sachen verkaufen kann, aber andererseits werden Vereine wie der HSV odewre Werder grundsätzlich in den Himmel gelobt.
Desweiteren werden offensichtlich wirklich nur die negativen sachen herausgestellt und die guten unterschlagen. Ein richtig gutes Beispiel ist die Einschätzung von Sport1, die ich im nächsten Post anfügen werde. da wird nur von den 2 Testspielniederlagen berichtet und dadurch darauf geschlossen, dass die Vorbereitng eine einzige Katastrophe war, aber solche Spiele wie gegen malaga (glaub so hieß doch der spanische verein) oder das sensationelle Hallenturnier oder die strabdspielchen und sowas werden nicht erwähnt. Genauso die pseudoabwanderungsgerüchte um Marcello und Gilberto. Und das war nur exemplarisch. Ja gut, wir haben keine Lobby, aber wieso? Wir spielen doch nun seit fast 10 Jahren nahezu kontinuierlich unter den ersten 5 der Liga mit und das hat soweit nur der fC Bayern auch geschaft und vor allem wir als damaliger Aufsteiger. Besonders intressant ist dann die Analyse der Ziele. da wir ja angeblich nur die CL als Ziel ausgegeben haben. aber wir werden natürlich weil alles nur mies bei uns ist, eigentlich wie bei einem Absteiger nur den UEFA Cup erreichen.
Ich versteh da langsam die Welt nicht mehr. Ich fand es sehr sympatisch wie Hans Meyer im die Reporter herunterputzt, wenn sie nur oberfläschliche Kritik an Hertha in seinem beisein äußern, aber leider wird so etwas nie registriert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 24.08.2013 um 14:24 Uhr bearbeitet
Medienkritik: Hertha BSC |#1
22.01.2006 - 22:32 Uhr
Schlechte Stimmung in der Hauptstadt

Dieter Hoeneß (l.) war nur selten zufrieden mit den Leistungen der Hertha

München - Hertha BSC hinterließ in der Hinrunde nur wenig bleibende Eindrücke.

Nach nur selten überzeugenden Leistungen findet sich die Mannschaft von Coach Falko Götz zwar in der oberen Tabellenregion wieder.

Doch eigentlich waren die Ansprüche vor der Saison höher, als es die 26 Punkte und Rang fünf vermuten lassen.

Mangelnde Konstanz

Das Ziel der "Alten Dame" ist die Champions-League. Doch der Rückstand auf Platz drei beträgt nach 17 Spieltagen schon zehn Zähler.

Für den Einzug in die "Königsklasse" fehlt den Berlinern die Konstanz. Nur einmal gelang es der Mannschaft, zwei Ligaspiele hintereinander zu gewinnen. Zudem macht die Hertha keine "Big Points" - gegen die ersten sieben Mitkonkurrenten in der Tabelle gelang kein einziger dreifacher Punktgewinn.

Den sportlichen Tiefpunkt des Jahres 2005 erreichte Hertha kurz vor Weihnachten, als das Team im Pokal nach einer 3:4-Niederlage gegen den Regionalligisten FC St. Pauli die Segel streichen musste.

Aufsatz-Aufgabe für müde Profis

Manager Dieter Hoeneß war nach dem Spiel über die Einstellung seiner Spieler so enttäuscht, dass er ihnen in der Winterpause eine "Aufsatz-Aufgabe" aufbrummte.

Die Profis sollten sich zu einer zweigeteilten Frage äußern. "Erstens: Was bedeutet mir der Verein Hertha BSC Berlin? Zweitens: Was kann jeder Einzelne machen, damit es dem Klub besser geht?"

Im Uefa-Pokal stehen die Berliner immerhin gegen Rapid Bukarest in der dritten Runde. Doch auch hier bekleckerten sich die Herthaner nicht gerade mit Ruhm: in vier Spielen kam man auf ein einziges Törchen, das noch dazu von einem Gegenspieler erzielt wurde.

Kein Geld für Verstärkungen

Und die hohe Schuldenlast des Vereins trägt ebenfalls nicht zu einer entspannten und zufriedenen Lage bei.

Insgesamt drücken den zweimaligen Deutschen Meister Schulden von 35,2 Millionen Euro, davon 17,7 Millionen Euro kurzfristige Verbindlichkeiten bei Banken.

In der Winterpause fehlte daher auch das Geld für namhafte Verstärkungen. Stattdessen verließ der notorisch erfolglose Angreifer Artur Wichniarek (nur vier Tore in 44 Spielen) die Hertha in Richtung Arminia Bielefeld.

Vorbereitung alles andere als optimal

Viel Arbeit also vor dem Rückrundenauftakt zuhause gegen Hannover 96 für Hoeneß und Götz. Doch die Vorbereitung lief alles andere als optimal. Nach einer Niederlage gegen Zweitliga-Kellerkind Kickers Offenbach setzte es auch im letzten Test gegen Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg eine herbe 2:5-Packung.

"Das war unterirdisch, darüber müssen wir noch reden", schimpfte Kapitän Arne Friedrich. "Wenn ich das mit unseren Leistungen aus der Vorsaison vergleiche, liegen Welten dazwischen."

Wechselgerüchte um Führungsspieler

Zusätzlich belasten Wechselgerüchte die Stimmung. Marcelinho, mit 18 Treffern der Toptorschütze der Berliner in der letzten Saison, knüpft schon mal zarte Bande in Richtung Ruhrpott.

"Schalke 04 würde mich reizen. Das Stadion ist super, die Stadt ist schön, und mein Freund Lincoln spielt dort", sagte der 30 Jahre alte Hertha-Spielmacher. Auch um Marcelinhos Landsmann Gilberto sowie Sturmkollege Nando Raffael ranken sich Wechselspekulationen.

Im Falle von Josip Simunic bereitet sich das Management schon auf einen Abgang vor. Der Kroate, der mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht wird, ließ ein Angebot des Vereins zur Vertragsverlängerung verstreichen.

Hoffnungen ruhen auf Bastürk

Einige Hoffnungsschimmer gibt es aber doch in der Hauptstadt. Vor allem die ansteigende Formkurve von Mittelfeldspieler Yildiray Bastürk macht den Hertha-Fans Mut.

Nach seiner Verletzungspause kommt der quirlige türkische Nationalspieler immer besser in Fahrt und sorgt für Belebung im Offensivspiel.

Außerdem reift in Berlin eine begabte junge Spielergeneration um Kevin-Prince Boateng (18 Jahre), Solomon Okoronkwo (18) oder Ashkan Dejagah (19) heran. Allerdings fielen die drei auch schon mehrfach durch Unbeherrschtheiten auf dem Platz auf.

Sport1-Prognose:

Die Stimmung in der Mannschaft scheint trotz der Beteuerungen von Hoeneß und Götz nicht die beste zu sein. Dafür sprechen auch die Wechselambitionen einiger Leistungsträger. Die jungen Wilden brauchen noch einige Eingewöhnungszeit, um dauerhaft konstante Leistungen zu bringen.

Dennoch verfügt der Kader über ausreichende Qualität, um sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Sollten die Herthaner allerdings nicht noch irgendein Geheimrezept bereithalten, springt am Saisonende wieder mal nur der Uefa-Cup raus.


www.sport1.de
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Exsample am 22.01.2006 um 22:35 Uhr bearbeitet
Medienkritik: Hertha BSC |#2
22.01.2006 - 22:42 Uhr
Ich hab dazu noch den Schuldenaspekt vergessen, der ja inzwischen in jedem beitrag der medien erwähnung findet. Die besonders kreativen fügen den 35,2 mios dann noch die 17 kurzfristigen explizit hinzu. Das hat ja nix mehr mit realismus zu tun, wenn man das immer berichtet, wenn ein verein sich dazu entschlossen hat mit weniger risikofreude zu handeln. es gibt immerhin genügend andere vereine, die einen anderen weg gehen. nur das beispiel dortmund, dass ja inzwischen in den medien als voll saniert dasteht, obwohl das defizit gerad mal wieder gestiegen ist.
Es nervt mich halt nur noch, weil es ja auch so viele tolle aspekte an unserer hertha gibt wie unsere boatengs oder fathis, die uns doch so viel freude machen, aber solche sachen werden nur, wenn überhaupt, in nebensätzen erwähnt
Medienkritik: Hertha BSC |#3
22.01.2006 - 22:44 Uhr
hab ich auch gerade gelesen und mir das gleiche gedacht. so wie es dort dargestellt wird wäre selbst der uefa cup utopisch
der hsv und schalke haben schuldenberge, die doppelt so hoch hsind wie unsere, warum wird das nie erwähnt?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von cheffe am 22.01.2006 um 22:45 Uhr bearbeitet
Medienkritik: Hertha BSC |#4
22.01.2006 - 23:08 Uhr
und den Vogel schießt, wie ich gerade seh, die Bildzeitung ab und setzt uns bei ihrer aktuellen Formtaballe auf den letzten Platz der Bundesliga. Wenn das nicht Klasse journalistisch erforscht wurde. Nach zu sehen bei www.bild.de
Medienkritik: Hertha BSC |#5
24.01.2006 - 01:17 Uhr
>Ansonsten ist es halt das übliche Getue, eine latente Aversion
>gegen die Hauptstadt sowie Schadenfreude, weil sich der Verein
>anspruchsvolle Ziele gesezt hat und diese bisher nicht
>erreichte..

Dieser Satz bringt es auf den Punkt.

Die Leistungen und Erfolge, die die Hertha in den Jahren seit dem Wiederaufstieg errungen hat, werden in der Öffentlichkeit nicht mit der nötigen Ersthaftigkeit wahrgenommen. Weil es eben - salopp formuliert: "nur" Berlin ist.
Ohne Zweifel kommt bei der Hertha der "Hauptstadt-Bonus" zum Tragen. Nur mit welchem Gewicht ist die Frage. Und so habe auch ich das Gefühl, die Helden-Stories sind in den Medien nicht aus so einem Hintergrund gestrickt. Weswegen Hertha BSC oft stiefmütterlich behandelt und dargestellt wird.

Andere Teams können in der Öffentlichkeit einfach lebhafter und markanter verkauft werden. Mainz 05 zum Beispiel. In der Zweiten Liga mehrmals fast schon tragisch ganz knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt. Spielen einen prickelnden Fußball, mit eigener Philosophie und besitzen einen Trainer mit außergewöhnlichem Profil. Ist doch klar, dass dort das Postive sogar noch komprimiert wird.

Wobei man sagen muss, dass auch ein Mann wie Dieter Hoeneß einen erheblichen Teil zur (negativen) Außendarstellung der "alten Dame" beigetragen hat bzw. immer noch beiträgt.
Mitunter fast schon so bissig wie ein Isegrim verteidigt Hoeneß seinen Verein schon mal in den Medien. Das seit Jahren. Auch wenn das Anspruchsdenken vielleicht sogar berechtigt ist, so etwas brennt sich bei Journalisten ein und automatisiert sich bei Presse und Medien.
Und hier ist es dann genau umgekehrt, wie mit den Rheinland-Pfälzern. Sobald Anspruch und Wirklichkeit im Geringsten auseinander klaffen, bekommt die Oberfläche einen neuen Anstrich. Da sich das nicht nur anbietet, sondern auch Steilvorlagen gespielt wurden.

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"Längst vergessene Fußballspieler" - Teil einhundertsiebzehn, heute:

Markus Wuckel (*05.04.1967)

• 125 × DDR-Oberliga/48 Tore
• 43 × 2. Bundesliga/7 Tore

Geburtsort: Blankenburg + Stationen (u.a.): Stahl Brandenburg (bis 1985) + 1.FC Magdeburg (85-91) + 1.SC Göttingen 05 (91/92) + VfB Oldenburg (92/93) + Arminia Bielefeld (93-95) + Rot-Weiß Essen (95/96) + VfB Leipzig (96/97) + 1.FC Saarbrücken (97/98) + 4 Länderspiele für die DDR + Aktuell: Trainer Arminia Bielefeld (Frauen)
Medienkritik: Hertha BSC |#6
24.01.2006 - 23:11 Uhr

>Ich sag ja nicht daß ein Konkurrent-Fan uns was gönnen soll,
>sondern bspw. mal durch positive Berichterstattung (gerade von
>den Medien in Berlin die ihr übriges tun daß wir bundesweit so
>blöd dastehen), in etwa: wenns bei Hertha schlecht läuft sind
>alle wohlauf, wenn's gut läuft ist das normal und nicht
>erwähnenswert.

dazu fällt mir doch glatt dieser blöde Spruch ein:

Was ist das größte Kompliment was ein Berliner geben kann?

Es gibt nichts zu meckern!
Medienkritik: Hertha BSC |#7
25.01.2006 - 00:05 Uhr
>>> also woran liegt die schlechte Stimmung bei uns? (als Hertha-Fan kann ich das kaum beurteilen und ich würd gern mal eine ernsthafte Meinung eines "Aussenstehenden" hören). <<<

Ich denke, dass die Berliner in der Öffentlichkeit immer so ein bisschen "bieder" rüberkommen, liegt einfach daran, dass man sehr lange Zeit weg vom Fenster war. Das kurze Gastspiel Anfang der 90er Jahre mal ausgeklammert, haben die Berliner eine rund zwanzig Jahre dauernde Abstinenz zu verzeichnen. In dieser Zeit konnte sich einfach nichts entwickeln.
Als die Hertha dann erst aufstieg und ruckzuck sogar Europas Eliteklasse verzückte, konnte die "alte Dame" natürlich flugs wieder die Herzen der Hauptstadt erobern. So hat sich, meiner Meinung nach, zwar das Stadion gefüllt, jedoch keine richtige Fankultur gebildet.

Die zwanzig unterklassigen Jahre, haben schlicht zu große Lücken hinterlassen. Da man in Berlin stets den Vorwurf bekam, dass ein Hauptstadt-Klub; und denn auch noch die Hauptstadt aus dem europäischen Land, mit den meisten Einwohnern; im Oberhaus mitspielen muss, konnte man sich selbst mit Darbietungen, die über die Leistungsgrenze hinaus gingen, nicht anfreunden. So etwas schafft natürlich eine ganz andere Atmosphäre und ein disharmonisches Vereinsklima. Und wie kann man damit Begeisterung wecken!?

Eigentlich so ziemlich alle Vereine, die für ihre leidenschaftlichen Anhänger gelobt werden, haben irgendwann einmal unerwartet gute Zeiten erlebt.
Mönchengladbach zum Beispiel, in den 70er Jahren. Je überraschender Ergebnisse, positive Ergebnisse, erzielt werden, desto höher einfach die Freude und Begeisterung. Und so etwas steckt an. Genauso K'lautern in den 50er Jahren, mit den ganzen Weltmeistern.


Berlin müsste mal etwas neues, außergewöhnliches wagen, um an Profil zu gewinnen. Es ging in der Spree-Metropole in den letzten Jahren ja fast schon "steril" zu. Minutiös wurde der Aufstieg in die Top-Klasse Europas geplant, ohne Nebengeräusche, so rational wie möglich. Immer mit dem Beisatz garniert: "Wir als Hauptstadt der Bundesrepulik, müssen über kurz oder lang ganz oben mitspielen". Diese Maßnahmen verliehen der Hertha kalte Gesichtszüge und straffe Konturen. Da liegt es einfach in der Natur der Sache, dass dies in der Öffentlichkeit argwöhnisch betrachtet wird. Und Argwohn ist meilenweit von Harmonie und Leidenschaft enfernt ...

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"Längst vergessene Fußballspieler" - Teil einhundertsiebzehn, heute:

Markus Wuckel (*05.04.1967)

• 125 × DDR-Oberliga/48 Tore
• 43 × 2. Bundesliga/7 Tore

Geburtsort: Blankenburg + Stationen (u.a.): Stahl Brandenburg (bis 1985) + 1.FC Magdeburg (85-91) + 1.SC Göttingen 05 (91/92) + VfB Oldenburg (92/93) + Arminia Bielefeld (93-95) + Rot-Weiß Essen (95/96) + VfB Leipzig (96/97) + 1.FC Saarbrücken (97/98) + 4 Länderspiele für die DDR + Aktuell: Trainer Arminia Bielefeld (Frauen)
Medienkritik: Hertha BSC |#8
07.02.2006 - 10:56 Uhr
Chance zum Neuanfang

Von Horst Bläsig

Das verbale Nachtreten zeugte von geringem Respekt. Hertha BSC wolle doch sowieso niemand mehr sehen, polterte Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer nach dem Bundesliga-Duell beider Klubs. Der Vereinsboß machte den Gast aus Berlin für die Minuskulisse in der Commerzbank-Arena verantwortlich. Unfair und allemal überzogen mag die Schuldzuweisung gewesen sein, aber sie paßt in das Stimmungsbild. Zur Zeit steht es schlecht um das Ansehen und die öffentliche Wahrnehmung von Hertha im Land. Leidenschafts- und geräuschlos quält sich die Mannschaft von Trainer Falko Götz durch die Liga und den Uefa-Cup. Die zumeist unansehnlichen Auftritte der vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen. Obwohl noch immer Fünfter, hat Hertha die Fußball-Show längst anderen, selbst weitaus schlechter plazierten Klubs überlassen. Und die wechselnden Frisuren von Marcelinho reichen nicht mehr als Farbtupfer, wirken eher peinlich, wenn die Leistung nicht stimmt. Heute jedoch kann sich alles schlagartig ändern. Im Spiel gegen den alten und wohl auch neuen Meister FC Bayern bietet sich den Blau-Weißen die große Chance, das eigene Image zu verbessern. Die Fußball-Nation schaut auf Berlin. Und sie würde mit Sicherheit respektvoll den Hut vor Hertha ziehen, wenn mit einem Sieg über das Ausnahmeteam der Liga ein Rest Spannung im Titelkampf erhalten bliebe.

Berliner Morgenpost

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2000 Vereine, 145 Erst- und Zweit- Bundesligisten, Sportstadt Berlin. Berlin, die größte Sportmetropole Europas, die zweitgrößte der Welt hinter Melbourne.

Hertha BSC: Die Realität ist ein Spezialfall des Möglichen.

Medienkritik: Hertha BSC |#9
18.02.2006 - 10:24 Uhr
Peinliche Selbstdarstellung von Hertha BSC auf eigener Homepage:

Zu den Medienberichten vom 17.02.06

So sehe ich das:

Verliert Hertha, weint Berlin. Der Klub und diese Stadt, das ist Liebe… Aber auch Verliebte dürfen enttäuscht sein! Mir kommen echt die Tränen. Ein Hertha-Wut-Telefon. Ich soll anrufen, damit Hertha wieder nach oben kommt. Feinsinnig. Wir sind da, wir helfen, wir können Hertha retten.

Jetzt ist die Krise da. ENDGÜLTIG! Eine Krise, die ja so ganz anders ist als in der Saison 2003/2004. Damals ging’s ans Eingemachte, um Abstieg oder nicht. Auch um den simplen Fakt, ob Journalisten mit dem Team sportlich absteigen in die Zweite Liga. Fürth und Aachen statt Schalke und Bayern. Damals musste man doch helfen, Berlin aktivieren. Und dann waren wir doch alle Retter!

Die Krise heute ist viel bequemer. Platz fünf bedeutet schlicht: Heute kann ich draufhauen, die Krise beschleunigen, sämtliche Mütchen kühlen, die mich schon lange piesacken. Jetzt, wo es – laut Mail, Briefen, Anrufen und total repräsentativen Foren – so opportun erscheint, darf ich doch nicht kuscheln. Jetzt muss ich Stimmung spiegeln, dem Volk aufs Maul schauen. Vor allem, es machen ja alle Kollegen mit. Super, vor allem, weil es Hertha gegen Schalke oder Bayern auch in der nächsten Saison noch geben wird.

Menschen werden an den Pranger gestellt, Entscheidungsträger diskreditiert, auch Teams verunsichert. Kein Problem, die Krise muss ja weiter gehen, auch morgen muss Stoff her.

Ach so, nein, Verliebte dürfen ja enttäuscht sein. Und überhaupt, ich könnte ja auch mal anrufen, damit es Hertha besser geht…

Polemik? Ja, Polemik! Aber eben auch mit voller Absicht.

PeB/Öffentlichkeitsarbeit/HERTHA BSC

Das fanden wir amüsant…

Nach wie vor stehen Spieler, wie Artur Wichniarek oder auch Nando Rafael, die uns mittlerweile längst verlassen haben, sowohl in Foren, aber auch in manchen Medien sehr hoch im Kurs. Sie beide kamen zu uns mit großen Meriten, von beiden hatten wir uns viel versprochen. Aber die Quoten beider (Wichniarek: 44 Spiele, 4 Tore; Nando: 70 Spiele/16 Tore) blieben unbefriedigend. Dass beide von sich aus – und dies schon lange – den Verein verlassen wollten, bleibt unbeachtet

…und das nicht!

Berlin hat 3,4 Millionen Einwohner. Der Zuschauerschnitt von HERTHA BSC im Stadion lag in der vergangenen Saison bei rund 46.000. HERTHA BSC hat 13.250 Mitglieder. Im HERTHA-Forum sind rund 4700 User verzeichnet, rund 60 sind Wortführer - Mehrheit ist etwas anderes. In Berlin und Brandenburg werden täglich rund 900.000 Zeitungen verkauft. In einem Blatt standen 16 negative Leserbriefe auf Seite 1 - repräsentativ ist auch hier etwas anderes.



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2000 Vereine, 145 Erst- und Zweit- Bundesligisten, Sportstadt Berlin. Berlin, die größte Sportmetropole Europas, die zweitgrößte der Welt hinter Melbourne.

Hertha BSC: Die Realität ist ein Spezialfall des Möglichen.

Medienkritik: Hertha BSC |#10
18.02.2006 - 12:14 Uhr
Klar sind immer die anderen schuld. Nicht Dieter Hoeneß, der beim Zusammenkaufen der Mannschaft so viel falsch gemacht hat, dass er nun gar nicht mehr richtig agieren kann und mit dem Leben muss, was ihm andere Clubs leihen und was ihm die Akademie liefert ... Auch der Coach kann natürlich nix dafür, dass immer mehr Spieler immer weniger bereit sind, für Hertha einen Zweikampf zu gewinnen oder einen Mitspieler anzuspielen.

Schuld ist die Presse, die die Granaten Luizao, Bobic usw. so lange in Grund und Boden geschrieben haben, bis die nicht mehr zu haltn waren. Und die Fans, die erst nicht ins Stadion kommen und dann dort auch noch schlechte Stimmung machen ... di ehaben doch so lange Marx raus gerufen bis der Coach gar nicht mehr anders konnte als ihn öffentlich runterzuputzen ...

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Der Zweck von Taktik ist es, attraktiven Fußball zu unterbinden.
Phrasenstatus für "unfassbar" und "erschreckend schwach" ;)

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