Sammelsurium

NFL - The biggest and most thrilling league worldwide

14.03.2014 - 01:25 Uhr
Zitat von wacken
Zitat von Ploppi76

Aber ist es deshalb richtig? Warum ist der Positional Value - Ansatz aus der Zeit gefallen?


Wer sagt denn, dass der Ansatz aus der Zeit gefallen ist?

Zitat von roterTom

Ich persönlich glaube, dass dieser Positional-Value-Ansatz etwas aus der Zeit gefallen ist. Dies hat für mich dieser Draft eindeutig gezeigt.




Running Back ist nach QB die Position, die historisch gesehen am häufigsten #1-Overall gepicket wurde. Das entscheidende ist aber, dass das letzte Mal über 30 Jahre her ist. Daran sieht man sowohl, wie sich der Sport verändert hat, aber v.a. auch, wie der Value der Position gefallen ist. Das bestrietet niemand. In der Zwischenzeit wurden haufenweise DE, WR oder OT #1 ausgewählt.

Es ging mir auch nie darum zu rechtfertigen, dass der Pick der Cardinals an #3 sinnvoll ist. Aber ganz im ernst - jeder der sich mit dem Sport beschäftigt, war sich doch zu 99% sicher, dass Love in den Top 10 geht. Wir reden über einen Spieler, der zu den ganz wenigen Blue-Chip-Playern des Jahrgangs zählt und vermutlich sogar der beste Athlet und Footballspieler der gesamten Class ist, wenn man die Position mal außen vor lässt. Da dann so auf dem Positional Value rumzureiten, um ein Fallen auf #17 zu rechtfertigen, ist für mich dann mehr Darstellungsbedüfrnis der eigenen Meinung, als ein realistischer Blick auf die Liga. Das hat die Realität ja auch überdeutlich gezeigt.

Gab es in den letzten Jahren RBs, die recht hoch gedraftet wurden und nicht so funktioniert haben? Klar. Wie auf jeder anderen Position auch. Aber wenn du die letzten Jahre redraften würdest, dann würden Spieler wie Bijan oder Gibbs mindestens genau so hoch gehen, wie sie in der Realität gedraftet wurden. Unabhängig vom Value und dem Vertrag. Weil sie einfach extrem gute Spieler sind und einem Team weit mehr geben, als nur den Ball zu laufen. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass Love sich dieser Liste anschließt für recht hoch, glaube allerdings auch, dass seine Rookie-Season recht ernüchternd werden könnte, da sich die gegnerischen Teams extrem auf ihn fokussieren können und du das Spiel sicherlich lieber in die Händes des Starting-QBs geben wirst - wer auch immer das sein wird.


Saquon Barkley ist auch ein extrem guter Spieler und trotzdem war der Pick an #3 halt nicht gut.

Ist aber halt auch immer die Frage, ob man einen Mock-Draft macht mit dem Ziel, den tatsächlichen Draft vorherzusagen (dann wäre es Quatsch, Love aus den Top 10 zu reden) oder ob man den Mock - Draft macht, wie man selber draften würde. Adrian hat glaube ich beides schon gemacht..

Ok, habs schon verstanden - wir sind nicht weit auseinander 😉

•     •     •


VfB Stuttgart / FV Ravensburg / Houston Texans
Zitat von wacken
Zitat von Ploppi76

Aber ist es deshalb richtig? Warum ist der Positional Value - Ansatz aus der Zeit gefallen?


Wer sagt denn, dass der Ansatz aus der Zeit gefallen ist? Running Back ist nach QB die Position, die historisch gesehen am häufigsten #1-Overall gepicket wurde. Das entscheidende ist aber, dass das letzte Mal über 30 Jahre her ist. Daran sieht man sowohl, wie sich der Sport verändert hat, aber v.a. auch, wie der Value der Position gefallen ist. Das bestrietet niemand. In der Zwischenzeit wurden haufenweise DE, WR oder OT #1 ausgewählt.

Es ging mir auch nie darum zu rechtfertigen, dass der Pick der Cardinals an #3 sinnvoll ist. Aber ganz im ernst - jeder der sich mit dem Sport beschäftigt, war sich doch zu 99% sicher, dass Love in den Top 10 geht. Wir reden über einen Spieler, der zu den ganz wenigen Blue-Chip-Playern des Jahrgangs zählt und vermutlich sogar der beste Athlet und Footballspieler der gesamten Class ist, wenn man die Position mal außen vor lässt. Da dann so auf dem Positional Value rumzureiten, um ein Fallen auf #17 zu rechtfertigen, ist für mich dann mehr Darstellungsbedüfrnis der eigenen Meinung, als ein realistischer Blick auf die Liga. Das hat die Realität ja auch überdeutlich gezeigt.

Gab es in den letzten Jahren RBs, die recht hoch gedraftet wurden und nicht so funktioniert haben? Klar. Wie auf jeder anderen Position auch. Aber wenn du die letzten Jahre redraften würdest, dann würden Spieler wie Bijan oder Gibbs mindestens genau so hoch gehen, wie sie in der Realität gedraftet wurden. Unabhängig vom Value und dem Vertrag. Weil sie einfach extrem gute Spieler sind und einem Team weit mehr geben, als nur den Ball zu laufen. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass Love sich dieser Liste anschließt für recht hoch, glaube allerdings auch, dass seine Rookie-Season recht ernüchternd werden könnte, da sich die gegnerischen Teams extrem auf ihn fokussieren können und du das Spiel sicherlich lieber in die Händes des Starting-QBs geben wirst - wer auch immer das sein wird.


Bei den Mocks kommt es aber auch immer auf die Perspektive an:
Bist du in einem Predictive-Mock, kannst du Love nicht aus den Top10 fallen lassen. Da wäre wohl der Floor bei 7 erreicht.
Bei einem "What-I-would-do"-Mock fließt deine persönliche Meinung mit ein. Und auf Franke bezogen ist das eben der Value eines RB. Und ob man die Meinung teilt oder nicht, ich kann zumindest, wie Ploppi schon sagte, die Erklärung dazu nachvollziehen.

Bringen dich die RB als tendenziell schlechtes Team im Rosterbuilding während des Rebuilds wirklich weiter?
Nehmen wir mal Saquon: 2018 gedraftet, 1x Playoffs mit den Giants.
Bijan: schon 3 Jahre des Rookievertrags vorbei. Keine PO-Teilnahme der Failcons. Ich habe Zweifel, dass sich das während der nächsten 2 Jahre dreht.
Jeanty: 1 desaströses Jahr. Wird jetzt wohl besser, aber wie wahrscheinlich ist es, dass die Raiders während seines Rookie-Vertrags zum Contender werden?
Gibbs: wäre jetzt das Gegenbeispiel. Ging nicht in den Top10 und kam in ein gefestigtes Team. (War es nicht so, dass er von den Lions nicht mal mit dem eigenen Pick genommen wurde?) Er war damals eines der letzten Teile.

Es lässt sich nun natürlich trefflich drüber streiten, ob dir ein OT oder Edge während der Zeit mehr geholfen hätten. Ich persönlich sehe die Wahrscheinlichkeit als höher an.

Und genau so argumentiert Franke. Wie gesagt: muss nicht stimmen und ich kann jede andere Meinung auch verstehen, aber es ist nachvollziehbar.
Zitat von wacken
Zitat von Ploppi76

Aber ist es deshalb richtig? Warum ist der Positional Value - Ansatz aus der Zeit gefallen?


Wer sagt denn, dass der Ansatz aus der Zeit gefallen ist? Running Back ist nach QB die Position, die historisch gesehen am häufigsten #1-Overall gepicket wurde. Das entscheidende ist aber, dass das letzte Mal über 30 Jahre her ist. Daran sieht man sowohl, wie sich der Sport verändert hat, aber v.a. auch, wie der Value der Position gefallen ist. Das bestrietet niemand. In der Zwischenzeit wurden haufenweise DE, WR oder OT #1 ausgewählt.

Es ging mir auch nie darum zu rechtfertigen, dass der Pick der Cardinals an #3 sinnvoll ist. Aber ganz im ernst - jeder der sich mit dem Sport beschäftigt, war sich doch zu 99% sicher, dass Love in den Top 10 geht. Wir reden über einen Spieler, der zu den ganz wenigen Blue-Chip-Playern des Jahrgangs zählt und vermutlich sogar der beste Athlet und Footballspieler der gesamten Class ist, wenn man die Position mal außen vor lässt. Da dann so auf dem Positional Value rumzureiten, um ein Fallen auf #17 zu rechtfertigen, ist für mich dann mehr Darstellungsbedüfrnis der eigenen Meinung, als ein realistischer Blick auf die Liga. Das hat die Realität ja auch überdeutlich gezeigt.

Gab es in den letzten Jahren RBs, die recht hoch gedraftet wurden und nicht so funktioniert haben? Klar. Wie auf jeder anderen Position auch. Aber wenn du die letzten Jahre redraften würdest, dann würden Spieler wie Bijan oder Gibbs mindestens genau so hoch gehen, wie sie in der Realität gedraftet wurden. Unabhängig vom Value und dem Vertrag. Weil sie einfach extrem gute Spieler sind und einem Team weit mehr geben, als nur den Ball zu laufen. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass Love sich dieser Liste anschließt für recht hoch, glaube allerdings auch, dass seine Rookie-Season recht ernüchternd werden könnte, da sich die gegnerischen Teams extrem auf ihn fokussieren können und du das Spiel sicherlich lieber in die Händes des Starting-QBs geben wirst - wer auch immer das sein wird.


Ich glaube hier muss man an den Arten der Mocks unterscheiden. In nahezu allen Mock-Drafts ging Love in den Top-5, weil jeder wusste, dass er wohl spätestens bei den Giants/Titans vom Board geht.
Franke selbst hatte ja u.a. einen Mock gemacht, wie er draften würde, wo er dann Love an 17 (?) gepackt hat.

Generell würde ich dann auch sagen, so ein RB-Pick in der ersten Runde (und vor Allem früh) ist dann eher "Bad Teams stay bad". Niemand bestreitet, dass Love, Jeanty oder Bijan tolle Spieler sind, aber ihre Teams sind halt chronisch schlecht und ein so früher Pick funktioniert eigentlich nie.
Das einzige Team in den letzten Jahren, was einen RB sehr hoch gedraftet hat und dann auch erfolgreich war, waren die Lions mit Gibbs.
Hier gehört aber auch zur Wahrheit, dass diese in den späteren Runden u.a. mit Amon-Ra, Branch und LaPorta sehr erfolgreich waren. Zudem hatte man eine (sehr) gute O-Line mit Sewell/Decker.

2025: Pick 6 - Jeanty - bisher vollkommen verschwendet
2023: Pick 8 - Bijan - seitdem immer ein negativer Record und immer die PO verpasst
2021: Pick 24 - Najee Harris - Seitdem nie mehr als Wild Card, dort immer hoffnungslos unterlegen (wobei das Steelers Problem tiefer liegt als nur der RB Pick)
2019: Pick 24 - Josh Jacobs - In den letzten 7 Jahren ein mal Playoffs
2018: - Pick 2 - Saquon - In den letzten 8 Jahren ein Mal Playoffs

Totalausfälle wie CEH oder Penny nicht mitgezählt.

Es gibt immer wieder Teams, die einen RB hoch picken. Diese Teams sind aber fast durch die Bank erfolglos und der Pick zahlt sich nahezu nie aus.
Es gibt aber immer wieder Teams, die lachenden Auges immer den gleichen Fehler machen und sich dann wundern, warum sie in der Liga keine Chance haben.

Jeder von uns wusste, dass Love Top-10 geht. Jeder von uns weiß aber auch, dass die Cardinals keine O-Line haben und mit den Dolphins heißer Anwärter auch den Nummer 1 Pick kommendes Jahr sind.
Ich gehe fest davon aus, dass Love sich in die Liste "guter RB, aber völlig verschwendeter Rookie Contract/Pick" einreihen wird. Wie Jacobs oder Barkley wird er nach dem Contract sein Glück bei einer anderen Franchise finden...

•     •     •

„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe
Zitat von MisterBTSV

2025: Pick 6 - Jeanty - bisher vollkommen verschwendet
2023: Pick 8 - Bijan - seitdem immer ein negativer Record und immer die PO verpasst
2021: Pick 24 - Najee Harris - Seitdem nie mehr als Wild Card, dort immer hoffnungslos unterlegen (wobei das Steelers Problem tiefer liegt als nur der RB Pick)
2019: Pick 24 - Josh Jacobs - In den letzten 7 Jahren ein mal Playoffs
2018: - Pick 2 - Saquon - In den letzten 8 Jahren ein Mal Playoffs


Ich antworte mal auf deinen Post, bezieht sich aber auch auf die vorherigen Antworten.

Nochmal zur Klarstellung: das war kein reiner Mock von Franke, sondern von ihm und Fokus Football. Waren insgesamt 4 GMs, die wechselnd gepickt haben und bei denen Love dann bis an #17 gefallen ist. Die Aussagekraft davon kann dann ja jeder für sich selbst bewerten, da hab ich auch gar keine Probleme mit.

Zu der Liste - das ist mir zu eindimensional. Erstmal hat Saquon in den letzten 8 Jahren natürlich öfter als 1 Mal POs gespielt?!

Aber davon ab ist die Schlussfolgerung die du ziehst aus meiner Sicht nicht stichhaltig, weil du davon ausgehst, dass ein RB alleine für den Erfolg der Franchise zuständig ist. Es ist rein hypothetisch zu behaupten, dass die Falcons besser wären, hätten sie Bijan nicht so hoch gepickt. Davon abgesehen könnte ich das Argument aber auch umdrehen. Die Cardinals haben Back-to-Back-Jahre einen QB in der ersten Runde gepickt und waren trotzdem nie top. Die Jets mit Darnold und Fields den 1st und 2nd overall recht kurz nacheinander in QB investiert, sie waren dennoch nie erfolgreich. Das hat aber doch nichts mit der reinen Value der Position zu tun? Gerade beim Football muss man dann doch schon die weiteren Entscheidungen miteinfließen lassen. Ich sehe beim besten Willen nicht, dass Bijan aktuell ein Hemmschuh für den Erfolg der Falcons wäre und diese mit einem anderen Pick deutlich besser gefahren wären.

Gerade Barkley halte ich auch wirklich für kein gutes Beispiel. Der hat die Eagles fast im Alleingang in einer historischen Saison zum Superbowl-Sieg getragen. Das ist ein unfassbar guter Spieler. Anstatt den Pick rein losgelöst zu bewerten und dann auf die Erfolglosigkeit bei den Giants zu verweisen, muss man doch eher die Frage stellen, warum danach so viele katastrophale Entscheidungen getroffen wurden. Könnten die Giants die Zeit zurückdrehen, würden sie ihm aber garantiert einen neuen Vertrag geben.

Will da aber auch nicht zu tief rein und v.a. will ich nicht die Position einnehmen, zu argumentieren, dass man RBs grundsätzlich hoch draften sollte. Würde ich ebenfalls nicht. Ich sehe nur den extremen Punkt hier nicht, da die Liga in den letzten Jahren doch klar zeigt, dass der Value der Position abnimmt. Da gibt es mMn keine kontroverse. Aber ich halte es halt für absolut übertrieben, einen solchen Ausnahmeathleten wie Love in einem Draft mit so wenigen absoluten Top-Talenten als grundsätzlich sinnlosen Pick in den Top10 anzusehen.

•     •     •

41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Zitat von wacken

Zitat von MisterBTSV

2025: Pick 6 - Jeanty - bisher vollkommen verschwendet
2023: Pick 8 - Bijan - seitdem immer ein negativer Record und immer die PO verpasst
2021: Pick 24 - Najee Harris - Seitdem nie mehr als Wild Card, dort immer hoffnungslos unterlegen (wobei das Steelers Problem tiefer liegt als nur der RB Pick)
2019: Pick 24 - Josh Jacobs - In den letzten 7 Jahren ein mal Playoffs
2018: - Pick 2 - Saquon - In den letzten 8 Jahren ein Mal Playoffs


Ich antworte mal auf deinen Post, bezieht sich aber auch auf die vorherigen Antworten.

Nochmal zur Klarstellung: das war kein reiner Mock von Franke, sondern von ihm und Fokus Football. Waren insgesamt 4 GMs, die wechselnd gepickt haben und bei denen Love dann bis an #17 gefallen ist. Die Aussagekraft davon kann dann ja jeder für sich selbst bewerten, da hab ich auch gar keine Probleme mit.

Zu der Liste - das ist mir zu eindimensional. Erstmal hat Saquon in den letzten 8 Jahren natürlich öfter als 1 Mal POs gespielt?!

Aber davon ab ist die Schlussfolgerung die du ziehst aus meiner Sicht nicht stichhaltig, weil du davon ausgehst, dass ein RB alleine für den Erfolg der Franchise zuständig ist. Es ist rein hypothetisch zu behaupten, dass die Falcons besser wären, hätten sie Bijan nicht so hoch gepickt. Davon abgesehen könnte ich das Argument aber auch umdrehen. Die Cardinals haben Back-to-Back-Jahre einen QB in der ersten Runde gepickt und waren trotzdem nie top. Die Jets mit Darnold und Fields den 1st und 2nd overall recht kurz nacheinander in QB investiert, sie waren dennoch nie erfolgreich. Das hat aber doch nichts mit der reinen Value der Position zu tun? Gerade beim Football muss man dann doch schon die weiteren Entscheidungen miteinfließen lassen. Ich sehe beim besten Willen nicht, dass Bijan aktuell ein Hemmschuh für den Erfolg der Falcons wäre und diese mit einem anderen Pick deutlich besser gefahren wären.

Gerade Barkley halte ich auch wirklich für kein gutes Beispiel. Der hat die Eagles fast im Alleingang in einer historischen Saison zum Superbowl-Sieg getragen. Das ist ein unfassbar guter Spieler. Anstatt den Pick rein losgelöst zu bewerten und dann auf die Erfolglosigkeit bei den Giants zu verweisen, muss man doch eher die Frage stellen, warum danach so viele katastrophale Entscheidungen getroffen wurden. Könnten die Giants die Zeit zurückdrehen, würden sie ihm aber garantiert einen neuen Vertrag geben.

Will da aber auch nicht zu tief rein und v.a. will ich nicht die Position einnehmen, zu argumentieren, dass man RBs grundsätzlich hoch draften sollte. Würde ich ebenfalls nicht. Ich sehe nur den extremen Punkt hier nicht, da die Liga in den letzten Jahren doch klar zeigt, dass der Value der Position abnimmt. Da gibt es mMn keine kontroverse. Aber ich halte es halt für absolut übertrieben, einen solchen Ausnahmeathleten wie Love in einem Draft mit so wenigen absoluten Top-Talenten als grundsätzlich sinnlosen Pick in den Top10 anzusehen.


Ich glaube bezgl. der Mocks müssen wir wenig diskutieren zwinker. Ob man diese für sinnvoll hält oder nicht, muss jeder selbst entscheiden, für mich ist es nicht mehr als Content in der Offseason.

Bezgl. der RB würde ich aus zweierlei Gründen dagegen argumentieren. Zum einen stimmt der Contract Value nicht. Love hat nun die höchsten Garantien aller RB der Liga. Sinn und Zweck des Draftes ist es ja Impact Spieler für den Zeitraum des Rookie Vertrages günstig zu haben.
Alleine in den letzten Jahren gab es so viele gute RB in der Free Agency - Barkley, Henry, Jacobs, Etienne, K9. Warum sollte ich einen Top-10 Pick investieren, wenn ich absolutes Top-Niveau für das gleiche Geld ohne den Draft bekomme?
Als RB bist du wie kaum eine andere Position so von den Umständen abhängig und es macht mMn Sinn erst ein gutes Team zu haben und dann ein RB als letzte Schlüsselposition zu holen, wie eben die Eagles mit Barkley oder die 49ers mit CMC.

Und ich spreche hier auch nicht gegen die Spieler Barkley, Bijan und Co. Das sind alles tolle Spieler, nur helfen dir diese nicht, wenn die Umstände nicht gut sind.
Barkley war bei den Giants immer ein guter Spieler, aber das Team war nie ansatzweise im Contender-Bereich. Ich würde also wirklich mal die Frage in den Raum stellen ob der Pick von Barkley sinnvoll war. (Barkley hat in den sechs Jahren bei den Giants fünf Mal die Playoffs verpasst - sein Erfolg bei den Eagles ist für die Evaluierung der Draft Höhe mMn irrelevant, s.u.).
Das Gleiche mit Bijan: Ist er ein toller RB? Auf jeden Fall. Hat der Pick irgendwas Positives bewirkt? Nein.
Natürlich ist alles ein Gedankenspiel, aber nach Bijan sind innerhalb von zehn Picks mit Carter der erste DT, mit JSN der erste WR und mit Gonzalez der zweite CB vom Board gegangen. MMn hätte alle mehr Impact gehabt, zumal Allgeier in den gleichen Umständen vorher eine 1000 Yards Season hatte.

Die Running Backs haben ohne Frage Talent. Erfolg haben sie erst, wenn sie das Team verlassen, welches sie gedraftet hat, egal ob Barkley, CMC oder Jacobs.
Teams die RB so hoch draften hatten in den letzten 8 Jahren (weiter bin ich nicht zurück gegangen) nie Erfolg, Ausnahme Gibbs. Ich finde da sieht man schon eine Tendenz und muss die Sinnhaftigkeit von RB in dieser Range stark hinterfragen.
Bijan geht in das letzte Jahr seines Rookie Contracts. 3 Jahre hatten die Falcons einen negativen Record und in Jahr vier ist es nicht unwahrscheinlich, dass man in der eigenen Division auf Platz 3/4 landet.
Bijan ist einer der besten RB der Liga, kann aber die Franchise auf seiner Position nicht nach vorne bringen und ist somit (mMn) ein verschwendeter Pick. Nach seinem Rookie Contract wird er den gleichen Weg gehen wie alle anderen RB die sein Schicksal teilten (Barkley, CMC, Jacobs) und sich einem Contender anschließen, mit dem er hoffentlich endlich mal Playoffs spielen darf.

•     •     •

„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MisterBTSV am 28.04.2026 um 16:53 Uhr bearbeitet
Zitat von MisterBTSV

Teams die RB so hoch draften hatten in den letzten 8 Jahren (weiter bin ich nicht zurück gegangen) nie Erfolg, Ausnahme Gibbs. Ich finde da sieht man schon eine Tendenz und muss die Sinnhaftigkeit von RB in dieser Range stark hinterfragen.


Aber genau hier liegt mMn dein Fehler, weil du dich hier auf eine extrem kleine sample Size beziehst und daraus allgemeine Rückschlüsse ziehst. Das klingt natürlich erstmal überzeugend, wenn du von 8 Jahren sprichst und alle dort in ein Raster passen. De Facto reden wir hier über 3(!) Premium Picks in den Top 20 der ersten Runde. Barkley, Bijan und Gibbs. Den 25er Draft zu bewerten, halte ich für absolut verfrüht. Von diesen 3 Spielern hat einer mit seinem Team durchaus Erfolg gehabt, trotzdem reichen dir die anderen beiden als Schlussfolgerung, dass man RBs in dieser Range hinterfragen sollte. Das sehe ich dann einfach nicht - zu wenig Beispiele und zu hypotethisch, ob RB-Picks für diese Teams wirklich das Problem waren.

Daher sehe ich weiterhin nicht den wirklichen Punkt. Die Liga investiert kaum Premium-Picks in diese Position. Wenn sie es tut, waren die Spieler hier zuletzt individuell ziemlich genau so stark, wie man das erwarten durfte. Fournette war hier vor 9 Jahren dann tatsächlich mal ein Beispiel, wo der Spieler auch individuell überhaupt nicht seinen Pick rechtfertigen konnte. Hätten die Giants statt Barkley besser Josh Allen gepickt? Natürlich, den würde jedes der 32 Teams rückblickend #1 picken. Würde Barkley deshalb aus der Top10 fallen? Sehe ich absolut nicht.

Ja, Premium-Picks in RB zu investieren ist schwierig. Sieht die Liga nachweislich auch so. Und dennoch wird es immer wieder Ausnahmen geben, die zurecht auch so hoch gehen. Sehe ich aber absolut nicht als Problem und auch nicht grundsätzlich als Fehler. Warum ausgerechnet die Cardinals diesen Weg jetzt gegangen sind, verstehe ich aber auch nicht.

•     •     •

41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von wacken am 28.04.2026 um 18:55 Uhr bearbeitet
Zitat von wacken

Zitat von MisterBTSV

Teams die RB so hoch draften hatten in den letzten 8 Jahren (weiter bin ich nicht zurück gegangen) nie Erfolg, Ausnahme Gibbs. Ich finde da sieht man schon eine Tendenz und muss die Sinnhaftigkeit von RB in dieser Range stark hinterfragen.


Aber genau hier liegt mMn dein Fehler, weil du dich hier auf eine extrem kleine sample Size beziehst und daraus allgemeine Rückschlüsse ziehst. Das klingt natürlich erstmal überzeugend, wenn du von 8 Jahren sprichst und alle dort in ein Raster passen. De Facto reden wir hier über 3(!) Premium Picks in den Top 20 der ersten Runde. Barkley, Bijan und Gibbs. Den 25er Draft zu bewerten, halte ich für absolut verfrüht. Von diesen 3 Spielern hat einer mit seinem Team durchaus Erfolg gehabt, trotzdem reichen dir die anderen beiden als Schlussfolgerung, dass man RBs in dieser Range hinterfragen sollte. Das sehe ich dann einfach nicht - zu wenig Beispiele und zu hypotethisch, ob RB-Picks für diese Teams wirklich das Problem waren.

Daher sehe ich weiterhin nicht den wirklichen Punkt. Die Liga investiert kaum Premium-Picks in diese Position. Wenn sie es tut, waren die Spieler hier zuletzt individuell ziemlich genau so stark, wie man das erwarten durfte. Fournette war hier vor 9 Jahren dann tatsächlich mal ein Beispiel, wo der Spieler auch individuell überhaupt nicht seinen Pick rechtfertigen konnte. Hätten die Giants statt Barkley besser Josh Allen gepickt? Natürlich, den würde jedes der 32 Teams rückblickend #1 picken. Würde Barkley deshalb aus der Top10 fallen? Sehe ich absolut nicht.

Ja, Premium-Picks in RB zu investieren ist schwierig. Sieht die Liga nachweislich auch so. Und dennoch wird es immer wieder Ausnahmen geben, die zurecht auch so hoch gehen. Sehe ich aber absolut nicht als Problem und auch nicht grundsätzlich als Fehler. Warum ausgerechnet die Cardinals diesen Weg jetzt gegangen sind, verstehe ich aber auch nicht.


Wir reden hier aneinander vorbei.
Es geht nicht um den sportlichen Aspekt, sondern vielmehr um den Kaderplanungs- bzw. captechnischen Aspekt. Hier wiederpricht ein früher RB-Pick ganz einfach den Sinn und Zweck des Draftes.
Was ist der Sinn des Draftes? Du bekommst einen Spieler, den du in der Free Agency nicht findest, für vier Jahre für sehr günstiges Geld.

Gehen wir auf das Thema Verfügbarkeit: Running Backs sind nahezu immer verfügbar. In den letzten Jahren sind die absoluten Top-Backs allesamt in der Free Agency gelandet. Barkley, Jacobs, Henry - alle waren zu haben. Auch in dieser Saison sind zwei von drei der Top-Free-Agency-Backs auf dem Markt gelandet (K9 und Etienne).
Diese Saison geht Taylor in sein letztes Vertragsjahr und Bijan geht in das letzte Jahr seines Rookie Contracts (5th year Option wurde gezogen). Franchises haben schlicht nicht die Notwendigkeit die Top-Leute zu draften, da es auf dem Markt gute Spieler gibt.
Anders Premium-Positionen wie Receiver oder Edge. Diese Spieler kommen nahezu nie auf den Markt. Bester Receiver dieses Jahr war Pierce, der mMn nicht einmal ein Top-20-Receiver ist, dazu noch Spieler wie Robinson oder Doubs, die bestenfalls eine Nummer 2 sein können.
Auf Edge ist mit Jaelen Philipps ein Spieler auf den Markt gekommen, bei dem man ggf. über Top-15 diskutieren kann, ansonsten hast du mit Oweh oder Mafe solide Nummer 2 oder einen alternden Hendricksen mit anhaltenden Verletzungsproblemen.

Das viel größere Thema ist aber der Cap-Aspekt: Love bekommt über 4 Jahre 50 Millionen, vollständig garantiert. Diese Offseason hat K9 einen Vertrag über 3 Jahre, 43 Mio. bekommen, 28 garantiert und Etienne über 4 Jahre 48 Mio, 28 garantiert.
Selbst ein Barkley hat nach seiner absurden 2024er Saison nur einen Vertrag über 40 Mio. bekommen, wovon 36 Mio. garantiert sind (Vertragslänge offiziell 2 Jahre, aber eher 3, da Garantien in den alten Vertrag verrechnet wurden).
Heißt: Love ist teurer als eine Free Agency Verpflichtung.
Gehen wir wieder auf die Premium Positionen. Alleine in dieser Offseason hat Will Anderson einen Vertrag über 3 Jahre 150 Mio. unterschrieben (134 Mio. garantiert), JSN einen Vertrag über 4 Jahre und 168 Mio. (120 Mio. garantiert).
Ein Nummer 2 WR ist diese Offseason in ganz anderen Sphären: Pierce bekommt nach einer 1.000 Yard Season 4 Jahre 114 Mio, 84 Mio. garantiert, ein Doubs bekommt noch ganz ohne 1000 Yard Season 4 Jahre 68 Mio., 39 Mio. garantiert.

Selbst wenn Love auf Anhieb der beste Running Back der Liga wird, man hat mit seinem Rookie Contract keinerlei Ersparnis auf einer Position, die du wie keine andere in der Liga bekommen kannst.
Die Premium Positionen wie Edge oder WR kommen nahezu nie auf den Free-Agency-Markt. Selbst für Nummer 2 Optionen musst du Verträge geben, die einen mehr als doppelt so hohen Wert haben, wie der von Love.
Die Cardinals nehmen sich hier selbst eine Möglichkeit.

Nur ein Gedankenspiel: Man hat die Möglichkeit Etienne, einen Borderline Top-10-Back für vier Jahre zu bekommen und zahlt knapp 50 Mio. Man hat einen Vertrag aus dem man einfach rauskommt. Love mag sportlich besser sein, aber du "sparst" keinen Cap - auf einer Position, die wie keine andere von den Umständen, der O-Line, abhängig ist.
Auf der anderen Seite Receiver: Der Nummer 3 Pick kostet dich 4 Jahre 50 Mio. Selbst wenn du mit Tate nur einen Nummer 2 Receiver bekommst sparst du über 4 Jahre 64 Mio. (analog Vertrag Pierce), die du in andere Positionen investieren kannst. Zudem hast du das Upside einen Spieler zu bekommen, der in der Form nie auf den Markt kommt.

Bestimmte Positionen muss man über den Draft gewinnen (Edge, WR, QB, OT), andere Positionen kann man sehr leicht über die Free Agency besetzen (RB, LB, Safety).

•     •     •

„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MisterBTSV am 29.04.2026 um 00:05 Uhr bearbeitet
Zitat von MisterBTSV

Franchises haben schlicht nicht die Notwendigkeit die Top-Leute zu draften, da es auf dem Markt gute Spieler gibt.


Ja, wir reden hier inzwischen wirklich aneinander vorbei. Das was du beschreibst ist ja völlig korrekt, aber ich sehe den Punkt einfach nicht. Die Liga setzt das doch faktisch bereits um! Es werden kaum RBs in den Top 20 gedraftet. Da gibt es doch überhaupt keine kontroversen Punkte? Jeder GM in dieser Liga wird in einen WR oder Tackle, den er sportlich exakt gleich wie einen RB bewertet, eher einen Premium-Pick investieren. Völlig klar. Und dennoch kommen alle paar Jahre dann auch Spieler in den Draft, wo es den Franchises eben primär darum geht, sich das sportliche Talent zu sichern und davon 4 bis 5 Jahre zu profitieren, weil man die individuelle Qualität eben höher einschätzt, als das, was man in der FA bekommt.

Ist dann aber glaube ich auch ausreichend diskutiert. Ich hätte an Stelle der Cardinals ebenfalls einen anderen Weg eingeschlagen und dennoch wäre Love in diesem Draft nicht aus den Top 10 gefallen. Vertrag hin oder her, Optionen hin oder her. Zeigt ja auch die Realität. Die "sichersten" Spieler in diesem Draft waren wohl Love, Styles und Downs. RB, LB, Safety. Keine einzige Premium-Position. An 11 waren sie alle weg.

•     •     •

41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von wacken am 29.04.2026 um 01:02 Uhr bearbeitet
Zitat von wacken

Zitat von MisterBTSV

Franchises haben schlicht nicht die Notwendigkeit die Top-Leute zu draften, da es auf dem Markt gute Spieler gibt.


Ja, wir reden hier inzwischen wirklich aneinander vorbei. Das was du beschreibst ist ja völlig korrekt, aber ich sehe den Punkt einfach nicht.



Ich verstehe ehrlich gesagt das Ergbenis nicht. Wenn ich als GM das Thema Cap- und Kaderstruktur verstehe, dann ist es einfach so, dass ich einen RB nicht Top-10 picke, genauso wie ich einen FB, einen Kicker oder einen Safety nicht in dieser Range picken würde.

Zitat von wacken

Völlig klar. Und dennoch kommen alle paar Jahre dann auch Spieler in den Draft, wo es den Franchises eben primär darum geht, sich das sportliche Talent zu sichern und davon 4 bis 5 Jahre zu profitieren


Und genau das klappt einfach nie.
Top-10 Running Backs der letzten 10 Jahre: McCaffrey, Fournette, Barkley, Bijan und Jeanty.
Keines der pickenden Teams war irgendwie erfolgreich.
McCaffrey ist einer der besten und komplettesten Running Backs aller Zeiten. Er hat 5,5 Jahre bei den Panthers gespielt. Die Playoffs hat er ein Mal erreicht, mit einer direkten Niederlage in der Wild Card.
Selbst in seiner überragenden Saison 2019 mit über 1000 Running Yards und über 1000 Receiving Yards schließen die Panthers die Season 5-11 ab.
Barkley galt wohl als das beste Running Back Prospect aller Zeiten. In New York hat er in 6 Jahren 5x die Playoffs verpasst.
Ein Bijan gilt aktuell als ein Top-3 Running Back. Er hat noch nie Playoffs gespielt und die Falcons gehen auch ins kommende Jahr mit einem Over/Under von 7,5.
Selbst wenn du Top-10 einen All-Pro RB draftest, hast du damit keinen Erfolg. Das ist wie, als wenn du deinem Opel Corsa neues Motoröl gibst. Ja, das Öl ist gut und hilft deinem Auto, es ist und bleibt aber ein Opel Corsa.

Ein Jeanty ist ein vergleichbares Prospect. Individuell kan man man ihn keinen Vorwurf machen.
Wenn man aber die Statistiken anschaut - Yards before Contact/Att, min 5 Spiele - dann steht er auf Platz 87 der Liga. Ein James Cook hat fast genau so viele Yards bevor er überhaupt das erste Mal gehittet wird (935) wie Ashton Jeanty in der gesamten Saison (975).
Natürlich kann man den Pick noch nicht final bewerten, aber hier zeigt sich super, dass du eben als RB ein passendes Konstrukt brauchst. Du brauchst eine O-Line, einen QB und Playmaker, ansonsten kannst du selbst auf All-Pro Level spielen, deine Teams sind aber dennoch nichte erfolgreich - das bringt die Position ganz einfach mit sich.

Wenn man ab Pick 10 meint dieses All-Pro Prospect zu sehen, dann kann man den Pick mMn langsam rechtfertigen. Dann passt der Vertragsvalue langsam. Die Lions haben Gibbs gedraftet und hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ihren Franchise-QB Goff, hatten ihren WR1 Amon-Ra, ihren WR2 Williams, zwei All-Pro Tackles mit Decker und Sewell. Für so ein Win-Now-Team kann man den Pick absolut rechtfertigen.
Die Cardinals haben keinen QB, haben eine der schwächsten O-Lines der gesamten Liga, haben (je nachdem wie sich MHJ entwickelt) ggf. keinen WR1 und nur einen Top-3-TE. Realistisch sind sie frühestens 2029 ein Contender - wenn alles passt. Ein Running Back Pick passt absolut nicht in die Timeline, ganz egal wie gut dieser ist.

Ein Love hat ein Talent, welches du nicht unterdrücken kannst. Wie Jeanty wird er eine individuell annehmbare Saison spielen, aber mit den Lücken im Kader ist es mMn fahrlässig nicht den besten OT, WR oder Edge auf dem Board zu nehmen.
Solche Draft Strategien haben in den letzten zehn Jahren nicht funktionert. Ganz egal ob du ein generational Talent hast (Barkley) oder dein RB eine historische 1000/1000 Saison spielt (CMC).

Ich finde hier passt das berühmte Zitat ganz gut „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ (wobei ich dich nicht als wahnsinning bezeichnen möchte, sondern vielmehr die Cardinals zwinker )

•     •     •

„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MisterBTSV am 29.04.2026 um 06:41 Uhr bearbeitet
Zitat von MisterBTSV
Zitat von wacken

Zitat von MisterBTSV

Franchises haben schlicht nicht die Notwendigkeit die Top-Leute zu draften, da es auf dem Markt gute Spieler gibt.


Ja, wir reden hier inzwischen wirklich aneinander vorbei. Das was du beschreibst ist ja völlig korrekt, aber ich sehe den Punkt einfach nicht.



Ich verstehe ehrlich gesagt das Ergbenis nicht. Wenn ich als GM das Thema Cap- und Kaderstruktur verstehe, dann ist es einfach so, dass ich einen RB nicht Top-10 picke, genauso wie ich einen FB, einen Kicker oder einen Safety nicht in dieser Range picken würde.

Zitat von wacken

Völlig klar. Und dennoch kommen alle paar Jahre dann auch Spieler in den Draft, wo es den Franchises eben primär darum geht, sich das sportliche Talent zu sichern und davon 4 bis 5 Jahre zu profitieren


Und genau das klappt einfach nie.
Top-10 Running Backs der letzten 10 Jahre: McCaffrey, Fournette, Barkley, Bijan und Jeanty.


Naaa ich glaub du machst es dir zu einfach ein Stück weit zu einfach.
Ich mein das auch nicht böse, die Diskussion um den Cap ist sicherlich angebracht und richtig.
Replacement Value ist bei RB ein ganz anderer als bei anderen Positionen.


Aber dennoch, der offensichtlichste Grund, warum die Running Backs in der ersten Runde nicht funktioniert haben: Die Teams (Panthers, Bucs, Giants, Falcons (und Raiders)), die RB früh in der Runde angegangen sind haben alle eine Sache gemeinsam: Sie haben während der gesamten Zeit der Rookie Verträge ihrer TOP RB die QB Position nicht gefixt bekommen.

Die Gegenbeispiele sind eben die Lions und die Cowboys (Elliott verpasst deinen Cut mit den 10 Jahren ja um 1 Jahr... zwinker ), weil die aber die QB Position hinbekommen haben.
Und ich find es witzig, dass wir jetzt so tun, als hätten die Lions nen tollen Prozess gehabt, aber die Wahrheit ist, dass es die selben Probleme waren und Goff ja als max. Bridge QB gesehen wurde, was er dann Gott sei Dank abschütteln konnte. Hätte Goff nicht funktioniert, wäre es genauso in die Hose gegangen wie bei den anderen, das selbe bei den Cowboys mit Dak Prescott, emerged der nicht in 2016, ist Elliott genau so ein Flopp.

Fixen die Cards 2027 ihre QB Position, genau wie die Raiders, wenn Mendoza funktioniert, dann können die RBs sich irgendwo "auszahlen".

Lange Rede kurzer Sinn: Ich gebe dir Recht, WR/Edge/OL etc geben dir besseren Replacement Value, ABER dein Team bleibt genauso unerfolgreich ohne QB wie mit nem RB Pick. Was aber auch stimmt: OT / WR und co, haben eine viel längere Spielzeit vor sich, was dein Fenster, einen QB zu finden, während der Spieler im Kader ist, natürlich verlängert.

•     •     •

With the 13th Pick of the 2014 NFL Draft the St. Louis Rams select DT Aaron Donald!
"The Fearsome Foursome is officially back."

1312

Come out ye Black and Tans
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.