Rot-Weiß Erfurt Rot-Weiß Erfurt
deadline-day banner
Stefan Krämer
Geburtsdatum 23.03.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Stefan Krämer [ehemaliger Trainer]

30.12.2015 - 11:46 Uhr
Herzlich Willkommen in der Landeshauptstadt Thüringen, Stefan Krämer!

a href="http://www.rot-weiss-erfurt.de/Aktuelles-News/Aktuelles/Stefan-Kraemer-wird-neuer-Cheftrainer-bei-Rot-Weiss-Erfurt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"Stefan Krämer wird neuer Cheftrainer bei Rot-Weiß Erfurt

Alles Gute und viel Kraft für den anstehenden Kampf um den Klassenerhalt!

•     •     •

Rot-Weiß Erfurt // Hamburger SV


"Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Es ist noch sehr viel ernster." - Bill Shankly

Dieser Beitrag wurde zuletzt von DownUnder am 07.10.2017 um 18:09 Uhr bearbeitet
Zeige Ergebnisse 1-4 von 4.
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#1
21.09.2017 - 11:56 Uhr
Wie im Spieltagsfred angekündigt, noch ein paar Sätze zu Krämer und seiner Zeit bei uns in Erfurt.

Ganz allgemein: Er hat uns vor zwei Jahren vor dem Abstieg gerettet und hatte folgerichtig das Vertrauen für die folgende Saison erhalten. In dieser haben wir den Abstieg gerade so verpasst. In meinen Bekanntenkreis hatte ich gesagt, dass eine weitere Saison unter Krämer mehr schlecht als recht verläuft.
Wir sind in die aktuelle Saison mit Krämer gegangen und haben eine fürchterliche Bilanz. Mit sage und schreibe einen Punkt pro Spiel (Durchschnitt) haben wir die Punkteausbeute eines Absteigers und haben mit 5 Toren die schwächste Offensive der Liga. Für mich beides Zustände die nicht akzeptabel sind.

Die Entwicklung die wir die letzten Jahre unter Krämer eingegangen sind, ist für mich nicht positiv erkennbar. Unsere Gegentoranzahl ist zwar gering und geringer geworden, jedoch ist unser Defensivverhalten meiner Meinung nach katastrophal und dauerhaft nicht umsetzbar. Bspw. gegen Haching und die Ra**ten, durfte der Gegner bis zum Strafraum machen was er wollte. Hier haben wir nur durch viel Glück keine signifikant höhere Anzahl an Gegentoren hinnehmen müssen. In anderen Spielen jedoch sind wir bissig, aggressiv und haben Bock den Gegner nicht zu Chancen kommen zu lassen. Die Spanne ist viel zu groß und konnte in den letzten Jahren nicht geschlossen werden.
Offensiv sind wir seit einiger Zeit das schlechteste Team der Liga. Nicht nur das wir scheinbar keine Tore schießen können, wir schaffen es nicht mal, uns konstant Torchancen zu erspielen/kämpfen. In meinen Augen gibt es hier eine kontinuierliche Rückentwicklung statt.
Dafür sind wir in Sachen Standards ligaweit wohl die gefährlichste Mannschaft, jedoch stellt sich die Frage ob das wirklich ausreichend ist.

Die Formationen die Krämer derzeit spielen lässt sind das 4-5-1 und 4-4-2. Für beide Systeme haben wir in meinen Augen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht die Spieler, sodass einige auf Positionen eingesetzt werden, auf denen sie zum einen nie gespielt haben oder aber die Stärken ihres Fähigkeitenprofils nicht zur Geltung kommen.
Wir haben mehr oder weniger zwei "Königstransfer" getätigt, die aber auf Positionen spielen, auf denen Ihre Stärken zur Geltung kommen. Die Transfers sind Dabanli und Biankadi. Man sieht, und vorallem gestern war es mehr als eindeutig zu erkennen, dass Dabanli kein DM ist. Weder besitzt er die Dynamik, Beweglichkeit und noch das Raumgespür um dort effektiv spielen zu können. Was meine ich damit? Ganz einfach, er ist sehr gut darin, dass Spiel mit dem Blick zum gegnerischen Tor aufzubauen. Sich aus dem Mittelfeld fallen zu lassen, den Ball zu bekommen, sich zu drehen und dann den Pass zu spielen, ist mehrmals schief gegangen und von einem Proftrainer ist so etwas zuerkennen. Defensiv fehlt im Zweikampf das Timing und sein Stellungsspiel ist mir auf dieser Position auch schon öfters negativ aufgefallen.
Bei Biankadi auf der 10, fehlt mir die Kreativität und vor allem die Torgefahr, dass er effektiv dort eingesetzt ist. Er verblasst in meinen Augen auch auf dieser Position und kann seinen Wert für die Mannschaft dort nicht einbringen, ebenso wie seine Stärke: Timing, Dynamik und den Ball vom Mittelfeld in das Angriffsdrittel führen. Immer wenn Krämer auf das 4-4-2 umgestellt hat oder Biankadi im DM beginnen durfte, hat er und die Mannschaft in meinen Augen besser gespielt.

Die Frage die sich der Trainer hier stellen muss, ist die, warum er kein System entwickelt, wo seine 2 Top-Neuzugänge ihre Stärken ausspielen können, ohne die anderen Spieler (Menz, Odak, Kammlott) negativ zu beeinträchtigen.
Bei der Analyse des Kaders haben wir unsere Stärke in der IV (Menz, Lauritio, Neuhold, Möckel, Dabanli), also warum spielt man dann nicht mit Dreierkette? Die Qualität und Quantität dafür ist vorhanden.
Die Schienenspieler könnten Razeek, Odak, Brückner, Sarr, Benamar, Rüdiger oder aber auch Kurz sein. Quantität ist durchaus vorhanden und die Qualität eigl. auch. Hinzu kommt für Lauterbach, der für mich gestern bester Erfurter war.
Das zentrale Mittelfeld (Vocaj, Bergmann, Biankadi, Ludwig; zur Not noch Menz) ist man hier eigl. sowohl qualitativ und quantitativ so aufgestellt, dass die Stärken der einzelnen Spieler zur Geltung kommen können.
Die Offensive kann dann mit Huth, Kammlott, Bieber, Razeek, Rüdiger und Kurz besetzt sein. Hier entstehen genug Möglichkeiten sich den jeweiligen Gegner und seiner Spielweise anzupassen, ohne großartig an Qualität einzubüßen.
Wie würde ich derzeit aufstellen?: Klewin - Möckel, Dabanli, Menz - Odak, Biankadi, Ludwig (wenn fit Bergmann), Razeek - Huth, Kammlott, Rüdiger
Wir sehen am Beispiel Magedeburg, wie schwer es für Mannschaften aus Liga 3 ist, mit Gegnern zu agieren, welche mit Dreierkette agieren. Nicht nur weil sich die Raumaufteilung grundlegend unterscheidet, sondern weil sich andere Synergien auf dem Platz widerspiegeln, mit denen Drittligaspieler schwer tun. Wir haben den passenden Kader dafür, aber es wird nicht mal versucht. Hier finde ich, zeigt sich Krämers große Schwäche: Taktikverständis

Die Stärke von Krämer ist die Motivation und die Fannähe. Auch wenn man einige Aktionen nicht überbewerten sollte, aber dass ein Dabanli (Führungsspieler) Krämer keinen Blick nach der Auswechslung würdigt, ist meiner Ansicht nach Bedenklich. Außerdem ist es als Trainer nicht förderlich, sich vor die Fernsehkameras zu stellen und zu sagen dass "mein Team heute nicht gut gespielt hat". Zum einen ist das Team jung und es wirkt wenig selbst reflektierend.

Worauf will ich eigl. hinaus? Für Krämer wird es langsam sehr eng. Die Mannschaft spielt erfolglos und ohne wirklich sichtbares Konzept(offensiv und defensiv). Er scheint die Mannschaft nach und nach zu verlieren und nach und nach muss man sich fragen, ob Krämer noch der richtige für Erfurt ist. Um langfristig bei einem Verein erfolgreich zu sein, bedarf es neben den Fähigkeiten der Motivation auch taktische Fähigkeiten und die besitzt Krämer nicht auf Drittliga-Niveau. Heißt, man sollte sich im Vorstand überlegen, ob es nicht langsam notwendig wird, einen Wechsel auf der Trainerbank vorzunehmen.

rot-weiße Grüße

•     •     •

Rot Weiß Erfurt - Schalke 04
49ers - Oakland Raiders
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#2
03.10.2017 - 11:33 Uhr
Wieso wird über Trainernamen diskutiert? Der Nachfolger von Krämer steht mit Herrn Bergner bereits fest.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein Kader so wie ihn Traub zusammengestellt hat, defintiv drittligatauglich ist. Dass 3! Spieler im zentralen Mittelfeld wegfallen und man keinen wirklichen Ersatz holen durfte ist katastrophal. Trotzdem kann man erwarten, dass darauf reagiert wird und diese Positionen durch Spieler besetzt werden, die das können. Das hat Stefan Krämer nicht geschafft.

Odak-Dabanli-Möckel-Brückner
Razeek-Menz-Biankadi-Benamar
Kammlott-Bieber/Huth

Tut mir Leid. Aber solch eine Mannschaft sollte nicht auf dem letzten Platz stehen. Menz hat nachgewiesen, dass er auf der 6 spielen kann. Biankadi hat das in Elversberg ausschließlich gespielt (Das war ja sicher auch der Grund warum man ihn geholt hat? Nun spielt er ständig auf dem Flügel und Dabanli stürzt im zentralen Mittelfeld umher)

Und dafür dass diese Mannschaft so unter ihren Möglichkeiten spielt, gibt es in meinen Augen einen Grund. Schwaches Training und Schönreden. Wenn ich als Spieler in jeder PK höre wie kacke man doch ist, und dass "man nur gewinnen kann, wenn alle 110% geben und einen überragenden Tag haben), dann hätte ich auch kein Selbstvertrauen Situationen im 1-1 zu lösen oder vorm Tor die Ruhe zu bewahren. Kammlott war noch nie so schlecht wie unter Krämer. Brückner kann viel mehr als er zeigt (zeigen darf?).

Nach Bedenkzeit war die Entscheidung absolut richtig.
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#3
04.10.2017 - 20:13 Uhr
Ganz so nachvollziehbar scheint die Personalmaßnahme Krämer für viele RWE'ler ja nicht zu sein. Auch wenn es von Aktionismus geprägt ist und keine Konsequenz haben wird: Eine Petion pro Ex-Trainer mit aktuell 865 (!) Stimmen habe ich in Erfurt auch noch nicht erlebt. Die Stimmen der gestandenen Spieler (Kammlott, Laurito, Menz, Möckel), die Aussage von Kästner, sowie die einstimmigen Kommentare der Presse (Alles, Rudolph, Zippel, Windisch, liga3-online) und in den sozialen Medien verstärken meine Ansicht: Krämer ist das Bauernopfer für eine verfehlte Transferpolitik und leerer Versprechungen (Etaterhöhung).

Die Entlassung ist voreilig und in Anbetracht unserer Finanzen leichtfertig. Nun kommt ein unerfahrener Coach (für Baumann oder Heine reicht scheinbar das Geld nicht), der müde Profis und ebenso unerfahrene Spieler antreiben soll. Kann gut gehen, aber in Anbetracht des Risikos ist das ein Spiel mit dem Feuer. Was passiert, wenn wir gegen Köln und Jena verlieren? Ob Bergner dann immer noch neue Impulse setzt, mag ich zu bezweifeln.

Auch menschlich finde ich die Entlassung enttäuschend. Wir propagieren stets #herzzeigen und feuern einen Coach, der Erfolge vorweisen kann, stets sauber war und für den Verein gelebt hat. Sicher kann man das abgedroschen mit den "normalen Mechanismen des Fußballs" erklären, aber Verständnis erntet RR dafür bei mir nicht.

•     •     •

-support your local football team-

Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#4
05.10.2017 - 19:51 Uhr
Natürlich sind wir alle traurig, dass so ein sympathischer Kerl mit viel Enthusiasmus für RWE den Verein verlassen muss.

Ich bin bei der Bewertung sehr zwiegespalten.
Pro Entlassung ist zu bedenken,
- dass bei uns die Grundlagen des Fußballs nicht klappen: Passspiel, Ballannahme, Weiterleiten, Torschuss, Flanken, Verschieben, Gegnerkontakt.
- Eine Entwicklung der jungen Spieler ist nicht erkennbar.
- Junge Spieler werden gefühlt nur im größten Notfall eingesetzt, der Hang zu den Erfahrenen ist bekannt und war bewusst.
- Die Aufstellung scheint nicht unbedingt an die Stärken der Spieler angepasst zu sein. Wenn ich mit Möckel, Laurito, Dabanli und Menz 4 drittligataugliche "IV" habe, dann muss ich mir was einfallen lassen - 3-erkette z. B. oder Menz als RV/DM.
- Ein Offensivkonzept ist nur schwer erkennbar. Von dem, was versprochen wurde (Ball im Angriffsdrittel erobern, leidenschaftliche Flankenläufe, direkter Zug zum Tor) habe ich diese Saison nahezu nichts gesehen. Ganz im Gegenteil: 4 Standarttore (immerhin, wer hätte das vor 2 Jahren gedacht?) und eins, wo sich die Gegner solange anschießen, bis sich Huth den Ball schnappt. Sein wir ehrlich: Razeeks 1:0 in Osnabrück ist das einzige, was nach einstudiertem Spiel aussah.
- Wann will man wechseln, wenn nicht jetzt? Vor einem so wichtigen Spiel. Vergeigen wir das, können wir uns mit der Trainersuche beschäftigen, gewinnen wir, könnte es ein Wendepunkt sein.
- Die erfahrenen Spieler ziehen den Karren nicht an.

Andererseits wussten wir alle, was das für eine Saison ist.
- Derzeit liegen wir 1 Punkt und 3 Tore hinter dem rettenden Ufer. Das aufzuholen sollte bei 27 ausstehenden Spielen machbar sein.
- SK war ein absoluter Sympathieträger - auch für Außenstehende. Nachdem Tyrala gegangen ist, sehe ich momentan niemanden mehr, der eine solche Rolle in der Öffentlichkeit beim "geneigten RWE-Sympathisanten/-Interessierten" ausfüllt/en kann.
- Dass SK seine Stärken jenseits der Entwicklung junger Spieler hat, war allen bekannt.
- Als ich zu Saisonbeginn den Spielplan angesehen habe, habe ich gedacht: "OK, das Endprogramm ist machbar". Heißt im Umkehrschluss: Die dicken Brocken kommen in den Spielen vor den letzten 5 ST. Aus den Big 5 steht uns nur noch Köln bevor.
- RWE verließen einige Stammspieler, die neue Mannschaft muss sich erst finden. Viele langwierige Verletzungen von Stammspielern, sinnlose Sperren (Möckel, Odak) schwächen die Truppe in Spiel und Training zusehens.
- RWE verlor durch SR-Fehlentscheidungen 5 Punkte. Selbst wenn man die 2 "so gewonnenen" Punkte gegen Osnabrück abzieht, könnten/müssten/sollten wir mit 14/12 zwischen Platz 9 und 12 stehen.

Sicher habe ich vieles noch nicht aufgezählt.

In Summe ist es eine schwere Entscheidung. Es fällt leicht, zu Hause vom Rechner aus diese zu kritisieren. Fakt ist aber, dass an der Arbeit des Trainers auch viele andere Jobs hängen - unsere wahrscheinlich eher nicht. Also muss man auch mit dieser Entscheidung leben.

Ich wünsche SK alles Gute. Ein guter Feuerwehrmann, der sicher mit dem entsprechenden Kapital ein aufstiegsfähiges Team zusammenbauen kann. Leider ist das nicht der Weg des RWE. Wie schon des Öfteren geschrieben: RWE als Drittligist - von dem Gedanken habe ich mich seit dem Regensburgspiel letzte Saison verabschiedet. RWE muss sich enorm strecken, wenn wir diese Saison die Klasse halten wollen - und dann? Kommt dann plötzlich der freigiebige Sponsor um die Ecke? Oder werden auf einmal 5 "Bergmanns" aus der Jugend geholt und für Millionenbeträge transferiert? Ich glaube nicht daran - lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.