Taktiktisch
10.08.2003 - 13:30 Uhr
26.05.2012 - 22:38 Uhr
Ben Hatira auf dieser Position? Ganz ehrlich, das kann doch nur in die Hose gehen. Auch Djuricin auf Außen finde ich schwierig bis fehlplatziert.
Mit dem von dir genannten Personal klingt das für mich nach einem Bayern Reloaded, viel Ballbesitz und wenig Ertrag. Und ich kann mir auch nicht vorstellen dass das Luhukays Ideen entspricht.
Mit dem von dir genannten Personal klingt das für mich nach einem Bayern Reloaded, viel Ballbesitz und wenig Ertrag. Und ich kann mir auch nicht vorstellen dass das Luhukays Ideen entspricht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von il_capitano am 26.05.2012 um 22:41 Uhr bearbeitet
26.05.2012 - 22:40 Uhr
Zitat von adailton:
8er: Lustenberger und Kobiashvili eventuell Knoll. Ronny falls er bleibt.
Lustenberger: Zu oft verletzt.
Kobi: Wird seine aktive Karriere zwangsweise beenden.
Ronny: Ka ob der bleibt wenn sein Brüderle weg ist oder ob er dann noch motiviert ist.
Das 8er-Problem zieht sich doch bei uns seit Jahren. Ottl war auf dem Papier einer, allerdings ist er bei den Fans durchgefallen und bringt nicht die Leistung die erwartet wird. Aber ansonsten haben und hatten wir keine 8er. Wobei ich mir vorstellen kann, Perdedaj auf diese Position zu schulen. Die Anlagen dafür hätte er.
8er: Lustenberger und Kobiashvili eventuell Knoll. Ronny falls er bleibt.
Lustenberger: Zu oft verletzt.
Kobi: Wird seine aktive Karriere zwangsweise beenden.
Ronny: Ka ob der bleibt wenn sein Brüderle weg ist oder ob er dann noch motiviert ist.
Das 8er-Problem zieht sich doch bei uns seit Jahren. Ottl war auf dem Papier einer, allerdings ist er bei den Fans durchgefallen und bringt nicht die Leistung die erwartet wird. Aber ansonsten haben und hatten wir keine 8er. Wobei ich mir vorstellen kann, Perdedaj auf diese Position zu schulen. Die Anlagen dafür hätte er.
21.06.2012 - 19:54 Uhr
Quelle: www.abseits.at
Taktiktrends zur Europameisterschaft (1) – Defensive
Diese Europameisterschaft zeichnet sich durch viele Überraschungen, zahlreiche Tore und nur wenige restlos überzeugende Auftritte von gesamten Mannschaften aus. Woran das liegt, ist die versuchte Abkehr von vielen Faustregeln des modernen Fußballs. Die Teams versuchen ihre Gegner zu überraschen, alte Ideen wiederzubeleben oder sie gänzlich neu zu erfinden – mit Risiko für die Defensive, welche man mit simplen Mitteln aufgrund der fehlenden Zeit zum Einspielen auffangen möchte. Daraus entstehen einige interessante Trends, welche sich auf Vereinsebene wohl nur bedingt fortsetzen werden. Das extremste Beispiel dürfte vermutlich das Schlagwort des modernen Fußballs sein: „Kompaktheit“.
Ein Gastkommentar von Spielverlagerung über die Defensiv Trends der Fußballeuropameisterschaft. Im weiteren Verlauf des Artikels wird auf das 4-4-2 Spielsystem eingegangen, dass Trainer Luhukay auch bei Hertha BSC nächste Saison spielen lassen will.
Diese Europameisterschaft zeichnet sich durch viele Überraschungen, zahlreiche Tore und nur wenige restlos überzeugende Auftritte von gesamten Mannschaften aus. Woran das liegt, ist die versuchte Abkehr von vielen Faustregeln des modernen Fußballs. Die Teams versuchen ihre Gegner zu überraschen, alte Ideen wiederzubeleben oder sie gänzlich neu zu erfinden – mit Risiko für die Defensive, welche man mit simplen Mitteln aufgrund der fehlenden Zeit zum Einspielen auffangen möchte. Daraus entstehen einige interessante Trends, welche sich auf Vereinsebene wohl nur bedingt fortsetzen werden. Das extremste Beispiel dürfte vermutlich das Schlagwort des modernen Fußballs sein: „Kompaktheit“.
26.06.2012 - 22:18 Uhr
Quelle: www.abseits.at
Taktiktrends zur Europameisterschaft (2) – Offensive
Nicht nur in der Defensive, sondern auch offensiv konnten einige Weiterentwicklungen auf Nationalmannschaftsebene beobachtet werden. Wie bereits angemerkt sind es oftmals sehr simple Veränderungen, da es den Mannschaften schwer fällt, bei nur geringer Trainingszeit Automatismen zu entwickeln. Als krasser Gegensatz dazu stehen beispielsweise die Spanier und die Deutschen, welche aber vom großen Bayern- beziehungsweise Barcelona-Kern und einer von oben organisierten Spielphilosophie profitieren. Bei Deutschland kommt hinzu, dass sie seit nunmehr sechs Jahren den gleichen Trainer besitzen – international ist das eine unübliche Leistung. Stattdessen konzentrieren sich die Mannschaften auf einfache Mechanismen im Offensivspiel, welche sich auch auf die Formation auswirken.
Teil Zwei beschäftigt sich mit der Offensive und Spielsystemen.
Nicht nur in der Defensive, sondern auch offensiv konnten einige Weiterentwicklungen auf Nationalmannschaftsebene beobachtet werden. Wie bereits angemerkt sind es oftmals sehr simple Veränderungen, da es den Mannschaften schwer fällt, bei nur geringer Trainingszeit Automatismen zu entwickeln. Als krasser Gegensatz dazu stehen beispielsweise die Spanier und die Deutschen, welche aber vom großen Bayern- beziehungsweise Barcelona-Kern und einer von oben organisierten Spielphilosophie profitieren. Bei Deutschland kommt hinzu, dass sie seit nunmehr sechs Jahren den gleichen Trainer besitzen – international ist das eine unübliche Leistung. Stattdessen konzentrieren sich die Mannschaften auf einfache Mechanismen im Offensivspiel, welche sich auch auf die Formation auswirken.
29.06.2012 - 16:10 Uhr
Quelle: www.morgenpost.de
"Ich sehe Peer nicht als reinen Sechser", antwortete Luhukay. "Er ist ein Umschaltspieler, der einen Sechser spielen kann, aber auch einen Achter. Er hat einen guten Blick fürs Spiel. Er hatte bei seinen Vereinen meist einen Abräumer neben sich." Kluge sagte, dass er auf seinen Stationen in Mönchengladbach, Nürnberg und auf Schalke praktisch alle Positionen ausgefüllt habe. "Ich habe in einer Raute in Nürnberg links und auf Schalke rechts gespielt. Ich habe allein auf der Sechs gespielt oder mit einem Kollegen auf der Doppel-Sechs."
... ob mit der Kluge-Verpflichtung der Abgang von Peter Niemeyer vorbereitet werde. ... Kluge soll Chef im Mittelfeld werden. Der 1,92-m-große Niemeyer soll bleiben, aber vorrangig als Innenverteidiger eingesetzt werden. Ein Abwehrzentrum mit Roman Hubnik, Maik Franz und Niemeyer, ...
... Trainer Luhukay sagte, er wisse nicht mal, mit welchem Spielsystem er in die Saison geht. "Bei den Aufstiegen mit Gladbach und Augsburg habe ich jeweils mit einem 4-4-2 mit flacher Doppel-Sechs gespielt".
Aber je nach Situation könne aus der Taktik mit zwei Stürmern eine mit einem werden, ein 4-2-3-1, wie es die deutsche Nationalmannschaft spielt.
[/zitat]
... ob mit der Kluge-Verpflichtung der Abgang von Peter Niemeyer vorbereitet werde. ... Kluge soll Chef im Mittelfeld werden. Der 1,92-m-große Niemeyer soll bleiben, aber vorrangig als Innenverteidiger eingesetzt werden. Ein Abwehrzentrum mit Roman Hubnik, Maik Franz und Niemeyer, ...
... Trainer Luhukay sagte, er wisse nicht mal, mit welchem Spielsystem er in die Saison geht. "Bei den Aufstiegen mit Gladbach und Augsburg habe ich jeweils mit einem 4-4-2 mit flacher Doppel-Sechs gespielt".
Aber je nach Situation könne aus der Taktik mit zwei Stürmern eine mit einem werden, ein 4-2-3-1, wie es die deutsche Nationalmannschaft spielt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von randberliner am 29.06.2012 um 16:13 Uhr bearbeitet
29.06.2012 - 16:36 Uhr
Franz dann als RAV und Hubnik und Niemeyer als IV.
Hoffentlich spielen wir nie gegen schnelle Stuermer.
Morales, Neumann, Holland und Co koennen dann die Viererkette auf der Bank bilden.
Hoffentlich spielen wir nie gegen schnelle Stuermer.
Morales, Neumann, Holland und Co koennen dann die Viererkette auf der Bank bilden.
30.06.2012 - 06:27 Uhr
Lacht mich aus aber ich würde sehr gerne das hier sehen...
3-4-3 (Positions versetzt)
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---x----x----x----
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--x------------x--
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-----x------x------
Vorteile:
bietet unglaubliche Vielfalt im Angriff, was wir uns bei Hertha ja wünschen. es sind immer mindestens 6-7 Spieler im Angriffsgeschehen, eine diziplinierte Abwehr kann bsw. bei Kontern mit der 3er Kette die Angreifer ins Abseits laufen lassen oder bei einem normalen Spielaufbau der gegner, bilden die DM´s gemeinsam mit der Abwehr eine 5er Kette und die HS lässt sich fallen und gibt den Vorstopper.
Nachteile:
Hertha mit 6-7 Spielern im Angriffgeschen?
diziplinierte Abwehr?
offensive arbeitet mit nach hinten?
Ok Ok ich sehe schon... :ugly
Aber es wäre mein Traum, Hertha erfolgreich in diesem System spielen zu sehen!!! ;)
3-4-3 (Positions versetzt)
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Vorteile:
bietet unglaubliche Vielfalt im Angriff, was wir uns bei Hertha ja wünschen. es sind immer mindestens 6-7 Spieler im Angriffsgeschehen, eine diziplinierte Abwehr kann bsw. bei Kontern mit der 3er Kette die Angreifer ins Abseits laufen lassen oder bei einem normalen Spielaufbau der gegner, bilden die DM´s gemeinsam mit der Abwehr eine 5er Kette und die HS lässt sich fallen und gibt den Vorstopper.
Nachteile:
Hertha mit 6-7 Spielern im Angriffgeschen?
diziplinierte Abwehr?
offensive arbeitet mit nach hinten?
Ok Ok ich sehe schon... :ugly
Aber es wäre mein Traum, Hertha erfolgreich in diesem System spielen zu sehen!!! ;)
30.06.2012 - 13:22 Uhr
Trainer Jos Luhukay fovorisiert bei Hertha BSC für die kommende Saison ein 4-4-2. Dieses Spielsystem gilt als antiquiert. Ich habe mir Gedanken gemacht wie ein 4-4-2 wieder modern aussehen könnte.
Als erstes muss man den Vorteil des 4-4-2 sehen, und das ist eindeutig beiden 4er Ketten. Stehen diese eng beieinander, ist das für die gegnerische Offensive ein Bollwerk, dass nur durch Einzelaktionen zu überwinden ist.
Baut der Gegner sein Spiel langsam auf hat er 8 Spieler in zwei Reihen zu überwinden um vor das Tor zu kommen.
Befindet er sich schon im generischen Drittel zwischen den beiden Ketten, können diese beim zusammenziehen die Passwege für den Ballführenden zustellen und ihn so zu einem Ballverlust zwingen. Ein kräftezehrendes Pressing ist nicht notwendig.
Ein weiterer Vorteil ist der Spielaufbau eines solchen Systems. Der Ballführende Spieler hat mehrere Anspielmöglichkeiten. Die Außenverteidiger haben ihren offensiven Flügelpartner, den Zentralen Mittelfeldspieler und den nahestehenden Innenverteidiger als Anspieloption. Die Innenverteidiger den Außenverteidiger und den Flügelspieler auf ihrer Seite, den zweiten Innenverteidiger und beide zentralen Mittelfeldspieler. Die Offensiven Flügelspieler können Rückpässe zu ihren Außenverteidiger und den nahestehenden Innenverteidiger spielen, sowie zum zentralen Mittelfeldspieler und zentralen Offensivspieler. Die zentralen Mittelfeldspieler können alle Spieler anspielen außer die Außenspieler auf ihrer abgewandten Seite.
Wird das Spiel breit aufgebaut, dürfte es für die verteidigende Mannschaft schwer werden an den Ball zu kommen. Es sei denn sie gehen das Risiko ein und greifen den ballführenden Spieler mit zwei oder drei Spielern an mit dem Risiko Lücken in ihrer eigenen Defensive zu hinterlassen.
Als Nachteile des 4-4-2 sind eindeutig die beiden Mittelstürmer zu sehen, die von Anspielen leben und die Unterzahl im zentralen Mittelfeld.
Den Nachteile kann man ausgleichen in den man auf Spielstarke Offensivakteure setzt. Auf Spieler die nicht nur auf den finalen Pass warten, sondern aktiv in den Spielaufbau mit eingreifen und in der Lage sind aus der Tiefe zu kommen.
Das ganze könnte folgendermaßen aussehen: In erster Linie ist es wichtig die Vorteile der beiden Viererketten beizubehalten. Defensiv wie Offensiv mit zwei mal vier Spielern. In der Offensive würde sich das Spielsystem zu einem 2-4-4 ändern. Die beiden Spieler die nicht in den beiden Ketten spielen müssen Offensiv entweder den ballführenden Gegner pressen oder eventuelle Lücken in den Ketten ersetzen. Defensiv agieren die beiden Innenverteidiger als eine Art Libero hinter der zweiten Kette die aus den Außenverteidigern und den zentralen Mittelfeldspielern bestehen und für den Spielaufbau zuständig sind.
Defensiv hätte dies den Vorteil, dass man mit den beiden freien Spielern die Lücken in den Ketten schließen sollen die Seiten Seiten überladen könnte ohne die Mitte zu entblößen.
Offensiv hat dies den Vorteil, dass der Gegner die Offensive Kette verteidigen muss und ebenso die zweite Reihe die das Spiel aufbaut. Bleibt die Offensivreihe sehr breit, reißt man dadurch noch zusätzliche Lücken.
Als erstes muss man den Vorteil des 4-4-2 sehen, und das ist eindeutig beiden 4er Ketten. Stehen diese eng beieinander, ist das für die gegnerische Offensive ein Bollwerk, dass nur durch Einzelaktionen zu überwinden ist.
Baut der Gegner sein Spiel langsam auf hat er 8 Spieler in zwei Reihen zu überwinden um vor das Tor zu kommen.
Befindet er sich schon im generischen Drittel zwischen den beiden Ketten, können diese beim zusammenziehen die Passwege für den Ballführenden zustellen und ihn so zu einem Ballverlust zwingen. Ein kräftezehrendes Pressing ist nicht notwendig.
Ein weiterer Vorteil ist der Spielaufbau eines solchen Systems. Der Ballführende Spieler hat mehrere Anspielmöglichkeiten. Die Außenverteidiger haben ihren offensiven Flügelpartner, den Zentralen Mittelfeldspieler und den nahestehenden Innenverteidiger als Anspieloption. Die Innenverteidiger den Außenverteidiger und den Flügelspieler auf ihrer Seite, den zweiten Innenverteidiger und beide zentralen Mittelfeldspieler. Die Offensiven Flügelspieler können Rückpässe zu ihren Außenverteidiger und den nahestehenden Innenverteidiger spielen, sowie zum zentralen Mittelfeldspieler und zentralen Offensivspieler. Die zentralen Mittelfeldspieler können alle Spieler anspielen außer die Außenspieler auf ihrer abgewandten Seite.
Wird das Spiel breit aufgebaut, dürfte es für die verteidigende Mannschaft schwer werden an den Ball zu kommen. Es sei denn sie gehen das Risiko ein und greifen den ballführenden Spieler mit zwei oder drei Spielern an mit dem Risiko Lücken in ihrer eigenen Defensive zu hinterlassen.
Als Nachteile des 4-4-2 sind eindeutig die beiden Mittelstürmer zu sehen, die von Anspielen leben und die Unterzahl im zentralen Mittelfeld.
Den Nachteile kann man ausgleichen in den man auf Spielstarke Offensivakteure setzt. Auf Spieler die nicht nur auf den finalen Pass warten, sondern aktiv in den Spielaufbau mit eingreifen und in der Lage sind aus der Tiefe zu kommen.
Das ganze könnte folgendermaßen aussehen: In erster Linie ist es wichtig die Vorteile der beiden Viererketten beizubehalten. Defensiv wie Offensiv mit zwei mal vier Spielern. In der Offensive würde sich das Spielsystem zu einem 2-4-4 ändern. Die beiden Spieler die nicht in den beiden Ketten spielen müssen Offensiv entweder den ballführenden Gegner pressen oder eventuelle Lücken in den Ketten ersetzen. Defensiv agieren die beiden Innenverteidiger als eine Art Libero hinter der zweiten Kette die aus den Außenverteidigern und den zentralen Mittelfeldspielern bestehen und für den Spielaufbau zuständig sind.
Defensiv hätte dies den Vorteil, dass man mit den beiden freien Spielern die Lücken in den Ketten schließen sollen die Seiten Seiten überladen könnte ohne die Mitte zu entblößen.
Offensiv hat dies den Vorteil, dass der Gegner die Offensive Kette verteidigen muss und ebenso die zweite Reihe die das Spiel aufbaut. Bleibt die Offensivreihe sehr breit, reißt man dadurch noch zusätzliche Lücken.
01.07.2012 - 16:11 Uhr
Zitat von adailton:
Trainer Jos Luhukay fovorisiert bei Hertha BSC für die kommende Saison ein 4-4-2. Dieses Spielsystem gilt als antiquiert. Ich habe mir Gedanken gemacht wie ein 4-4-2 wieder modern aussehen könnte.
Insgesamt ein sehr schöner Beitrag. Vielleicht ein paar Anregungen:
Zitat von adailton:
Als erstes muss man den Vorteil des 4-4-2 sehen, und das ist eindeutig beiden 4er Ketten. Stehen diese eng beieinander, ist das für die gegnerische Offensive ein Bollwerk, dass nur durch Einzelaktionen zu überwinden ist.
Baut der Gegner sein Spiel langsam auf hat er 8 Spieler in zwei Reihen zu überwinden um vor das Tor zu kommen.
Befindet er sich schon im generischen Drittel zwischen den beiden Ketten, können diese beim zusammenziehen die Passwege für den Ballführenden zustellen und ihn so zu einem Ballverlust zwingen. Ein kräftezehrendes Pressing ist nicht notwendig.
Ok, zustellen erfordert die passive Rolle im Spiel. Die Frage ist, was passiert, sobald man einen Pass abfängt? Das Konter-Verhalten ist langsam durch die Viererketten. Anspielstationen sind also die Stürmer, die den Ball prallen lassen müssen für die aufrückende Zentrale, die dann wiederrum entweder den durchstartenden Stürmer mit hohen Bällen versorgt (leicht abfangbar durch einen tieferstehenden Innenverteidiger) oder durch die Verteilung nach Außen. Allerdings Hier ist es im Konterspiel nun aber schon der Dritte Pass, was dem Gegner ermöglicht seine Viererkette ebenfalls zu positionieren.
Lösung, eine tieferstehende Spitze (hängend), die den Pass sofort auf den zweiten, startenden Stürmer weiterleitet. Wo wir uns aber ganz langsam einem altbekannten Spielsystem nähern...
Zitat von adailton:
Ein weiterer Vorteil ist der Spielaufbau eines solchen Systems. Der Ballführende Spieler hat mehrere Anspielmöglichkeiten. Die Außenverteidiger haben ihren offensiven Flügelpartner, den Zentralen Mittelfeldspieler und den nahestehenden Innenverteidiger als Anspieloption. Die Innenverteidiger den Außenverteidiger und den Flügelspieler auf ihrer Seite, den zweiten Innenverteidiger und beide zentralen Mittelfeldspieler. Die Offensiven Flügelspieler können Rückpässe zu ihren Außenverteidiger und den nahestehenden Innenverteidiger spielen, sowie zum zentralen Mittelfeldspieler und zentralen Offensivspieler. Die zentralen Mittelfeldspieler können alle Spieler anspielen außer die Außenspieler auf ihrer abgewandten Seite.
Wird das Spiel breit aufgebaut, dürfte es für die verteidigende Mannschaft schwer werden an den Ball zu kommen. Es sei denn sie gehen das Risiko ein und greifen den ballführenden Spieler mit zwei oder drei Spielern an mit dem Risiko Lücken in ihrer eigenen Defensive zu hinterlassen.
Du sagst es, macht man das Spiel breit, zieht man Lücken. Allerdings braucht es für die hohe Passquote technisch saubere Spieler, die den Ball auch über 10 Meter genau in den Fuß spielen, oder die einen "knappen" Pass spielen können, sodass Überraschungsmomente entstehen. Da 85% der anderen Mannschaften mit einem 4-2-3-1 und zwei tiefstehenden Ketten spielen kommt erschwerend hinzu, dass die 10 des Gegners ständig versuchen wird, die beiden zentralen Spieler als Anspielstationen und Ballverteiler zu blockieren.
Zitat von adailton:
Als Nachteile des 4-4-2 sind eindeutig die beiden Mittelstürmer zu sehen, die von Anspielen leben und die Unterzahl im zentralen Mittelfeld.
Den Nachteile kann man ausgleichen in den man auf Spielstarke Offensivakteure setzt. Auf Spieler die nicht nur auf den finalen Pass warten, sondern aktiv in den Spielaufbau mit eingreifen und in der Lage sind aus der Tiefe zu kommen.
Das ganze könnte folgendermaßen aussehen: In erster Linie ist es wichtig die Vorteile der beiden Viererketten beizubehalten. Defensiv wie Offensiv mit zwei mal vier Spielern. In der Offensive würde sich das Spielsystem zu einem 2-4-4 ändern. Die beiden Spieler die nicht in den beiden Ketten spielen müssen Offensiv entweder den ballführenden Gegner pressen oder eventuelle Lücken in den Ketten ersetzen. Defensiv agieren die beiden Innenverteidiger als eine Art Libero hinter der zweiten Kette die aus den Außenverteidigern und den zentralen Mittelfeldspielern bestehen und für den Spielaufbau zuständig sind.
Defensiv hätte dies den Vorteil, dass man mit den beiden freien Spielern die Lücken in den Ketten schließen sollen die Seiten Seiten überladen könnte ohne die Mitte zu entblößen.
Offensiv hat dies den Vorteil, dass der Gegner die Offensive Kette verteidigen muss und ebenso die zweite Reihe die das Spiel aufbaut. Bleibt die Offensivreihe sehr breit, reißt man dadurch noch zusätzliche Lücken.
Hier gebe ich dir Recht. Wenn man mit einer offensiven Viererkette nach vorne rückt, kann man durch sie Breit des Spiels Lücken zwischen den AV's und den IV's der Viererkette reißen, die von den breit aufgestellten Achtern in der hinteren Offensivreihe durchstoßen werden könnten.
Allerings würde ich hier nicht statisch vorgehen. Lässt man eine Seite etwas hängen, wird der Gegner wie üblich versuchen, seine Spiel ebenfalls zu verschieben. Die Lücken, die dann auf der gegenüberliegenden Seite entstehen, könnten durch den Flügelspieler erstürmt werden.
Dann bin ich wieder bei der hängenden Spitze: Durch die Rückverlagerung der gegnerischen Viererkette wird zwar der Mittelstürmer gedeckt, allerdings kann man gegen die Laufrichtung der sich rückwarts bewegenden Defensivspieler des Gegners den hinteren Bereich des Strafraums mit der hängenden Spitze sowie einen Achter als Anspielstation füllen.
Trainer Jos Luhukay fovorisiert bei Hertha BSC für die kommende Saison ein 4-4-2. Dieses Spielsystem gilt als antiquiert. Ich habe mir Gedanken gemacht wie ein 4-4-2 wieder modern aussehen könnte.
Insgesamt ein sehr schöner Beitrag. Vielleicht ein paar Anregungen:
Zitat von adailton:
Als erstes muss man den Vorteil des 4-4-2 sehen, und das ist eindeutig beiden 4er Ketten. Stehen diese eng beieinander, ist das für die gegnerische Offensive ein Bollwerk, dass nur durch Einzelaktionen zu überwinden ist.
Baut der Gegner sein Spiel langsam auf hat er 8 Spieler in zwei Reihen zu überwinden um vor das Tor zu kommen.
Befindet er sich schon im generischen Drittel zwischen den beiden Ketten, können diese beim zusammenziehen die Passwege für den Ballführenden zustellen und ihn so zu einem Ballverlust zwingen. Ein kräftezehrendes Pressing ist nicht notwendig.
Ok, zustellen erfordert die passive Rolle im Spiel. Die Frage ist, was passiert, sobald man einen Pass abfängt? Das Konter-Verhalten ist langsam durch die Viererketten. Anspielstationen sind also die Stürmer, die den Ball prallen lassen müssen für die aufrückende Zentrale, die dann wiederrum entweder den durchstartenden Stürmer mit hohen Bällen versorgt (leicht abfangbar durch einen tieferstehenden Innenverteidiger) oder durch die Verteilung nach Außen. Allerdings Hier ist es im Konterspiel nun aber schon der Dritte Pass, was dem Gegner ermöglicht seine Viererkette ebenfalls zu positionieren.
Lösung, eine tieferstehende Spitze (hängend), die den Pass sofort auf den zweiten, startenden Stürmer weiterleitet. Wo wir uns aber ganz langsam einem altbekannten Spielsystem nähern...
Zitat von adailton:
Ein weiterer Vorteil ist der Spielaufbau eines solchen Systems. Der Ballführende Spieler hat mehrere Anspielmöglichkeiten. Die Außenverteidiger haben ihren offensiven Flügelpartner, den Zentralen Mittelfeldspieler und den nahestehenden Innenverteidiger als Anspieloption. Die Innenverteidiger den Außenverteidiger und den Flügelspieler auf ihrer Seite, den zweiten Innenverteidiger und beide zentralen Mittelfeldspieler. Die Offensiven Flügelspieler können Rückpässe zu ihren Außenverteidiger und den nahestehenden Innenverteidiger spielen, sowie zum zentralen Mittelfeldspieler und zentralen Offensivspieler. Die zentralen Mittelfeldspieler können alle Spieler anspielen außer die Außenspieler auf ihrer abgewandten Seite.
Wird das Spiel breit aufgebaut, dürfte es für die verteidigende Mannschaft schwer werden an den Ball zu kommen. Es sei denn sie gehen das Risiko ein und greifen den ballführenden Spieler mit zwei oder drei Spielern an mit dem Risiko Lücken in ihrer eigenen Defensive zu hinterlassen.
Du sagst es, macht man das Spiel breit, zieht man Lücken. Allerdings braucht es für die hohe Passquote technisch saubere Spieler, die den Ball auch über 10 Meter genau in den Fuß spielen, oder die einen "knappen" Pass spielen können, sodass Überraschungsmomente entstehen. Da 85% der anderen Mannschaften mit einem 4-2-3-1 und zwei tiefstehenden Ketten spielen kommt erschwerend hinzu, dass die 10 des Gegners ständig versuchen wird, die beiden zentralen Spieler als Anspielstationen und Ballverteiler zu blockieren.
Zitat von adailton:
Als Nachteile des 4-4-2 sind eindeutig die beiden Mittelstürmer zu sehen, die von Anspielen leben und die Unterzahl im zentralen Mittelfeld.
Den Nachteile kann man ausgleichen in den man auf Spielstarke Offensivakteure setzt. Auf Spieler die nicht nur auf den finalen Pass warten, sondern aktiv in den Spielaufbau mit eingreifen und in der Lage sind aus der Tiefe zu kommen.
Das ganze könnte folgendermaßen aussehen: In erster Linie ist es wichtig die Vorteile der beiden Viererketten beizubehalten. Defensiv wie Offensiv mit zwei mal vier Spielern. In der Offensive würde sich das Spielsystem zu einem 2-4-4 ändern. Die beiden Spieler die nicht in den beiden Ketten spielen müssen Offensiv entweder den ballführenden Gegner pressen oder eventuelle Lücken in den Ketten ersetzen. Defensiv agieren die beiden Innenverteidiger als eine Art Libero hinter der zweiten Kette die aus den Außenverteidigern und den zentralen Mittelfeldspielern bestehen und für den Spielaufbau zuständig sind.
Defensiv hätte dies den Vorteil, dass man mit den beiden freien Spielern die Lücken in den Ketten schließen sollen die Seiten Seiten überladen könnte ohne die Mitte zu entblößen.
Offensiv hat dies den Vorteil, dass der Gegner die Offensive Kette verteidigen muss und ebenso die zweite Reihe die das Spiel aufbaut. Bleibt die Offensivreihe sehr breit, reißt man dadurch noch zusätzliche Lücken.
Hier gebe ich dir Recht. Wenn man mit einer offensiven Viererkette nach vorne rückt, kann man durch sie Breit des Spiels Lücken zwischen den AV's und den IV's der Viererkette reißen, die von den breit aufgestellten Achtern in der hinteren Offensivreihe durchstoßen werden könnten.
Allerings würde ich hier nicht statisch vorgehen. Lässt man eine Seite etwas hängen, wird der Gegner wie üblich versuchen, seine Spiel ebenfalls zu verschieben. Die Lücken, die dann auf der gegenüberliegenden Seite entstehen, könnten durch den Flügelspieler erstürmt werden.
Dann bin ich wieder bei der hängenden Spitze: Durch die Rückverlagerung der gegnerischen Viererkette wird zwar der Mittelstürmer gedeckt, allerdings kann man gegen die Laufrichtung der sich rückwarts bewegenden Defensivspieler des Gegners den hinteren Bereich des Strafraums mit der hängenden Spitze sowie einen Achter als Anspielstation füllen.
01.07.2012 - 16:58 Uhr
Zitat von Tempus:
Zitat von adailton:
Trainer Jos Luhukay fovorisiert bei Hertha BSC für die kommende Saison ein 4-4-2. Dieses Spielsystem gilt als antiquiert. Ich habe mir Gedanken gemacht wie ein 4-4-2 wieder modern aussehen könnte.
Insgesamt ein sehr schöner Beitrag. Vielleicht ein paar Anregungen:
Zitat von adailton:
Als erstes muss man den Vorteil des 4-4-2 sehen, und das ist eindeutig beiden 4er Ketten. Stehen diese eng beieinander, ist das für die gegnerische Offensive ein Bollwerk, dass nur durch Einzelaktionen zu überwinden ist.
Baut der Gegner sein Spiel langsam auf hat er 8 Spieler in zwei Reihen zu überwinden um vor das Tor zu kommen.
Befindet er sich schon im generischen Drittel zwischen den beiden Ketten, können diese beim zusammenziehen die Passwege für den Ballführenden zustellen und ihn so zu einem Ballverlust zwingen. Ein kräftezehrendes Pressing ist nicht notwendig.
Ok, zustellen erfordert die passive Rolle im Spiel. Die Frage ist, was passiert, sobald man einen Pass abfängt? Das Konter-Verhalten ist langsam durch die Viererketten. Anspielstationen sind also die Stürmer, die den Ball prallen lassen müssen für die aufrückende Zentrale, die dann wiederrum entweder den durchstartenden Stürmer mit hohen Bällen versorgt (leicht abfangbar durch einen tieferstehenden Innenverteidiger) oder durch die Verteilung nach Außen. Allerdings Hier ist es im Konterspiel nun aber schon der Dritte Pass, was dem Gegner ermöglicht seine Viererkette ebenfalls zu positionieren.
Lösung, eine tieferstehende Spitze (hängend), die den Pass sofort auf den zweiten, startenden Stürmer weiterleitet. Wo wir uns aber ganz langsam einem altbekannten Spielsystem nähern...
Die Idee hier die freien Stürmer positionieren sich nicht in der Mitte sondern auf den Flügeln. Der mögliche Effekt wäre nicht die Außenverteidiger der gegnerischen Mannschaft würden sich in den Angriff mit einschalten, sondern die Innenverteidiger die größtenteils ihre Stärken in der Defensive haben. Eventuell doppelt die Mannschaft den Stürmer, was defensiv eine Überzahl erzeugt.
Der Stürmer hat dann zwei Optionen. Er gewinnt das Laufduell und zieht Richtung Tor. Oder er kann seinen Gegenspieler nicht abschütteln und geht zur Eckfahne um das Spiel breit zumachen. Hier versucht er eine Flanke/Pass auf einen nachrückenden Mitspieler zu spielen, oder eine Ecke rauszuholen.
Zitat von Tempus:
Zitat von adailton:
Ein weiterer Vorteil ist der Spielaufbau eines solchen Systems. Der Ballführende Spieler hat mehrere Anspielmöglichkeiten. Die Außenverteidiger haben ihren offensiven Flügelpartner, den Zentralen Mittelfeldspieler und den nahestehenden Innenverteidiger als Anspieloption. Die Innenverteidiger den Außenverteidiger und den Flügelspieler auf ihrer Seite, den zweiten Innenverteidiger und beide zentralen Mittelfeldspieler. Die Offensiven Flügelspieler können Rückpässe zu ihren Außenverteidiger und den nahestehenden Innenverteidiger spielen, sowie zum zentralen Mittelfeldspieler und zentralen Offensivspieler. Die zentralen Mittelfeldspieler können alle Spieler anspielen außer die Außenspieler auf ihrer abgewandten Seite.
Wird das Spiel breit aufgebaut, dürfte es für die verteidigende Mannschaft schwer werden an den Ball zu kommen. Es sei denn sie gehen das Risiko ein und greifen den ballführenden Spieler mit zwei oder drei Spielern an mit dem Risiko Lücken in ihrer eigenen Defensive zu hinterlassen.
Du sagst es, macht man das Spiel breit, zieht man Lücken. Allerdings braucht es für die hohe Passquote technisch saubere Spieler, die den Ball auch über 10 Meter genau in den Fuß spielen, oder die einen "knappen" Pass spielen können, sodass Überraschungsmomente entstehen. Da 85% der anderen Mannschaften mit einem 4-2-3-1 und zwei tiefstehenden Ketten spielen kommt erschwerend hinzu, dass die 10 des Gegners ständig versuchen wird, die beiden zentralen Spieler als Anspielstationen und Ballverteiler zu blockieren.
Du meinst der Gegner verteidigt in einem 4-4-1-1? In diesem Fall könnte der Ball auf die Außenverteidiger gespielt werden, oder die Innenverteidiger. Zentraler Mittelfeldspieler und Innenverteidiger bilden ein Viereck und haben drei Anspielstationen. Zwei können aber nur von den beiden Offensivkräften zugestellt werden.
Eine weitere Möglichkeit die Offensive Viererkette zieht sich etwas zurück, so dass die Distanz zum gegnerischen Tor größer wird, wenn die Verteidiger mitgehen. Wird dann ein langer Ball in den freien Raum gespielt, kann es zu einer 1 zu 1 Situation kommen.
Dafür braucht man technisch gute Spieler die ballsicher sind. Hertha BSC verfügt über solche Spieler und Luhukay kann dies im Training verfeinern.
Zitat von Tempus:
Zitat von adailton:
Als Nachteile des 4-4-2 sind eindeutig die beiden Mittelstürmer zu sehen, die von Anspielen leben und die Unterzahl im zentralen Mittelfeld.
Den Nachteile kann man ausgleichen in den man auf Spielstarke Offensivakteure setzt. Auf Spieler die nicht nur auf den finalen Pass warten, sondern aktiv in den Spielaufbau mit eingreifen und in der Lage sind aus der Tiefe zu kommen.
Das ganze könnte folgendermaßen aussehen: In erster Linie ist es wichtig die Vorteile der beiden Viererketten beizubehalten. Defensiv wie Offensiv mit zwei mal vier Spielern. In der Offensive würde sich das Spielsystem zu einem 2-4-4 ändern. Die beiden Spieler die nicht in den beiden Ketten spielen müssen Offensiv entweder den ballführenden Gegner pressen oder eventuelle Lücken in den Ketten ersetzen. Defensiv agieren die beiden Innenverteidiger als eine Art Libero hinter der zweiten Kette die aus den Außenverteidigern und den zentralen Mittelfeldspielern bestehen und für den Spielaufbau zuständig sind.
Defensiv hätte dies den Vorteil, dass man mit den beiden freien Spielern die Lücken in den Ketten schließen sollen die Seiten Seiten überladen könnte ohne die Mitte zu entblößen.
Offensiv hat dies den Vorteil, dass der Gegner die Offensive Kette verteidigen muss und ebenso die zweite Reihe die das Spiel aufbaut. Bleibt die Offensivreihe sehr breit, reißt man dadurch noch zusätzliche Lücken.
Hier gebe ich dir Recht. Wenn man mit einer offensiven Viererkette nach vorne rückt, kann man durch sie Breit des Spiels Lücken zwischen den AV's und den IV's der Viererkette reißen, die von den breit aufgestellten Achtern in der hinteren Offensivreihe durchstoßen werden könnten.
Allerings würde ich hier nicht statisch vorgehen. Lässt man eine Seite etwas hängen, wird der Gegner wie üblich versuchen, seine Spiel ebenfalls zu verschieben. Die Lücken, die dann auf der gegenüberliegenden Seite entstehen, könnten durch den Flügelspieler erstürmt werden.
Dann bin ich wieder bei der hängenden Spitze: Durch die Rückverlagerung der gegnerischen Viererkette wird zwar der Mittelstürmer gedeckt, allerdings kann man gegen die Laufrichtung der sich rückwarts bewegenden Defensivspieler des Gegners den hinteren Bereich des Strafraums mit der hängenden Spitze sowie einen Achter als Anspielstation füllen.
Eine weitere Option für den Belagerungszustand, wenn die gegnerische Mannschaft mauert. Dieses System würde ich mit zwei Halbstürmern spielen. Gibt es keine Abnehmer für Ramos und Raffael, hätte man die beiden zentralen Offensivkräfte.
Zitat von adailton:
Trainer Jos Luhukay fovorisiert bei Hertha BSC für die kommende Saison ein 4-4-2. Dieses Spielsystem gilt als antiquiert. Ich habe mir Gedanken gemacht wie ein 4-4-2 wieder modern aussehen könnte.
Insgesamt ein sehr schöner Beitrag. Vielleicht ein paar Anregungen:
Zitat von adailton:
Als erstes muss man den Vorteil des 4-4-2 sehen, und das ist eindeutig beiden 4er Ketten. Stehen diese eng beieinander, ist das für die gegnerische Offensive ein Bollwerk, dass nur durch Einzelaktionen zu überwinden ist.
Baut der Gegner sein Spiel langsam auf hat er 8 Spieler in zwei Reihen zu überwinden um vor das Tor zu kommen.
Befindet er sich schon im generischen Drittel zwischen den beiden Ketten, können diese beim zusammenziehen die Passwege für den Ballführenden zustellen und ihn so zu einem Ballverlust zwingen. Ein kräftezehrendes Pressing ist nicht notwendig.
Ok, zustellen erfordert die passive Rolle im Spiel. Die Frage ist, was passiert, sobald man einen Pass abfängt? Das Konter-Verhalten ist langsam durch die Viererketten. Anspielstationen sind also die Stürmer, die den Ball prallen lassen müssen für die aufrückende Zentrale, die dann wiederrum entweder den durchstartenden Stürmer mit hohen Bällen versorgt (leicht abfangbar durch einen tieferstehenden Innenverteidiger) oder durch die Verteilung nach Außen. Allerdings Hier ist es im Konterspiel nun aber schon der Dritte Pass, was dem Gegner ermöglicht seine Viererkette ebenfalls zu positionieren.
Lösung, eine tieferstehende Spitze (hängend), die den Pass sofort auf den zweiten, startenden Stürmer weiterleitet. Wo wir uns aber ganz langsam einem altbekannten Spielsystem nähern...
Die Idee hier die freien Stürmer positionieren sich nicht in der Mitte sondern auf den Flügeln. Der mögliche Effekt wäre nicht die Außenverteidiger der gegnerischen Mannschaft würden sich in den Angriff mit einschalten, sondern die Innenverteidiger die größtenteils ihre Stärken in der Defensive haben. Eventuell doppelt die Mannschaft den Stürmer, was defensiv eine Überzahl erzeugt.
Der Stürmer hat dann zwei Optionen. Er gewinnt das Laufduell und zieht Richtung Tor. Oder er kann seinen Gegenspieler nicht abschütteln und geht zur Eckfahne um das Spiel breit zumachen. Hier versucht er eine Flanke/Pass auf einen nachrückenden Mitspieler zu spielen, oder eine Ecke rauszuholen.
Zitat von Tempus:
Zitat von adailton:
Ein weiterer Vorteil ist der Spielaufbau eines solchen Systems. Der Ballführende Spieler hat mehrere Anspielmöglichkeiten. Die Außenverteidiger haben ihren offensiven Flügelpartner, den Zentralen Mittelfeldspieler und den nahestehenden Innenverteidiger als Anspieloption. Die Innenverteidiger den Außenverteidiger und den Flügelspieler auf ihrer Seite, den zweiten Innenverteidiger und beide zentralen Mittelfeldspieler. Die Offensiven Flügelspieler können Rückpässe zu ihren Außenverteidiger und den nahestehenden Innenverteidiger spielen, sowie zum zentralen Mittelfeldspieler und zentralen Offensivspieler. Die zentralen Mittelfeldspieler können alle Spieler anspielen außer die Außenspieler auf ihrer abgewandten Seite.
Wird das Spiel breit aufgebaut, dürfte es für die verteidigende Mannschaft schwer werden an den Ball zu kommen. Es sei denn sie gehen das Risiko ein und greifen den ballführenden Spieler mit zwei oder drei Spielern an mit dem Risiko Lücken in ihrer eigenen Defensive zu hinterlassen.
Du sagst es, macht man das Spiel breit, zieht man Lücken. Allerdings braucht es für die hohe Passquote technisch saubere Spieler, die den Ball auch über 10 Meter genau in den Fuß spielen, oder die einen "knappen" Pass spielen können, sodass Überraschungsmomente entstehen. Da 85% der anderen Mannschaften mit einem 4-2-3-1 und zwei tiefstehenden Ketten spielen kommt erschwerend hinzu, dass die 10 des Gegners ständig versuchen wird, die beiden zentralen Spieler als Anspielstationen und Ballverteiler zu blockieren.
Du meinst der Gegner verteidigt in einem 4-4-1-1? In diesem Fall könnte der Ball auf die Außenverteidiger gespielt werden, oder die Innenverteidiger. Zentraler Mittelfeldspieler und Innenverteidiger bilden ein Viereck und haben drei Anspielstationen. Zwei können aber nur von den beiden Offensivkräften zugestellt werden.
Eine weitere Möglichkeit die Offensive Viererkette zieht sich etwas zurück, so dass die Distanz zum gegnerischen Tor größer wird, wenn die Verteidiger mitgehen. Wird dann ein langer Ball in den freien Raum gespielt, kann es zu einer 1 zu 1 Situation kommen.
Dafür braucht man technisch gute Spieler die ballsicher sind. Hertha BSC verfügt über solche Spieler und Luhukay kann dies im Training verfeinern.
Zitat von Tempus:
Zitat von adailton:
Als Nachteile des 4-4-2 sind eindeutig die beiden Mittelstürmer zu sehen, die von Anspielen leben und die Unterzahl im zentralen Mittelfeld.
Den Nachteile kann man ausgleichen in den man auf Spielstarke Offensivakteure setzt. Auf Spieler die nicht nur auf den finalen Pass warten, sondern aktiv in den Spielaufbau mit eingreifen und in der Lage sind aus der Tiefe zu kommen.
Das ganze könnte folgendermaßen aussehen: In erster Linie ist es wichtig die Vorteile der beiden Viererketten beizubehalten. Defensiv wie Offensiv mit zwei mal vier Spielern. In der Offensive würde sich das Spielsystem zu einem 2-4-4 ändern. Die beiden Spieler die nicht in den beiden Ketten spielen müssen Offensiv entweder den ballführenden Gegner pressen oder eventuelle Lücken in den Ketten ersetzen. Defensiv agieren die beiden Innenverteidiger als eine Art Libero hinter der zweiten Kette die aus den Außenverteidigern und den zentralen Mittelfeldspielern bestehen und für den Spielaufbau zuständig sind.
Defensiv hätte dies den Vorteil, dass man mit den beiden freien Spielern die Lücken in den Ketten schließen sollen die Seiten Seiten überladen könnte ohne die Mitte zu entblößen.
Offensiv hat dies den Vorteil, dass der Gegner die Offensive Kette verteidigen muss und ebenso die zweite Reihe die das Spiel aufbaut. Bleibt die Offensivreihe sehr breit, reißt man dadurch noch zusätzliche Lücken.
Hier gebe ich dir Recht. Wenn man mit einer offensiven Viererkette nach vorne rückt, kann man durch sie Breit des Spiels Lücken zwischen den AV's und den IV's der Viererkette reißen, die von den breit aufgestellten Achtern in der hinteren Offensivreihe durchstoßen werden könnten.
Allerings würde ich hier nicht statisch vorgehen. Lässt man eine Seite etwas hängen, wird der Gegner wie üblich versuchen, seine Spiel ebenfalls zu verschieben. Die Lücken, die dann auf der gegenüberliegenden Seite entstehen, könnten durch den Flügelspieler erstürmt werden.
Dann bin ich wieder bei der hängenden Spitze: Durch die Rückverlagerung der gegnerischen Viererkette wird zwar der Mittelstürmer gedeckt, allerdings kann man gegen die Laufrichtung der sich rückwarts bewegenden Defensivspieler des Gegners den hinteren Bereich des Strafraums mit der hängenden Spitze sowie einen Achter als Anspielstation füllen.
Eine weitere Option für den Belagerungszustand, wenn die gegnerische Mannschaft mauert. Dieses System würde ich mit zwei Halbstürmern spielen. Gibt es keine Abnehmer für Ramos und Raffael, hätte man die beiden zentralen Offensivkräfte.
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