Bewertung der Entwicklung des FCK
02.12.2019 - 16:33 Uhr
25.03.2026 - 13:40 Uhr
Zitat von Lautrer1900
Bei den ganzen Diskussionen um Lieberknecht, jetzt auch um Klos da frag ich mich: Sind wir da nicht etwas zu ungeduldig ? (Ja, die Frage werf ich auf obwohl ich selbst eher für die Trennung von TL nach der Saison wäre...)
Ich meine im großen und ganzen läuft es seit dem Fast Abstieg in Liga 4 ja INSGESAMT gesehen für den Verein echt in die richtige Richtung.
- (Fast) volles Stadion Heim wie Auswärts
- stetig wachsende Mitgliederzahl
- die 2. Mannschaft spielt die stärkste Saison seit Jahren die hoffentlich mit dem Aufstieg gekrönt wird
- die A Jugend spielt um den Einzug in die Endrunde mit, die B Jugend ist immer in der 1. Liga da auch dabei
- Damen Mannschaft am Start und Förderung junger Frauen und Begeisterung für den Verein
Und Und Und. Also wenn man nicht nur das Abschneiden der 1. Mannschaft nimmt (die wird immer am wichtigsten sein, völlig klar) dann hab ich schon den Eindruck das verdammt viel verdammt richtig läuft.
Jetzt wird man wahrscheinlich das gesteckte Saisonziel verpassen, davon geh ich mal aus (mindestens Rang 6). Für einige , so de Eindruck hat aber eh nur der Aufstieg gezählt ergo herrscht da ne chronische Unzufriedenheit / Weltuntergangsstimmung.
Nehme ich die oben beschriebenen positiven Fakten, lässt sich darauf doch gut weiter aufbauen. Natürlich kann ein Rückschlag immer passieren, auch verstehe ich im Hinterkopf zumindest ne Angst vor einem Absturz wenn mal gänzlich paar Transfers völlig schief gehen. Davon ausgehen würde ich aber nicht. Klos z B hat hier ein ganz neues Betätigungsfeld an Tranfers rein gebracht. Bin absolut überzeugt das uns das langfristig auch zum Erfolg führen wird. Ob es dann reicht nächste Saison schon ganz oben anzugreifen ? Ob man diesmal etwas passiver mit den Zielen (öffentlich) umgeht?
Wir werden sehen. Aber wie gesagt, ich hab so den Eindruck unter dem Aspekt des verpassten Aufstiegs bzw. wahrscheinlich auch verpassten Ziels um Rang 6 ist für viele dann gleich Alles Müll im Verein, da einfach mal ein kleiner Reminder das doch einiges auch Richtig gut läuft, wahrscheinlich so gut wie 20 Jahre nicht mehr...
Abschließend: Damit will ich die Diskussionen um TL (bin wie erwähnt selbst für eine Trennung gegenwärtig) oder Klos nicht ersticken, nur einfach nochmal den Blick auf ein paar positive Dinge lenken im Gesamtverein...
Bei den ganzen Diskussionen um Lieberknecht, jetzt auch um Klos da frag ich mich: Sind wir da nicht etwas zu ungeduldig ? (Ja, die Frage werf ich auf obwohl ich selbst eher für die Trennung von TL nach der Saison wäre...)
Ich meine im großen und ganzen läuft es seit dem Fast Abstieg in Liga 4 ja INSGESAMT gesehen für den Verein echt in die richtige Richtung.
- (Fast) volles Stadion Heim wie Auswärts
- stetig wachsende Mitgliederzahl
- die 2. Mannschaft spielt die stärkste Saison seit Jahren die hoffentlich mit dem Aufstieg gekrönt wird
- die A Jugend spielt um den Einzug in die Endrunde mit, die B Jugend ist immer in der 1. Liga da auch dabei
- Damen Mannschaft am Start und Förderung junger Frauen und Begeisterung für den Verein
Und Und Und. Also wenn man nicht nur das Abschneiden der 1. Mannschaft nimmt (die wird immer am wichtigsten sein, völlig klar) dann hab ich schon den Eindruck das verdammt viel verdammt richtig läuft.
Jetzt wird man wahrscheinlich das gesteckte Saisonziel verpassen, davon geh ich mal aus (mindestens Rang 6). Für einige , so de Eindruck hat aber eh nur der Aufstieg gezählt ergo herrscht da ne chronische Unzufriedenheit / Weltuntergangsstimmung.
Nehme ich die oben beschriebenen positiven Fakten, lässt sich darauf doch gut weiter aufbauen. Natürlich kann ein Rückschlag immer passieren, auch verstehe ich im Hinterkopf zumindest ne Angst vor einem Absturz wenn mal gänzlich paar Transfers völlig schief gehen. Davon ausgehen würde ich aber nicht. Klos z B hat hier ein ganz neues Betätigungsfeld an Tranfers rein gebracht. Bin absolut überzeugt das uns das langfristig auch zum Erfolg führen wird. Ob es dann reicht nächste Saison schon ganz oben anzugreifen ? Ob man diesmal etwas passiver mit den Zielen (öffentlich) umgeht?
Wir werden sehen. Aber wie gesagt, ich hab so den Eindruck unter dem Aspekt des verpassten Aufstiegs bzw. wahrscheinlich auch verpassten Ziels um Rang 6 ist für viele dann gleich Alles Müll im Verein, da einfach mal ein kleiner Reminder das doch einiges auch Richtig gut läuft, wahrscheinlich so gut wie 20 Jahre nicht mehr...
Abschließend: Damit will ich die Diskussionen um TL (bin wie erwähnt selbst für eine Trennung gegenwärtig) oder Klos nicht ersticken, nur einfach nochmal den Blick auf ein paar positive Dinge lenken im Gesamtverein...
Du hast da ja mit vielem recht, nur mit den Profis gehe ich nicht konform. Denn, und ich glaube, ich spreche da nicht nur für mich, es geht nicht mal primär um den Tabellenplatz - also das 'Was'. Es geht um das 'Wie'.
Beim 'Was' habe ich am Ende der Saison erreicht, stelle ich mir die Frage: Ist das das Optimum, was mit diesem Kader möglich war?
Beim 'Wie' geht es darum, wie sich die Mannschaft präsentiert hat: Haben wir spielerisch und kämpferisch überzeugt? Sieht man, dass wir auf einem guten Weg sind? Lässt mich das Gesehene positiv auf die nächste Saison blicken? Und bei aller Liebe, bei allen drei Fragen kommt ein klares 'Nein' von mir! Würde ich hier mit 'Ja' antworten können, wäre es mir relativ egal, ob wir 6. oder 7. oder 8. wären. Denn dann wäre ich ziemlich sicher, dass sich die entspr. Ergebnisse einstellen werden.
Natürlich kann man sagen, 'warte mal ab, wenn Lieberknecht weitere qualitative Verstärkungen bekommt, dann wird es klappen'. Dem entgegne ich zwei Dinge:
1. Lieberknecht war bereits an der Kaderplanung für diese Saison maßgeblich beteiligt.
2. Wenn wir nur deshalb aufsteigen, weil unser Kader jedem anderen überlegen ist, für was brauchen wir dann einen Trainer?
Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass, wenn wir im Sturm mit Berisha und Bassette und dahinter nur Skyttä, dazu in der IV mit Sirch, Kim und Rasmussen spielen würden, wir mit der Taktik "geht's raus, spielt's Fußball and habt's Spaß" einen besseren Fußball sehen würden als jetzt.
25.03.2026 - 14:40 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass, wenn wir im Sturm mit Berisha und Bassette und dahinter nur Skyttä, dazu in der IV mit Sirch, Kim und Rasmussen spielen würden, wir mit der Taktik "geht's raus, spielt's Fußball and habt's Spaß" einen besseren Fußball sehen würden als jetzt.
Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass, wenn wir im Sturm mit Berisha und Bassette und dahinter nur Skyttä, dazu in der IV mit Sirch, Kim und Rasmussen spielen würden, wir mit der Taktik "geht's raus, spielt's Fußball and habt's Spaß" einen besseren Fußball sehen würden als jetzt.
Das wiederholst du sehr oft. Ich wiederhole sehr gerne, das wir nicht in der Bezirksliga sind.
In dieser Liga hat jedes Spiel seine Phasen, in der sich die Gegner aufeinander einstellen.
Da gilt es dagegen zu halten, Räume zu besetzen.
Das fordert vieles, viel mehr als "geht raus und spielt Fussball".
Wie man das jedes Mal wiederholen kann, verstehe ich nicht. Das Wasser, mit dem im Profifussball gekocht wird, ist deutlich heißer.
Zitat von Old_Icebear
Beim 'Wie' geht es darum, wie sich die Mannschaft präsentiert hat: Haben wir spielerisch und kämpferisch überzeugt?
Beim 'Wie' geht es darum, wie sich die Mannschaft präsentiert hat: Haben wir spielerisch und kämpferisch überzeugt?
Das tun wir nur punktuell.
Die Mannschaft, ihre besten Spieler, passen spielerisch nur bedingt und kämpferisch ist das zu wenig.
Wir haben in der Aufstiegssaison super viele Spiele hintenraus umgebogen. Das ist uns - trainerübergreifend - schon lange nicht mehr gelungen. Dann kuckt man sich die Spieler von damals an und vergleicht sie. Nicht die besseren Fussballer, einfach andere Typen. Typen, wie sie der aktuelle Kader nicht hat. Daher nochmal: Geht raus und spielt Fussball ist nicht unser Problem. Unser Problem ist das Mindset der Spieler.
Zitat von Old_Icebear
Natürlich kann man sagen, 'warte mal ab, wenn Lieberknecht weitere qualitative Verstärkungen bekommt, dann wird es klappen'. Dem entgegne ich zwei Dinge:
1. Lieberknecht war bereits an der Kaderplanung für diese Saison maßgeblich beteiligt.
Natürlich kann man sagen, 'warte mal ab, wenn Lieberknecht weitere qualitative Verstärkungen bekommt, dann wird es klappen'. Dem entgegne ich zwei Dinge:
1. Lieberknecht war bereits an der Kaderplanung für diese Saison maßgeblich beteiligt.
Ich denke, es ist naheliegend, dass man nicht jede problematische Konstellation in einer Transferperiode lösen kann: Verträge, Marktwerte, Spieler, Vereine - es gibt Zwänge.
Es sind ähnliche Gründe, warum man nicht einfach Spieler draußen lassen kann oder Systeme umstellen.
Ein Trainerwechsel verspricht eine Card-Blanche für solche rigorosen Maßnahmen.
Das vernichtet Werte, braucht ungehobene Schätze und bringt mittelfristig ähnliche Probleme mit anderen Rückennummern zurück, sofern man das nicht in Transferperioden korrigiert. Und nun drehen wir uns im Kreis.
Der Weg aus dem Teufelskreis ist ein langfristig angelegter Kaderplan über mehrere Transferperioden hinweg. Für diesen Weg stehen wir nicht gerade am Anfang, aber weit gekommen sind wir noch nicht.
Die Verlockung von Abkürzungen führen aber Erfahrungsgemäß in der Mehrzahl zurück zu Los.
Das ist die Beobachtung aus 30 Jahren Profi-Fussball unterm medialen Brennglas
Zumindest mal meine...
Zitat von Old_Icebear
2. Wenn wir nur deshalb aufsteigen, weil unser Kader jedem anderen überlegen ist, für was brauchen wir dann einen Trainer?
2. Wenn wir nur deshalb aufsteigen, weil unser Kader jedem anderen überlegen ist, für was brauchen wir dann einen Trainer?
Das ist Guardiola. Einer dergrößten Blender im Weltfussball.
Und selbst der überlegenste Kader ist nicht erfolgreich, wenn das alles nicht zusammen passt.
Das passend zu machen, ist Aufgabe des Sportdirektors. Und der Trainer holt das Maximum raus, aus dem, was er vorfindet. Im erfolgsfalle mehr als die Summe der individuellen Qualitätsteile.
Aber der Trainer kann den einzelnen Spielern nicht die Arme abschneiden, damit sie nicht im eigenen Strafraum mit 2 Armen voraus in den Gegner laufen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 25.03.2026 um 15:04 Uhr bearbeitet
25.03.2026 - 16:46 Uhr
Zitat von Hegermeister
Das wiederholst du sehr oft. Ich wiederhole sehr gerne, das wir nicht in der Bezirksliga sind.
In dieser Liga hat jedes Spiel seine Phasen, in der sich die Gegner aufeinander einstellen.
Da gilt es dagegen zu halten, Räume zu besetzen.
Das fordert vieles, viel mehr als "geht raus und spielt Fussball".
Wie man das jedes Mal wiederholen kann, verstehe ich nicht. Das Wasser, mit dem im Profifussball gekocht wird, ist deutlich heißer.
Das tun wir nur punktuell.
Die Mannschaft, ihre besten Spieler, passen spielerisch nur bedingt und kämpferisch ist das zu wenig.
Wir haben in der Aufstiegssaison super viele Spiele hintenraus umgebogen. Das ist uns - trainerübergreifend - schon lange nicht mehr gelungen. Dann kuckt man sich die Spieler von damals an und vergleicht sie. Nicht die besseren Fussballer, einfach andere Typen. Typen, wie sie der aktuelle Kader nicht hat. Daher nochmal: Geht raus und spielt Fussball ist nicht unser Problem. Unser Problem ist das Mindset der Spieler.
Ich denke, es ist naheliegend, dass man nicht jede problematische Konstellation in einer Transferperiode lösen kann: Verträge, Marktwerte, Spieler, Vereine - es gibt Zwänge.
Es sind ähnliche Gründe, warum man nicht einfach Spieler draußen lassen kann oder Systeme umstellen.
Ein Trainerwechsel verspricht eine Card-Blanche für solche rigorosen Maßnahmen.
Das vernichtet Werte, braucht ungehobene Schätze und bringt mittelfristig ähnliche Probleme mit anderen Rückennummern zurück, sofern man das nicht in Transferperioden korrigiert. Und nun drehen wir uns im Kreis.
Der Weg aus dem Teufelskreis ist ein langfristig angelegter Kaderplan über mehrere Transferperioden hinweg. Für diesen Weg stehen wir nicht gerade am Anfang, aber weit gekommen sind wir noch nicht.
Die Verlockung von Abkürzungen führen aber Erfahrungsgemäß in der Mehrzahl zurück zu Los.
Das ist die Beobachtung aus 30 Jahren Profi-Fussball unterm medialen Brennglas
Zumindest mal meine...
Das ist Guardiola. Einer dergrößten Blender im Weltfussball.
Und selbst der überlegenste Kader ist nicht erfolgreich, wenn das alles nicht zusammen passt.
Das passend zu machen, ist Aufgabe des Sportdirektors. Und der Trainer holt das Maximum raus, aus dem, was er vorfindet. Im erfolgsfalle mehr als die Summe der individuellen Qualitätsteile.
Aber der Trainer kann den einzelnen Spielern nicht die Arme abschneiden, damit sie nicht im eigenen Strafraum mit 2 Armen voraus in den Gegner laufen.
Zitat von Old_Icebear
Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass, wenn wir im Sturm mit Berisha und Bassette und dahinter nur Skyttä, dazu in der IV mit Sirch, Kim und Rasmussen spielen würden, wir mit der Taktik "geht's raus, spielt's Fußball and habt's Spaß" einen besseren Fußball sehen würden als jetzt.
Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass, wenn wir im Sturm mit Berisha und Bassette und dahinter nur Skyttä, dazu in der IV mit Sirch, Kim und Rasmussen spielen würden, wir mit der Taktik "geht's raus, spielt's Fußball and habt's Spaß" einen besseren Fußball sehen würden als jetzt.
Das wiederholst du sehr oft. Ich wiederhole sehr gerne, das wir nicht in der Bezirksliga sind.
In dieser Liga hat jedes Spiel seine Phasen, in der sich die Gegner aufeinander einstellen.
Da gilt es dagegen zu halten, Räume zu besetzen.
Das fordert vieles, viel mehr als "geht raus und spielt Fussball".
Wie man das jedes Mal wiederholen kann, verstehe ich nicht. Das Wasser, mit dem im Profifussball gekocht wird, ist deutlich heißer.
Zitat von Old_Icebear
Beim 'Wie' geht es darum, wie sich die Mannschaft präsentiert hat: Haben wir spielerisch und kämpferisch überzeugt?
Beim 'Wie' geht es darum, wie sich die Mannschaft präsentiert hat: Haben wir spielerisch und kämpferisch überzeugt?
Das tun wir nur punktuell.
Die Mannschaft, ihre besten Spieler, passen spielerisch nur bedingt und kämpferisch ist das zu wenig.
Wir haben in der Aufstiegssaison super viele Spiele hintenraus umgebogen. Das ist uns - trainerübergreifend - schon lange nicht mehr gelungen. Dann kuckt man sich die Spieler von damals an und vergleicht sie. Nicht die besseren Fussballer, einfach andere Typen. Typen, wie sie der aktuelle Kader nicht hat. Daher nochmal: Geht raus und spielt Fussball ist nicht unser Problem. Unser Problem ist das Mindset der Spieler.
Zitat von Old_Icebear
Natürlich kann man sagen, 'warte mal ab, wenn Lieberknecht weitere qualitative Verstärkungen bekommt, dann wird es klappen'. Dem entgegne ich zwei Dinge:
1. Lieberknecht war bereits an der Kaderplanung für diese Saison maßgeblich beteiligt.
Natürlich kann man sagen, 'warte mal ab, wenn Lieberknecht weitere qualitative Verstärkungen bekommt, dann wird es klappen'. Dem entgegne ich zwei Dinge:
1. Lieberknecht war bereits an der Kaderplanung für diese Saison maßgeblich beteiligt.
Ich denke, es ist naheliegend, dass man nicht jede problematische Konstellation in einer Transferperiode lösen kann: Verträge, Marktwerte, Spieler, Vereine - es gibt Zwänge.
Es sind ähnliche Gründe, warum man nicht einfach Spieler draußen lassen kann oder Systeme umstellen.
Ein Trainerwechsel verspricht eine Card-Blanche für solche rigorosen Maßnahmen.
Das vernichtet Werte, braucht ungehobene Schätze und bringt mittelfristig ähnliche Probleme mit anderen Rückennummern zurück, sofern man das nicht in Transferperioden korrigiert. Und nun drehen wir uns im Kreis.
Der Weg aus dem Teufelskreis ist ein langfristig angelegter Kaderplan über mehrere Transferperioden hinweg. Für diesen Weg stehen wir nicht gerade am Anfang, aber weit gekommen sind wir noch nicht.
Die Verlockung von Abkürzungen führen aber Erfahrungsgemäß in der Mehrzahl zurück zu Los.
Das ist die Beobachtung aus 30 Jahren Profi-Fussball unterm medialen Brennglas
Zumindest mal meine...
Zitat von Old_Icebear
2. Wenn wir nur deshalb aufsteigen, weil unser Kader jedem anderen überlegen ist, für was brauchen wir dann einen Trainer?
2. Wenn wir nur deshalb aufsteigen, weil unser Kader jedem anderen überlegen ist, für was brauchen wir dann einen Trainer?
Das ist Guardiola. Einer dergrößten Blender im Weltfussball.
Und selbst der überlegenste Kader ist nicht erfolgreich, wenn das alles nicht zusammen passt.
Das passend zu machen, ist Aufgabe des Sportdirektors. Und der Trainer holt das Maximum raus, aus dem, was er vorfindet. Im erfolgsfalle mehr als die Summe der individuellen Qualitätsteile.
Aber der Trainer kann den einzelnen Spielern nicht die Arme abschneiden, damit sie nicht im eigenen Strafraum mit 2 Armen voraus in den Gegner laufen.
'Oft' liegt im Auge des Betrachters - ich hatte das bisher vorher erst einmal erwähnt. Würdest Du das wirklich als 'oft' bezeichnen?
Das sind Profis - gewisse Grundlagen bringen sie durchaus mit. Nur weil ein Koch in einer fremden Küche steht, hat er damit nicht das Kochen verlernt - um mal bei Deinem Vergleich zu bleiben.
Wir haben keine Typen, die ein Spiel umbiegen können, die den nötigen Willen mitbringen? Haas, Skyttä, Kunze, Bassette, Berisha, Robinson, Prtajin - auch ein Sirch hat schon bewiesen, dass er bis zum Ende beißen kann. Redondo und Hanslik waren sogar damals schon dabei. Bin neugierig, auf wen beziehst Du Dich speziell? Aber vielleicht ist es auch unserer Spielweise, wo uns gegen Ende hin die Körner fehlen.
Welche "... problematische Konstellation ..." wurde nicht gelöst?
Den nächsten Teil, von dem was Du schreibst, verstehe ich nicht. Letztendlich bin ich der Meinung, dass mit diesem Kader besserer und erfolgreicherer Fußball möglich ist - und dass ein entspr. Trainer das innerhalb kürzester Zeit beweisen würde.
Das mit der Kaderqualität war etwas überspitzt formuliert - aber vom Kern her klar. Wenn ein Trainer nur dann Erfolg hat, wenn sein Kader herausragend ist, so kannst Du ihn zwar dafür loben, dass er das ganze 'orchestriert'. Aber die Voraussetzung für den Erfolg ist dann eben der Kader und nicht der Trainer. Passt die Qualität des Kaders nicht mehr, ist der Trainer nicht mehr erfolgreich. Das ist für mich kein guter Trainer. Ein guter Trainer holt das Maximum aus den Gegebenheiten heraus und entwickelt die Mannschaft weiter.
05.04.2026 - 16:03 Uhr
Ich kann die Kritiker ja verstehen. Weil sie, im Gegensatz zu jedem Planer tatsächlich nur von Spieltag zu Spieltag schauen. Und dann muss man ehrlicherweise sagen, dass wir spielerisch derzeit stagnieren.
Aber das ist ein Phänomen, das jedem Entwicklungsprozess innewohnt. Es geht in den wenigsten Fällen immer nur bergauf, werden in den wenigsten Fällen nur Erfolge gefeiert. Entwicklungsprozesse zeichnen sich im Gegenteil meistens dadurch aus, dass an diese Entwicklung scheinbar stagniert und man auf der Stelle tritt und dass es sogar Rückschläge einzustecken gilt.
Aber ich sag' euch was, da muss man einfach durch, wenn man davon überzeugt ist, dass der eingeschlagene Weg der Richtige und letztlich auch zielführend ist.
Ich kann jeden Fan verstehen, der Defizite anspricht und sie kritisiert. Weil sie ja am Wochenende auf dem Platz ja zu sehen sind. Wir sind doch alle nicht blind, dumm oder Realitätsleugner. Aber nochmal, Entwicklungsprozesse sind in alle Richtungen dynamisch und sie sind langfristig. Und deshalb ist es umso wichtiger, nicht aufgrund von Kurzfristeffekten einen Prozess zu unterbrechen.
Gerade dann nicht, wenn man doch eindeutig erkennen kann, dass sich im Verein viel Positives tut. Bei uns geschieht doch kaum noch etwas als Schnellschuss. Dafür sind doch die Verpflichtungen von Marcel Klos und Marc Strauß eindeutige Indizien. Auch die Berufung von Niklas Martin als Nachwuchskoordinator ist doch nicht das Ergebnis eines Würfelspiels sondern eine wohlüberlegte strategische Entscheidung. Und so muss man dann am Ende des Tages auch die Trainerpersonalie sehen, die losgelöst vom Tagesgeschäft ins Gesamtkonzept passen muss. Was bei uns auch der Fall ist.
Und selbst dann, wenn das Tagesgeschäft manchmal nicht ganz so gut läuft, man sich im Zuge der Gesamtentwicklung auch mal mit dem Mittelfeld zufrieden geben muss, so steht doch über allem die langfristige Konkurrenzfähigkeit. Und im Prozess, langfristige Erfolge durch das etablieren eines funktionierender Abläufe und Strukturen zu schaffen, die auch dann noch funktionieren, wenn die derzeit handelnden Personen nicht mehr da sind, dabei sehe ich uns auf einem sehr guten Weg.
Das ist selbstverständlich nichts, was am letzten, am aktuellen oder am nächsten Spieltag über Sieg, Unentschieden, Niederlage, Aufstieg oder Abstieg entscheidet. Es ist aber das, was in drei, vier, fünf Jahren und darüber hinaus Erfolg und Misserfolg entscheidend beeinflussen wird. Und das ist wichtiger als das, was heute auf dem Rasen passiert.
Aber das ist ein Phänomen, das jedem Entwicklungsprozess innewohnt. Es geht in den wenigsten Fällen immer nur bergauf, werden in den wenigsten Fällen nur Erfolge gefeiert. Entwicklungsprozesse zeichnen sich im Gegenteil meistens dadurch aus, dass an diese Entwicklung scheinbar stagniert und man auf der Stelle tritt und dass es sogar Rückschläge einzustecken gilt.
Aber ich sag' euch was, da muss man einfach durch, wenn man davon überzeugt ist, dass der eingeschlagene Weg der Richtige und letztlich auch zielführend ist.
Ich kann jeden Fan verstehen, der Defizite anspricht und sie kritisiert. Weil sie ja am Wochenende auf dem Platz ja zu sehen sind. Wir sind doch alle nicht blind, dumm oder Realitätsleugner. Aber nochmal, Entwicklungsprozesse sind in alle Richtungen dynamisch und sie sind langfristig. Und deshalb ist es umso wichtiger, nicht aufgrund von Kurzfristeffekten einen Prozess zu unterbrechen.
Gerade dann nicht, wenn man doch eindeutig erkennen kann, dass sich im Verein viel Positives tut. Bei uns geschieht doch kaum noch etwas als Schnellschuss. Dafür sind doch die Verpflichtungen von Marcel Klos und Marc Strauß eindeutige Indizien. Auch die Berufung von Niklas Martin als Nachwuchskoordinator ist doch nicht das Ergebnis eines Würfelspiels sondern eine wohlüberlegte strategische Entscheidung. Und so muss man dann am Ende des Tages auch die Trainerpersonalie sehen, die losgelöst vom Tagesgeschäft ins Gesamtkonzept passen muss. Was bei uns auch der Fall ist.
Und selbst dann, wenn das Tagesgeschäft manchmal nicht ganz so gut läuft, man sich im Zuge der Gesamtentwicklung auch mal mit dem Mittelfeld zufrieden geben muss, so steht doch über allem die langfristige Konkurrenzfähigkeit. Und im Prozess, langfristige Erfolge durch das etablieren eines funktionierender Abläufe und Strukturen zu schaffen, die auch dann noch funktionieren, wenn die derzeit handelnden Personen nicht mehr da sind, dabei sehe ich uns auf einem sehr guten Weg.
Das ist selbstverständlich nichts, was am letzten, am aktuellen oder am nächsten Spieltag über Sieg, Unentschieden, Niederlage, Aufstieg oder Abstieg entscheidet. Es ist aber das, was in drei, vier, fünf Jahren und darüber hinaus Erfolg und Misserfolg entscheidend beeinflussen wird. Und das ist wichtiger als das, was heute auf dem Rasen passiert.
05.04.2026 - 17:02 Uhr
Zitat von Devil_till_Death
l
Auch die Berufung von Niklas Martin als Nachwuchskoordinator ist doch nicht das Ergebnis eines Würfelspiels sondern eine wohlüberlegte strategische Entscheidung.
l
Auch die Berufung von Niklas Martin als Nachwuchskoordinator ist doch nicht das Ergebnis eines Würfelspiels sondern eine wohlüberlegte strategische Entscheidung.
Ich stimme deinem kompletten Beitrag grundsätzlich zu.
Aber wenn du den zitierten Absatz so schreibst, dann gehe ich davon aus, dass auch die Berufung von Niklas Martin als Standardtrainer eine wohlüberlegte strategische Entscheidung war, obwohl er seinen Job als Chefscout (zumindest was man von außen beurteilen kann) doch eigentlich recht ordentlich gemacht hat. Dies war halt eine komplette Fehlentscheidung, was man ja zumindest erkannt hat.
Ich sehe halt die Entwicklung nicht. Wenn ich jetzt (wie @Newtrial auch schon angemerkt hat) größtenteils auf die Jugend setzen würde, kann man einfach argumentieren, dass dadurch Fehler passieren und die Jungs halt entsprechend Zeit brauchen. Wenn man komplett auf die spielerische Komponente ala Walter oder Titz setzen würde, wäre es ja ähnlich. Wenn aber der Fußball nur aus Hoch und weit und 1 gegen 1 über den kompletten Platz besteht, sollte sowas schon in ein paar Wochen einzustudieren sein. Sobald man ein Gegentor bekommt, ist da so gut wie nichts mehr zu holen.
05.04.2026 - 17:07 Uhr
Grundsätzlich verstehe ich die Plädoyers für Lieberknecht, wenn diese Dinge bezüglich Engagement auf allen Ebenen und über das klassische Profitrainer-Dasein hinaus zutreffen. Die drastische Wahrheit ist allerdings: Die Mehrheit interessiert das im Endeffekt nicht, da zählt eben nur das, was am Wochende der Cheftrainer mit der ersten Mannschaft auf dem Platz präsentiert und auch dahingehend kann ich denjenigen, die so denken aber auch keinen Vorwurf machen.
Denn, und das sollte man gerade in der jüngeren Vergangenheit auch auf sehr schmerzhafte Weise gelernt haben: Beim FCK steht und fällt gefühlt alles mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft. Ohne diesen Erfolg, und dazu gehört mal minimum dauerhafter Zweitligafußball, kannst du alles andere, was es zu verbessern gilt, halt nicht durchziehen!
Des Weiteren sehe ich es auch anders, dass man eine Entwicklung des Gesamtvereins bzw. der verschiedenen Abteilungen an einen momentanen Cheftrainer der Profis binden soll/muss. Gerade der wieder einmal angeführte SC Freiburg ist doch das Paradebeispiel. Nehme gerade mal das Zitat:
Ich will jetzt mal bewusst nur auf die Beispiele Finke und Streich eingehen, weil ich auch vor allem das Beispiel Otto Rehhagel zu sehr aus der Zeit gefallen sehe. Zu denen Zeiten (80er/90er) gabs neben dem Cheftrainer vielleicht noch einen Co-Trainer, den Torwarttrainer, einen Manager oder Präsidenten als klassischen "starken Mann" und das wars.
Finke und Streich waren eben auch schon zeitgleich in Freiburg aktiv. Der eine als unumstrittener Profitrainer und der andere zuerst erfolgreicher Jugendtrainer, dann später Chef der Fußballschule und ab 2007, nach Finkes Rücktritt, dann noch sogar Co-Trainer der Profis unter Robin Dutt und Marcus Sorg. Also selbst als Laie von außen draufgeschaut kommt man zu dem Schluss, dass der Übergang aus der Ära Finke heraus auch deshalb so gut aufgegangen ist, weil man eben unabhängig davon den Unterbau bzw. ganzen Verein entsprechend aufgestellt hat. Klar, ein Finke war halt auch bekannt dafür quasi jede Saison mal Nachwuchsspieler zu bringen bzw. einzubauen, aber ein Großteil davon war auch entsprechend gut und nicht wenige Freiburger Fußballschüler haben eindrucksvolle Karrieren hingelegt.
Und selbst das war dann auch keine One oder Two-Man-Show, was Christian Streich nach der Rettung 2012 damals im Sportstudio auch selbst nochmal betont hat: An dem Klassenerhalt bzw. auch seiner erfolgreichen Mission waren ganz viele Menschen im Hintergrund beteiligt, die keine große Bühne bekommen.
Genau da kommt irgendwo auch die Realität in vielen Profiklubs raus: Die ganzen Leute bspw. in der Nachwuchsabteilung, oder die bei der Verzahnung helfen und höchstwahrscheinlich enorme Detailarbeit leisten, tja, dafür bekommste gerade öffentlich nur wenig Wertschätzung oder viel Aufmerksamkeit. In meinen Augen muss man das getrennt von der Personalie Torsten Lieberknecht sehen. Ich kann mir das absolut vorstellen, dass der Mann den FCK lebt und dahingehend auch deutlich mehr Arbeit leistet als nur, ich nenns jetzt mal salopp 0815. Aber du darfst halt nicht erwarten, dass man dafür großartig mehr Kredit bekommt oder zusätzlichen Applaus, wenn man parallel gerade mit den Profis auswärts regelmäßig so auftritt, wie wir auftreten.
Wenn man das Buch schon aufmacht, dann darf das meiner Meinung nach halt nicht nur auf Lieberknecht bezogen werden. Jetzt hol ich mal ein Beispiel aus der Vergangenheit der U21 raus und bei dem ich mir sicher bin, dass der auch mit Herz und Seele FCK-Fan ist: Hans Werner Moser.
Der Mann war hier in finstersten Drittliga-Zeiten Trainer vom Unterbau, musste dann noch aufgrund Martin Baders Tranfer-Disasterclass während einer Saison quasi sämtliche Leistungsträger nach oben ziehen lassen, mit einem grotesk kleinen Kader irgendwie den Oberliga-Klassenerhalt schaffen und hat selbst in der größten Not keine U19-Spieler hochgezogen, weils bei denen auch noch um alles ging und Moser hat darauf Rücksicht genommen.
So, hat das damals die breite Masse interessiert, wie schwierig die Bedingungen dort wahrscheinlich waren? Nö, im Gegenteil, lief komplett unterm Radar und wenn es mal auf den Schirm kam, wurde eher noch kritisiert (was natürlich auch nicht alles falsch war).
Oder wir holen mal Boris Schommers raus. Da hat man auch hier und da immer mal wieder gehört, dass der alte Strukturen aufbrechen wollte, auch sehr viel Engagement zeigt, sich auch regelmäßig Spiele vom Unterbau angesehen hat usw. Nur, und auch das spielt halt ebenfalls kräftig mit rein: Der Mann war alles andere als ein Sympathieträger und nach der Ehrmann-Sache sowieso bei sehr vielen unten durch. Da braucht man sich nix vormachen, sowas fließt halt auch immer mit rein, das ist irgendwo menschlich. Der Umgang mit ihm war von Teilen der Fans und des Umfelds auch oftmals alles andere als fair und das sage ich auch als jemand, der jetzt wahrlich kein Fan von Schommers war. Aber das ist irgendwo Teil dieses dreckigen und gnadenlosen Geschäfts.
Wie gesagt, du brauchst halt keinen zusätzlichen Kredit von der breiten Masse erwarten, wenn man womöglich als Cheftrainer mehr Detailarbeit auch im kompletten Verein macht. Keine Frage, ist absolut löblich und nötigt mir auch Respekt ab, aber irgendwo hats halt auch seinen Grund, wieso Profiklubs heutzutage einen großen Staff beschäftigen. Denn irgendwann kommst du als einzelner auch an dein Limit und man muss gewisse Dinge auch mal abgeben oder delegieren. Da kann ich dann eben auch diejenigen etwas verstehen, die knallhart sagen: "Ist nicht Aufgabe des Cheftrainers alles miteinander zu vernetzen, das soll primär Mitarbeiter XY machen. Der Trainer soll mal was gegen unsere Standardschwäche machen!"
Und da kommen wir auch wieder zur Philosophie: Der FCK muss sich in allen Bereichen so entwickeln, dass wenn eben mal Tag X kommen sollte und der Trainer nicht mehr Torsten Lieberknecht heißt, quasi nicht wieder munter aus der Hüfte geschossen wird und munteres Philosophie-Hopping betrieben wird. Genau DAS hat in meinen Augen der SC Freiburg eben perfektioniert: Sich so aufgestellt, dass man selbst in einer Krise nicht komplett kopflos dasteht oder agiert.
In dem Business kannst du es dir bis auf Ausnahmen auch einfach nicht mehr leisten, alles an einem Trainer festzumachen. Und ich bleibe dabei, dass es selbst diese oft genannten Paradebeispiele so nie gemacht haben, sonst würden sie heute nicht da stehen wo sie stehen.
Von mir aus, da hätte ich wirklich absolut nichts dagegen, können wir hier mit TL eine Ära starten. Und wenn er von der Vereinsführung entsprechend Kredit hat, würde ich das positiv sehen, auch wenn ich wahrlich mit der Art unseres Fußballs nicht großartig warm werde. Aber beim FCK traue ich gerade aufgrund der Vergangenheit dem ganzen noch nicht so wirklich. So einige kleinere Dellen und Täler hat man ja mit Lieberknecht schon mal durchgestanden, aber wenn mal so 'ne richtig dicke Krise kommen könnte, dann will ich mal sehen wie man in der Vereinsführung agiert.
Denn, und das sollte man gerade in der jüngeren Vergangenheit auch auf sehr schmerzhafte Weise gelernt haben: Beim FCK steht und fällt gefühlt alles mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft. Ohne diesen Erfolg, und dazu gehört mal minimum dauerhafter Zweitligafußball, kannst du alles andere, was es zu verbessern gilt, halt nicht durchziehen!
Des Weiteren sehe ich es auch anders, dass man eine Entwicklung des Gesamtvereins bzw. der verschiedenen Abteilungen an einen momentanen Cheftrainer der Profis binden soll/muss. Gerade der wieder einmal angeführte SC Freiburg ist doch das Paradebeispiel. Nehme gerade mal das Zitat:
Zitat von Devil_till_Death
Bei uns passiert doch viel mehr als nur das Spiel am Wochenende. Und ich bitte darum, auch das nicht zu vergessen und sich zu überlegen, welche Rolle der Cheftrainer dabei spielt. Und vielleicht erkennt dann der ein oder andere, warum Klopp in Mainz trotz mehrmaligem Scheitern am Aufstieg und auch einem Abstieg nicht gefeuert wurde. Warum Volker Finke und Christian Streich in Freiburg so lange Trainer waren und der Verein so erfolgreich ist. Oder Otto Rehhagel in Bremen. Weil sich die Rolle des Trainers in einem Veränderungsprozess nicht auf das Spieltagsergebnis reduzieren lässt. Zumal dann nicht, wenn man in der Tabelle im gesicherten Mittelfeld steht.
Bei uns passiert doch viel mehr als nur das Spiel am Wochenende. Und ich bitte darum, auch das nicht zu vergessen und sich zu überlegen, welche Rolle der Cheftrainer dabei spielt. Und vielleicht erkennt dann der ein oder andere, warum Klopp in Mainz trotz mehrmaligem Scheitern am Aufstieg und auch einem Abstieg nicht gefeuert wurde. Warum Volker Finke und Christian Streich in Freiburg so lange Trainer waren und der Verein so erfolgreich ist. Oder Otto Rehhagel in Bremen. Weil sich die Rolle des Trainers in einem Veränderungsprozess nicht auf das Spieltagsergebnis reduzieren lässt. Zumal dann nicht, wenn man in der Tabelle im gesicherten Mittelfeld steht.
Ich will jetzt mal bewusst nur auf die Beispiele Finke und Streich eingehen, weil ich auch vor allem das Beispiel Otto Rehhagel zu sehr aus der Zeit gefallen sehe. Zu denen Zeiten (80er/90er) gabs neben dem Cheftrainer vielleicht noch einen Co-Trainer, den Torwarttrainer, einen Manager oder Präsidenten als klassischen "starken Mann" und das wars.
Finke und Streich waren eben auch schon zeitgleich in Freiburg aktiv. Der eine als unumstrittener Profitrainer und der andere zuerst erfolgreicher Jugendtrainer, dann später Chef der Fußballschule und ab 2007, nach Finkes Rücktritt, dann noch sogar Co-Trainer der Profis unter Robin Dutt und Marcus Sorg. Also selbst als Laie von außen draufgeschaut kommt man zu dem Schluss, dass der Übergang aus der Ära Finke heraus auch deshalb so gut aufgegangen ist, weil man eben unabhängig davon den Unterbau bzw. ganzen Verein entsprechend aufgestellt hat. Klar, ein Finke war halt auch bekannt dafür quasi jede Saison mal Nachwuchsspieler zu bringen bzw. einzubauen, aber ein Großteil davon war auch entsprechend gut und nicht wenige Freiburger Fußballschüler haben eindrucksvolle Karrieren hingelegt.
Und selbst das war dann auch keine One oder Two-Man-Show, was Christian Streich nach der Rettung 2012 damals im Sportstudio auch selbst nochmal betont hat: An dem Klassenerhalt bzw. auch seiner erfolgreichen Mission waren ganz viele Menschen im Hintergrund beteiligt, die keine große Bühne bekommen.
Genau da kommt irgendwo auch die Realität in vielen Profiklubs raus: Die ganzen Leute bspw. in der Nachwuchsabteilung, oder die bei der Verzahnung helfen und höchstwahrscheinlich enorme Detailarbeit leisten, tja, dafür bekommste gerade öffentlich nur wenig Wertschätzung oder viel Aufmerksamkeit. In meinen Augen muss man das getrennt von der Personalie Torsten Lieberknecht sehen. Ich kann mir das absolut vorstellen, dass der Mann den FCK lebt und dahingehend auch deutlich mehr Arbeit leistet als nur, ich nenns jetzt mal salopp 0815. Aber du darfst halt nicht erwarten, dass man dafür großartig mehr Kredit bekommt oder zusätzlichen Applaus, wenn man parallel gerade mit den Profis auswärts regelmäßig so auftritt, wie wir auftreten.
Wenn man das Buch schon aufmacht, dann darf das meiner Meinung nach halt nicht nur auf Lieberknecht bezogen werden. Jetzt hol ich mal ein Beispiel aus der Vergangenheit der U21 raus und bei dem ich mir sicher bin, dass der auch mit Herz und Seele FCK-Fan ist: Hans Werner Moser.
Der Mann war hier in finstersten Drittliga-Zeiten Trainer vom Unterbau, musste dann noch aufgrund Martin Baders Tranfer-Disasterclass während einer Saison quasi sämtliche Leistungsträger nach oben ziehen lassen, mit einem grotesk kleinen Kader irgendwie den Oberliga-Klassenerhalt schaffen und hat selbst in der größten Not keine U19-Spieler hochgezogen, weils bei denen auch noch um alles ging und Moser hat darauf Rücksicht genommen.
So, hat das damals die breite Masse interessiert, wie schwierig die Bedingungen dort wahrscheinlich waren? Nö, im Gegenteil, lief komplett unterm Radar und wenn es mal auf den Schirm kam, wurde eher noch kritisiert (was natürlich auch nicht alles falsch war).
Oder wir holen mal Boris Schommers raus. Da hat man auch hier und da immer mal wieder gehört, dass der alte Strukturen aufbrechen wollte, auch sehr viel Engagement zeigt, sich auch regelmäßig Spiele vom Unterbau angesehen hat usw. Nur, und auch das spielt halt ebenfalls kräftig mit rein: Der Mann war alles andere als ein Sympathieträger und nach der Ehrmann-Sache sowieso bei sehr vielen unten durch. Da braucht man sich nix vormachen, sowas fließt halt auch immer mit rein, das ist irgendwo menschlich. Der Umgang mit ihm war von Teilen der Fans und des Umfelds auch oftmals alles andere als fair und das sage ich auch als jemand, der jetzt wahrlich kein Fan von Schommers war. Aber das ist irgendwo Teil dieses dreckigen und gnadenlosen Geschäfts.
Wie gesagt, du brauchst halt keinen zusätzlichen Kredit von der breiten Masse erwarten, wenn man womöglich als Cheftrainer mehr Detailarbeit auch im kompletten Verein macht. Keine Frage, ist absolut löblich und nötigt mir auch Respekt ab, aber irgendwo hats halt auch seinen Grund, wieso Profiklubs heutzutage einen großen Staff beschäftigen. Denn irgendwann kommst du als einzelner auch an dein Limit und man muss gewisse Dinge auch mal abgeben oder delegieren. Da kann ich dann eben auch diejenigen etwas verstehen, die knallhart sagen: "Ist nicht Aufgabe des Cheftrainers alles miteinander zu vernetzen, das soll primär Mitarbeiter XY machen. Der Trainer soll mal was gegen unsere Standardschwäche machen!"
Und da kommen wir auch wieder zur Philosophie: Der FCK muss sich in allen Bereichen so entwickeln, dass wenn eben mal Tag X kommen sollte und der Trainer nicht mehr Torsten Lieberknecht heißt, quasi nicht wieder munter aus der Hüfte geschossen wird und munteres Philosophie-Hopping betrieben wird. Genau DAS hat in meinen Augen der SC Freiburg eben perfektioniert: Sich so aufgestellt, dass man selbst in einer Krise nicht komplett kopflos dasteht oder agiert.
In dem Business kannst du es dir bis auf Ausnahmen auch einfach nicht mehr leisten, alles an einem Trainer festzumachen. Und ich bleibe dabei, dass es selbst diese oft genannten Paradebeispiele so nie gemacht haben, sonst würden sie heute nicht da stehen wo sie stehen.
Von mir aus, da hätte ich wirklich absolut nichts dagegen, können wir hier mit TL eine Ära starten. Und wenn er von der Vereinsführung entsprechend Kredit hat, würde ich das positiv sehen, auch wenn ich wahrlich mit der Art unseres Fußballs nicht großartig warm werde. Aber beim FCK traue ich gerade aufgrund der Vergangenheit dem ganzen noch nicht so wirklich. So einige kleinere Dellen und Täler hat man ja mit Lieberknecht schon mal durchgestanden, aber wenn mal so 'ne richtig dicke Krise kommen könnte, dann will ich mal sehen wie man in der Vereinsführung agiert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lessi_FCK am 05.04.2026 um 17:08 Uhr bearbeitet
08.04.2026 - 14:39 Uhr
Sagt mal ist es eigentlich normal, dass inzwischen 8-Jährige von ihren Eltern auf Instagram präsentiert werden, wie sie in unserem NLZ unterschreiben? Ich finde das sowieso vollkommen geisteskrank, aber ich würde mir wünschen das der FCK sowas nicht unterstützt, indem im Hintergrund der Name auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Das Kind ist f..8 Jahre alt. Ich würde es grundsätzlich bevorzugen wenn wir uns im Rahmen des Jugendschutzes von Eltern fern halten, die ihr Kind in diesem Alter auf Social Media vermarkten.
Ich sehe sowas in verschiedenen Vereinen immer häufiger...
Ich sehe sowas in verschiedenen Vereinen immer häufiger...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Josh_Simpson am 08.04.2026 um 14:49 Uhr bearbeitet
08.04.2026 - 15:21 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Sagt mal ist es eigentlich normal, dass inzwischen 8-Jährige von ihren Eltern auf Instagram präsentiert werden, wie sie in unserem NLZ unterschreiben? Ich finde das sowieso vollkommen geisteskrank, aber ich würde mir wünschen das der FCK sowas nicht unterstützt, indem im Hintergrund der Name auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Das Kind ist f..8 Jahre alt. Ich würde es grundsätzlich bevorzugen wenn wir uns im Rahmen des Jugendschutzes von Eltern fern halten, die ihr Kind in diesem Alter auf Social Media vermarkten.
Ich sehe sowas in verschiedenen Vereinen immer häufiger...
Sagt mal ist es eigentlich normal, dass inzwischen 8-Jährige von ihren Eltern auf Instagram präsentiert werden, wie sie in unserem NLZ unterschreiben? Ich finde das sowieso vollkommen geisteskrank, aber ich würde mir wünschen das der FCK sowas nicht unterstützt, indem im Hintergrund der Name auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Das Kind ist f..8 Jahre alt. Ich würde es grundsätzlich bevorzugen wenn wir uns im Rahmen des Jugendschutzes von Eltern fern halten, die ihr Kind in diesem Alter auf Social Media vermarkten.
Ich sehe sowas in verschiedenen Vereinen immer häufiger...
Ist leider sehr häufig der Fall. Oft machen das sogar die abgebenden Vereine selbst, um sich selbst in ein gutes Licht zu stellen.
08.04.2026 - 16:09 Uhr
Zitat von Pasi11
Ist leider sehr häufig der Fall. Oft machen das sogar die abgebenden Vereine selbst, um sich selbst in ein gutes Licht zu stellen.
Zitat von Josh_Simpson
Sagt mal ist es eigentlich normal, dass inzwischen 8-Jährige von ihren Eltern auf Instagram präsentiert werden, wie sie in unserem NLZ unterschreiben? Ich finde das sowieso vollkommen geisteskrank, aber ich würde mir wünschen das der FCK sowas nicht unterstützt, indem im Hintergrund der Name auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Das Kind ist f..8 Jahre alt. Ich würde es grundsätzlich bevorzugen wenn wir uns im Rahmen des Jugendschutzes von Eltern fern halten, die ihr Kind in diesem Alter auf Social Media vermarkten.
Ich sehe sowas in verschiedenen Vereinen immer häufiger...
Sagt mal ist es eigentlich normal, dass inzwischen 8-Jährige von ihren Eltern auf Instagram präsentiert werden, wie sie in unserem NLZ unterschreiben? Ich finde das sowieso vollkommen geisteskrank, aber ich würde mir wünschen das der FCK sowas nicht unterstützt, indem im Hintergrund der Name auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Das Kind ist f..8 Jahre alt. Ich würde es grundsätzlich bevorzugen wenn wir uns im Rahmen des Jugendschutzes von Eltern fern halten, die ihr Kind in diesem Alter auf Social Media vermarkten.
Ich sehe sowas in verschiedenen Vereinen immer häufiger...
Ist leider sehr häufig der Fall. Oft machen das sogar die abgebenden Vereine selbst, um sich selbst in ein gutes Licht zu stellen.
Es gibt Vereine die haben eine Medienrichtlinie, die den Eltern diese Darstellung ihrer Kinder untersagt. Natürlich kannst du nein sagen, aber dann lehnt der Verein solche Kinder halt ab.
Sowas bringt nur Unruhe. Mit sowas ist dann namentlich der jeweilige Elternteil gemeint, der wahrscheinlich morden würde damit sein Kind Karriere macht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Josh_Simpson am 08.04.2026 um 16:14 Uhr bearbeitet
03.05.2026 - 01:39 Uhr
Zitat von AdlerInNot
Haltbarkeitswerte unserer letzten 17 Trainer:
Fünfstück - 8 Monate,
Korkut - 6 Monate,
Meier - 8 Monate,
Paula - 0 Monate,
Strasser - 4 Monate,
Frontzek - 9 Monate,
Hildmann - 9 Monate,
Bugera - 0,
Schrommers - 13 Monate,
Salbene - 3 Monate,
Antwerpen - 15 Monate,
Schuster - 18 Monate,
Schäfer - 1 Monat,
Grammozis - 2 Monate,
Funkel - 4 Monate,
Anfang - 9 Monate,
Lieberknecht - 12 Monate.
17 Trainer in 10,5 Jahren.
Kann man etwas aufbauen bei diesem Trainer-Karussell?
Haltbarkeitswerte unserer letzten 17 Trainer:
Fünfstück - 8 Monate,
Korkut - 6 Monate,
Meier - 8 Monate,
Paula - 0 Monate,
Strasser - 4 Monate,
Frontzek - 9 Monate,
Hildmann - 9 Monate,
Bugera - 0,
Schrommers - 13 Monate,
Salbene - 3 Monate,
Antwerpen - 15 Monate,
Schuster - 18 Monate,
Schäfer - 1 Monat,
Grammozis - 2 Monate,
Funkel - 4 Monate,
Anfang - 9 Monate,
Lieberknecht - 12 Monate.
17 Trainer in 10,5 Jahren.
Kann man etwas aufbauen bei diesem Trainer-Karussell?
Klar kann man das - nämlich ein prima Fahrgeschäft: Die perfekte Kombi aus Achter- und Geisterbahn!
In Wirklichkeit ist es aber gar nicht so extrem, wie du darstellst: Nimmt man die Interimstrainer mal raus, kommt man auf lediglich 14 Trainer - also eine durchschnittliche Amtszeit von immerhin 9 Monaten.
Noch entspannter wird es, wenn du die Cheftrainer der vergangenen 20 Jahre zugrunde legst:
Henke - 4 Monate
Wolf - 16 Monate
Rekdal - 7 Monate
Šašić - 14 Monate
Kurz - 32 Monate
Balakov - 2 Monate
Foda - 14 Monate
Runjaic - 24 Monate
Fünfstück - 8 Monate,
Korkut - 6 Monate,
Meier - 8 Monate,
Strasser - 4 Monate,
Frontzek - 9 Monate,
Hildmann - 9 Monate,
Schommers - 13 Monate,
Saibene - 3 Monate,
Antwerpen - 15 Monate,
Schuster - 18 Monate,
Grammozis - 2 Monate,
Funkel - 4 Monate,
Anfang - 9 Monate,
Lieberknecht - 12 Monate
Da sind wir bei nur 22 Trainern in 20 Jahren, also bereits bei einer durchschnittlichen Verweildauer von stolzen 11 Monaten pro Trainer. Was lernen wir daraus? Es ist völlig normal, den Trainer jede Saison zu tauschen, das schafft Kontinuität und Erfolg.
Erfolg? Letzte zwanzig Jahre? Doch, Moment mal, da war was: Ah, jetzt hab ich's wieder: Wir sind ja zweimal aufgestiegen: Aus der zweiten in die erste Liga und, zwölf Jahre später, aus der dritten Liga in die Zweite. Also haben wir bestimmt alles richtig gemacht damit, den Trainer statistisch gesehen jeweils nach einem knappen Jahr zu kicken.
Oder?
Der Lieberknecht, der ist doch jetzt schon über ein Jahr hier. Also: Verfallsdatum abgelaufen. Sein Fußball meist unansehnlich, zuletzt im Kampf um die goldene Ananas auch völlig erfolglos. #Aufschrei: Fort mit ihm! Hinweg! Trainer tauschen, dann wird's besser: Automatisch! Automatistisch! Automasochistisch!
Kurz mal sachlich:
Die Kommunikation im Verein in den letzten Wochen f.uckt (auch) mich momentan ziemlich ab: Beginnend bei der dämlichen Luftnummer von Ankündigung "personaler Konsequenzen" durch die Vereinsführung nach der Kiel-Pleite bis zur heutigen PK nach dem Spiel, auf der Lieberknecht lamentiert, dass er eigentlich nicht lamentieren will. Generell eiert der Trainer auf PK's in letzter Zeit mit bester Pfälzer Singstimme dermaßen rum (wie @Vic Dorn zuletzt sehr zutreffend festgestellt hat, auch wenn er's dezenter ausdrückte), dass es einen eigentlich nicht zu wundern braucht, wenn der auch in der Kabine mit seinen Ansprachen zuletzt niemanden mehr abgeholt hat. Als Spieler würden meine Gedanken da auch eher zum Malediven-Urlaub abschweifen, wenn mich jemand auf die Art und Weise vollseiert.
Der springende Punkt ist aber: Das ist nur 'ne Momentaufnahme. Was viele hier völlig vergessen zu haben scheinen, ist, dass es diese Saison mehr als genug Momente gab, in denen man mit dem FCK ziemlich zufrieden sein konnte. Doch dann kam halt das ganz dicke Verletzungspech um die Ecke, und außerdem (mal wieder) ein ganz großer Kader-Rührlöffel im Winter, der uns aus heutiger Sicht (mal wieder) nicht besonders vorangebracht hat.
Und nun? Nun gibt es für uns halt seit Wochen nix mehr zu gewinnen und kaum was zu verlieren: Was den FCK betrifft, wäre die Saison mal besser vor drei Wochen beendet gewesen. Ist sie aber nicht.
Also liefern Vorstand, Trainer und Spieler nach dem kollektiven Nichtaufstiegskater 'ne Vorstellung ab wie Butter, die auf zuviel Brot verschmiert wurde: Ganz, ganz dünn. Es gibt halt kaum noch was zu erreichen, und trotzdem muss man irgendwie weitermachen. Zugegeben, diese Haltung ist einerseits relativ erbärmlich und zeigt gnadenlos auf, wo die Limits unserer tollen Vereinsarbeit insgesamt liegen. Das ist aber noch lange keine Grund, sich als FCK-Fan mental von der Klippe zu stürzen und alles zu hinterfragen. Die ganze Situation ist nämlich eigentlich weit weg von Drama. Platz 6, 7, 8? Eigentlich okay. Aber: Ende der Sachlichkeit.
Denn der FCK mit seiner steten Anspruchsdenke macht sowas halt zuverlässig zum Drama, und zwar zu einem, bei dem sich alle Beteiligten ebenso zuverlässig im ungünstigsten Licht zeigen: Der Vorstand basht die Spieler. Die Spieler sind gedanklich fertig mit der Saison, verstehen nicht, warum man jetzt auf sie eindrischt, sträuben sich mehr oder weniger unbewusst und liefern daher zuletzt einen Grottenkick nach dem andern. Der Trainer, gedanklich ebenfalls fertig mit der Saison, kriegt den nötigen Spagat zwischen Lockerheit, Anspruch und Restdruck nicht mehr hin. Und der Mob wetzt schon mal die Mistgabeln. Momentaufnahme. Erbärmlich.
Doch in der nächsten Saison kann die Lage, und zwar grundsätzlich in derselben Konstellation, schon wieder ganz anders aussehen: Die Karten neu gemischt, die Akkus aufgeladen, frische Ziele, frischer Kader (Umbruch ist bei uns halt Programm) und ein Trainer, der sich dann hoffentlich wieder darauf besonnen hat, dass er kein salbungsvoller Seelsorger ist und auf PKs nicht im Beichtstuhl sitzt, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Abstiegskampf? Glaube ich nicht. Warum auch? Wir haben diese Saison keine Sekunde im Abstiegskampf gesteckt.
Aber klar, man kann das auch alles ganz anders sehen: Einfach mal den Mechanismen der letzten zwanzig Jahre vertrauen und darauf, dass ein Trainerwechsel alles bessert. Bei Null beginnen. Bei Null. Nullkommanull. Bei gar nichts. Und sich dann in elf Monaten wieder umschauen.
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