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Lars Windhorst

28.11.2019 - 23:49 Uhr
Lars Windhorst |#1541
05.10.2022 - 16:54 Uhr
Das halte ich für eine äußerst optimistische (um nicht zu sagen naive) Hoffnung auf einen "Global Player". Wer investiert schon gerne in einen "failed club".

"Seit 2019 investierte Hertha mit Windhorsts Millionen u.a. 175,8 Mio. Euro in 37 Spieler auf dem Transfermarkt – nur vier Klubs in Deutschland gaben in diesem Zeitraum mehr aus. In dieser Zeit gab es mit Ante Covic, dem unrühmlich aus dem Verein ausgeschiedenen Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri, Bruno Labbadia, Pál Dárdai, Tayfun Korkut, Retter Felix Magath und seit Saisonbeginn Sandro Schwarz acht Trainer." (TM).

Warten wir mal ab, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Zitat von Fortunen-Herthaner
Selbst wenn Tennor jetzt die Hälfte der Anteile als Verlust abschreibt. Herhta wird jetzt bestimmt kein 190 Millionen Darlehen aufnehmen (ich denke schon, das Banken Hertha das Geld leihen würden, weil ja der Unternehmenswert als Sicherheit dienen kann) und dann jedes Jahr ungefähr 5 Millionen Zinsen zahlen.

Wieso sollte man das machen, wenn das einzige Druckmittel, das der derzeitige Investor hat der ist, das er nicht mehr investieren möchte als er schon gemacht hat.

Ich sehe das so:

Tennor muss einen neuen Investor finden und Hertha vorlegen. Wenn Hertha einverstanden ist, kann der neue Investor die Anteile übernehmen.

Die Aussage, das Hertha einen neuen Investor sucht, klingt für mich eher nach "klar helfen wir Tennor (sehr halbherzig) damit".

Meine Hoffnung ist, das ein Global Player die Anteile zu einem Schnäppchen-Preis übernimmt und dann nochmal richtig in den Verein investiert. Mit Tennor sehe ich da keine gemeinsame Zukunft mehr.
Lars Windhorst |#1542
05.10.2022 - 16:54 Uhr
Ok, dann spielen wir das mal weiter durch....

Wenn er sie wegen möglichen hohem Verlust beim Verkauf nicht verkauft - will man dann jahrelang dieses "lodernde Feuer" im bzw. um den gesamten Verein haben?!?

Und auf neue Investoren hoffen; sich zeitgleich auch "dank" klarer Statements vom Präsidenten zum Thema Investoren, eigentlich alle mit Sachverstand (den haben alle, sonst hätten sie dieses viele Geld nicht) wegzuhalten.... ich halte das alles für ein wirklich sehr fragiles Gebilde aktuell.....
Lars Windhorst |#1543
05.10.2022 - 16:56 Uhr
Abgesehen von meiner obigen Mail die einfache wirtschaftliche Situation.
Windhorst hat Anteile, wofür er 374 Mio € bezahlt hat. Die bietet er zum Verkauf an genau zu diesem Preis. Wenn sich kein Käufer findet muß er entweder mit dem Preis runter gehen oder er sitzt das aus bis er den Preis wieder erzielen kann.
Hertha kann 374 Mio nicht aufbringen, also müßte Windhorst einen anderen Käufer finden.
Wirtschaftlich hat er den Schaden, er hat in eine Firma investiert, die nicht erfolgreich läuft und hat zwei Möglichkeiten: Mit Verlust aussteigen oder die Anteile halten und sogar einen Totalverlust riskieren. Wenn er sich zum Halten entscheidet sollte er aus Eigeninteresse sehen, dass er die Kuh wieder vom Eis bekommt.

•     •     •

Hertha for ever
Lars Windhorst |#1544
05.10.2022 - 16:59 Uhr
Ich finde es schon irgendwie verwunderlich, dass einige immer noch in Windhorst den präzise kalkulierenden Investor sehen wollen, der einen langfristigen Plan verfolgt, denn quasi alles, was er in den letzten mehr als drei Jahren gesagt und getan hat, spricht doch ganz eindeutig dagegen.

Zunächst hat er die Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA für einen völlig überhöhten Preis gekauft. 2017 ließ der FC Sevilla seinen Vereinswert schätzen. Das Ergebnis war, dass der Verein ca. 250 Millionen € wert und damit der 24. wertvollste Klub der Welt sei. Zwar ist es richtig, dass sich die im Markt in Umlauf befindlichen Summen im Zeitraum 2017 bis Sommer 2019 noch einmal deutlich gesteigert haben, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Windhorst für 375 Millionen € keine hundert Prozent Anteile gekauft. Erschwerend hinzu kommt, dass er diese Anteile ohne irgendeine Form operativen Einflusses erstanden hat. Und - auch wenn Hertha in dieser Phase sportlich etwas erfolgreicher war als in den letzten drei Jahren - zwischen Hertha BSC und dem FC Sevilla lagen auch damals Welten. Insofern können wir uns diesbezüglich, in Anbetracht unserer damaligen komplett maroden Finanzlage und der kurz darauf folgenden Corona-Krise, die vor allem finanziell schlecht aufgestellte Teams mit großen Altlasten schwer getroffen hat, heilfroh sein, dass Windhorst sich dazu entschlossen hat, einen irrwitzig hohen Betrag in Hertha BSC zu investieren.

Allgemein fällt es meiner Meinung nach sehr schwer, sein Investment als gut kalkuliert einzustufen. Die Corona-Krise konnte niemand erahnen, aber den damals handelnden Personen, diese gigantischen Beträge anzuvertrauen um Hertha BSC zu einem Top-Klub zu machen, war - höflich gesagt - sehr mutig. Hier sehe ich auch einen weiteren Schlüssel, der zeigt, wie wenig durchdacht sein Vorhaben war. Er hat sich ja zumindest massiv in den handelnden Personen getäuscht, zumal er zu Beginn des Investments von großem Vertrauen sprach. Eher könnte man hier noch, bei aller berechtigten Kritik an seiner Person, Gegenbauer einen sehr cleveren Schachzug zugestehen. Dieser hat es zusammen mit Schiller geschafft einen Investor zu finden, der den Verein massiv über Wert kauft, hat ihn glauben gemacht, man würde vertraulich zusammen arbeiten und hatte nie auch nur die Idee mit Windhorst auf Augenhöhe und in gegenseitigem Vertrauen zu kooperieren. Dadurch, dass Windhorsts Einfluss, nachdem er alles zugesagte Geld investiert hat, blieb sein Einfluss eher medialer Natur.

Und in der Folge hätte Windhorst durchaus die Möglichkeit gehabt, sich als Investor zu inszenieren, der Interesse an seinem Investment hat, aber auch an einem Wohlergehen des Vereins Hertha BSC - eben im Sinne seines Investments - an oberster Stelle interessiert zu sein. Alle diesbezüglich gestarteten Versuche seinerseits waren überaus halbherzig, das lässt sich in meinen Augen kaum bestreiten. Stattdessen hat Windhorst einen Kleinkrieg, bis hin zu einer medialen Schlammschlacht, ausgerufen, den er auch während des Abstiegskampfes konsequent fortführte. Hätte er das nur hinter den Kulissen getan, dann kann man dafür ja noch in einem wirklich limitierten Maße Verständnis dafür aufbringen wollen, aber so war das einfach nur plump und v. a. schädlich für sein eigenes Investment. Nachdem er - was er nun wirklich, auch juristisch bewiesen, dafür getan hat, dass Gegenbauer gehen soll, wissen wir (noch) nicht - mit dem Gegenbauer-Abgang endlich bekommen hatte was er wollte, wurde zwar nicht auch noch der Kandidat seiner Wahl gewählt, allerdings war die Chance für einen Neuanfang da. Es war eine Entwicklung zu sehen und Fortschritte sichtbar. Dann kam der Artikel der Financial Times und Hertha reagierte mit der einzig seriösen Art und Weise, wie man auf so etwas reagieren kann: Es juristisch prüfen zu lassen.

Ich weiß noch nicht einmal, ob Windhorst selbst begreift, wie sehr er sich in die Ecke manövriert hat, aber sein Vorschlag Hertha könne die Anteile zu seinem Kaufpreis zurückhaben, ist nicht mehr und nicht weniger als ein schlechter Scherz. Ich nehme an, er würde sogar mit einem empfindlichem Verlust verkaufen, aber das, was er mindestens erhalten möchte, gibt ihm kein Mensch, der klar bei Verstand ist.

Wichtig ist, dass man sich davon intern nicht beirren lässt, aber eine weitere Zusammenarbeit ist nach dieser Aktion meiner Meinung nach absolut undenkbar. Nach dem Gegenbauer-Abgang standen die Zeichen ganz gut, aber Windhorst ist scheinbar noch unberechenbarer als unsere Hertha ugly
Lars Windhorst |#1545
05.10.2022 - 16:59 Uhr
Zitat von eagle1978
Ok, dann spielen wir das mal weiter durch....
Wenn er sie wegen möglichen hohem Verlust beim Verkauf nicht verkauft - will man dann jahrelang dieses "lodernde Feuer" im bzw. um den gesamten Verein haben?!?


Ganz nuechtern. Man hat da gar keinen Einfluss drauf, wenn der Investor nicht verkauft. Das war das Risisko, welches man mit einem LW (aber prinzipiell auch mit jedem anderen Investor) in Kauf genommen hat.

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**************Hertha BSC***************Clemson Tigers********
Lars Windhorst |#1546
05.10.2022 - 16:59 Uhr
Zitat von MurmeltierHSV
Zitat von ColeWorld

Zitat von MurmeltierHSV

Welchen Wert hat den sein Anteil? Er kann mit dem wegen der 50+1 Regel nichts anfangen, eigentlich ist er doch für alle nicht Fußballfans quasi wertlos, oder?

Würde mir dieser Anteil gehören und ich würde nur diesen als Sicherheit für einen Kredit bei einer Bank haben, welche Summe würde ich dafür bekommen? Finde das ganze spannend, weil ich spontan sagen würde er ist gar nichts wert.

Den aktuell Wert kann man schwer beziffern. Er wird aber deutlich unter dem Invest und damit seiner aktuellen Forderung liegen. Die 374 Mio wurden bereits damals als überteuert angesehen, wenn ich es recht in Erinnerung habe.


Ich kenne es vom HSV, der Wert der bereits ausgegebenen Anteile ist für den verein primär egal. Er kann die Anteile für 1 Mrd. € oder für einen 1 € verkaufen, für den Verein ändert sich nur der Ansprechpartner.
Es ist zwar nett, auch in Hinblick auf zukünftige Anteilsverkäufe wenn der Wert hoch ist, aber auch nicht mehr.

Also müsste LW eine Art "Rückkaufpflicht" haben, aber davon habe ich nichts gelesen und es wäre eine Katastrophe für die Hertha, denke die gibt es schlicht nicht.

Also bietet ruhig einen Euro plus eine Semmel und gut ist.


Das müsste heißen "plus eine Schrippe" - sonst stimme ich Dir aber zu smile

Eine Rückkaufpflicht gibt es mit Sicherheit nicht. Das wäre ja ein vollkommen absurder Kaufvertrag, den keiner der Juristen, die die Hertha bei der Transaktion beraten haben, durchgehen lassen würde.

Ein Problem hat hier m.E. nur Herr Windhorst, bzw. dessen Geldgeber.
Lars Windhorst |#1547
05.10.2022 - 17:04 Uhr
Zitat von DrDeDre
Er hat immernoch Plätze im AR, oder? Also "eigene" Leute drin. Also (bedingt) Einfluss nehmen.

Er hat vier von neun Leuten im AR der KGaA. Also nicht mal im unbedeutesten Vereinsgremium eine Mehrheit. Der AR des e.V. ist deutlich wichtiger.

Zitat von DrDeDre
Und er kann als Mehrheitsteilhaber eh weitere Investoren blockieren zB. genauso, wie Kapitalerhöhungen oä. - neues Invest geht bei Blockade nur über Sponsoring.

Nein, kann er aufgrund 50+1 nicht. Er hält zwei Drittel der Anteile an der KGaA, aber die Stimmhoheit der KGaA liegt beim e.V.
Lars Windhorst |#1548
05.10.2022 - 17:06 Uhr
Zitat von Achtzehn95
Das halte ich für eine äußerst optimistische (um nicht zu sagen naive) Hoffnung auf einen "Global Player". Wer investiert schon gerne in einen "failed club".

"Seit 2019 investierte Hertha mit Windhorsts Millionen u.a. 175,8 Mio. Euro in 37 Spieler auf dem Transfermarkt – nur vier Klubs in Deutschland gaben in diesem Zeitraum mehr aus. In dieser Zeit gab es mit Ante Covic, dem unrühmlich aus dem Verein ausgeschiedenen Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri, Bruno Labbadia, Pál Dárdai, Tayfun Korkut, Retter Felix Magath und seit Saisonbeginn Sandro Schwarz acht Trainer." (TM).

Warten wir mal ab, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Zitat von Fortunen-Herthaner

Selbst wenn Tennor jetzt die Hälfte der Anteile als Verlust abschreibt. Herhta wird jetzt bestimmt kein 190 Millionen Darlehen aufnehmen (ich denke schon, das Banken Hertha das Geld leihen würden, weil ja der Unternehmenswert als Sicherheit dienen kann) und dann jedes Jahr ungefähr 5 Millionen Zinsen zahlen.

Wieso sollte man das machen, wenn das einzige Druckmittel, das der derzeitige Investor hat der ist, das er nicht mehr investieren möchte als er schon gemacht hat.

Ich sehe das so:

Tennor muss einen neuen Investor finden und Hertha vorlegen. Wenn Hertha einverstanden ist, kann der neue Investor die Anteile übernehmen.

Die Aussage, das Hertha einen neuen Investor sucht, klingt für mich eher nach "klar helfen wir Tennor (sehr halbherzig) damit".

Meine Hoffnung ist, das ein Global Player die Anteile zu einem Schnäppchen-Preis übernimmt und dann nochmal richtig in den Verein investiert. Mit Tennor sehe ich da keine gemeinsame Zukunft mehr.


Klar ist das optimistisch, aber mE nicht realitätsfern.

Wenn ich mich jetzt in die Lage eines neuen Investors versetze, würde ich diese Möglichkeit nutzen und diese "überteuerten" Anteile zu einem guten Kurs erwerben. Natürlich mit dem Hintergrund, das jetzt gute Leute an den Hebeln sitzen (Bobic). Wenn ich mir gestern Frankfurt angeschaut habe und das dass Erbe von Bobic ist, dann kann sich doch ein Investor auch leicht ausmalen, das sowas hier in Berlin auch in 3-4 Jahren möglich ist.

Dann investiere ich noch ein wenig und in 5 Jahren ist Hertha Stammgast in der CL und die Anteile sind 1 Milliarde wert.

Klar ist das aus meiner Sicht optimistisch, aber genau so denken Investoren und ich halte es nicht für ausgeschlossen, das ein Global Player, für den ein Investment von sagen wir mal 250 Mio. nur Peanuts sind, sowas durchzieht. Mit der Gefahr, das die 250 Mio. vielleicht bei schlechtem Verlauf dann in 5 Jahren nur noch 200 Mio. wert sind. Aber mit der Hoffnung, das sie dann 1 Mrd. wert sind.

Just my 2 cents.

•     •     •

HA - HO - HE + 95 ÒLE
Lars Windhorst |#1549
05.10.2022 - 17:08 Uhr
Auch die im Hintergrund seit Monaten laufende Suche nach einem neuen Investor, der Windhorsts Anteile übernehmen könnte, führte dem Vernehmen nach bisher nicht in die Nähe eines Abschlusses. Kolportiert wird in informierten Kreisen allerdings auch, dass Windhorst seine Anteile für eine Summe veräußern würde, die deutlich unter dem damaligen Kaufpreis liegt.
Lars Windhorst |#1550
05.10.2022 - 17:09 Uhr
Zitat von eagle1978
Ok, dann spielen wir das mal weiter durch....

Wenn er sie wegen möglichen hohem Verlust beim Verkauf nicht verkauft - will man dann jahrelang dieses "lodernde Feuer" im bzw. um den gesamten Verein haben?!?

Und auf neue Investoren hoffen; sich zeitgleich auch "dank" klarer Statements vom Präsidenten zum Thema Investoren, eigentlich alle mit Sachverstand (den haben alle, sonst hätten sie dieses viele Geld nicht) wegzuhalten.... ich halte das alles für ein wirklich sehr fragiles Gebilde aktuell.....


Was lodert denn da? Das ist jetzt mal wieder etwas mediales Feuer, welches vor allem für Windhorst dramatisch ist, weil seine Geldgeber das sicherlich nur eingeschränkt lustig finden und weil es schwieriger für ihn werden dürfte, zukünftig noch Geldgeber zu finden. Hertha kann das doch lächelnd aussitzen und in drei Monaten ist das alles old news.

Neue Investoren wären in der Konstellation mit Tennor als Großinvestor ohnehin kaum zu finden. Aber auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass Hertha die ganze Kohle vereinnahmt hat und damit trotz ausbleibenden sportlichen Erfolgs Enstchuldung betreiben konnte und es sicherlich in Coronazeiten auch hilfreich war, um nicht die Grätsche zu machen.
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