19.08.2026 - 06:58 | Quelle: Deichstube/Bild/Sky | Lesedauer: unter 2 Min.
Racing Straßburg
Karim Coulibaly
Übereinstimmende Medienberichte 

Werder nimmt Straßburgs letztes Angebot für Coulibaly an – Zwei Zugänge sollen folgen

Werder Bremen nimmt letztes Coulibaly-Angebot von Racing Straßburg an
©IMAGO

Werder Bremen hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge das dritte und vermeintlich letzte Angebot von Racing Straßburg für Abwehrtalent Karim Coulibaly (19) angenommen. Die Ablöse liegt zunächst weit unter den ersten Vorstellungen der Grün-Weißen, die auf 40 Millionen Euro gehofft haben sollen. Werder wolle aber einen Panik-Verkauf kurz vor Transferschluss vermeiden.



Der deutsche U21-Nationalspieler wechselt demnach für eine Basisablöse von 20 Millionen Euro in die französische Ligue 1. Bis zu 5 Mio. Euro an Boni können noch hinzukommen. Das Gesamtpaket liegt somit etwas unter Coulibalys Marktwert von 28 Mio. Euro. Eine Weiterverkaufsbeteiligung von 10 Prozent könnte diesen Betrag aber in Zukunft noch knacken.



Coulibaly wird hinter Diego (41), der 2009 für 27 Mio. Euro zu Juventus Turin ging, und vorerst gleichauf mit dem 2018 zum BVB gewechselten Thomas Delaney (34) der zweitteuerste Verkauf der Bremer Vereinsgeschichte. Aufseiten Straßburgs zieht Coulibaly mit Rekordzugang Abakar Sylla (23) gleich, der 2023 vom Club Brügge fürs Abwehrzentrum kam, aber nicht überzeugen konnte.



Coulibaly soll bereits die Freigabe für den Medizincheck bekommen haben und zeitnah nach Frankreich reisen. Der Innenverteidiger schaffte in der vergangenen Saison als 18-Jähriger den Durchbruch in der Bundesliga, in 24 von 27 Einsätzen stand er in der Startelf. Coulibaly galt den ganzen Sommer über schon als Verkaufskandidat bei den klammen Bremern. Die Einnahmen braucht Werder, um andere Transfers zu finanzieren.


Mit Coulibaly-Ablöse: Werder Bremen will zweimal nachlegen


Gesucht werden ein neuer Rechtsverteidiger und eine weitere Verstärkung fürs Mittelfeldzentrum. Wie die „Deichstube“ berichtet, sind die Gespräche der Grün-Weißen mit zwei Kandidaten schon weit fortgeschritten. Die Coulibaly-Ablöse ermögliche nun die Finalisierung der Deals. Im Raum steht eine Festverpflichtung von Cameron Puertas (28), der sich als Leihgabe in der vergangenen Saison nach dem Trainerwechsel zu Daniel Thioune in der Mannschaft festgespielt hatte. Al-Qadsiah soll aber weiterhin 10 Mio. Euro fordern.



Für Coulibaly könnte Straßburg das Sprungbrett in die Premier League sein. Die Blau-Weißen gehören dem gleichen Konsortium an wie der FC Chelsea. Die Londoner sehen in Coulibaly dem Vernehmen nach großes Potenzial und könnten Werder am Ende einen satten Nachschlag bescheren.



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Coscoroba Coscoroba 19.08.2026 - 17:43
Zitat von RawJah
Clemens Fritz ist der schlechteste Manager in der ganzen Liga. Wie lange noch?

Er wollte einen Panik-Verkauf am deadline day verhindern... Und verkauft zwei Wochen vor dem deadline Day zu Panik-Verkauf Konditionen.

Nur Clemens Fritz schafft es einen Spieler in diesem Alter für unter dem Marktwert zu verkaufen. Überall sonst wird allein für das Potenzial extra bezahlt. Nicht so bei dem schlechtesten Manager der Liga.


Ja, kann gut sein, dass Clemens Fritz der schlechteste "Manager" der Liga ist. Ich bin auch kein Freund von seiner Arbeit. Das liegt aber am allerwenigsten daran, dass er - angeblich - Spieler zu billig verkauft. Das tut er nämlich nicht. Und schon gar nicht notorisch. Ich erkläre gleich, warum ich das so sehe. Vorher möchte ich aber darauf hinweisen, dass die wahre Fehlleistung von Fritz in Sachen Talente die ist, dass er viel zu wenige junge Spieler heranschafft, bei denen dann tatsächlich eine große Wertsteigerung eintritt. Er versucht es ja schon länger. Erst unter Baumann und jetzt alleine. Er hat Alvero für 5 geholt und wird ihn jetzt für 2 nicht los. Er hat Malatini für 2 (oder so) geholt und wird ihn jetzt für den Preis auch nicht los. Deman ist immerhin (seit Thioune da ist) Stammspieler geworden, aber die große Wertsteigerung, die erwartet wurde, ist auch nicht eingetreten. An Hansen-Aroen oder Lee Buchanan erinnert sich schon gar keiner mehr. Bei Mbangula ist völlig unklar, ob man überhaupt das eingesetzte Kapital (10) wieder bekommt. Im Moment steht er laut Transfermarkt bei 8.

Nur bei Coulibaly hat es geklappt. Und da ist die Frage, ob die Initiative überhaupt von Fritz ausgegangen ist. Coulibaly ist ja eigentlich für die Jugendmannschaften geholt worden, und es kann gut sein, dass die Verpflichtung von den Jugendtrainern angestoßen wurde. Will sagen: Fritz' Bilanz beim Entdecken und Einkaufen von Talenten ist wirklich erbärmlich. Und wer nichts hat, kann auch nichts verkaufen. Und wer nur etwas Halbes hat, kann auch nur halbes Geld einnehmen. Das ist doch das Problem und nicht der Preis, zu dem man dann verkauft.

So, jetzt zum angeblich schlechten Verkäufer Fritz: Werder stand in diesem Transfer-Fenster dreimal vor der Situation, niedrige Angebote für einen einigermaßen wertvollen Spieler bewerten zu müssen. In einem dieser Fälle (Stage) hat Werder genau das getan, was hier von väterlich-freundlichen Fans anderer Clubs ganz ohne Hochmut geraten wird: Fritz hat zwei Angebote Hoffenheims, die unter dem Marktwert lagen, abgelehnt - mit der Folge, dass der Transfer nicht stattgefunden hat. Die Geschichte wird bei den Diskussionen hier seltsamerweise vergessen. In den anderen beiden Fällen, Schmid und Coulibaly, hat Fritz ebenfalls erst Angebote abgelehnt, bevor er die zweimal nachgebesserten dann angenommen hat. Klar, beide Endpreise beide sind deutlich unter "Marktwert", aber dafür gibt es gute Gründe - und keiner davon ist Fritz' mangelndes Verhandlungsgeschick. Die wahren Gründe sind:

1.Nur 1 Interessent: Alle drei genannten Fälle haben die Gemeinsamkeit, dass sich jeweils nur 1 Verein für die Spieler Stage, Schmid und Coulibaly interessierte, von denen dummerweise auch noch keiner aus England war. Das allein erklärt schon zu einem guten Teil, die Niedrigkeit der Gebote. Wenn es keine Konkurrenz gibt, können die Kaufinteressenten mit absurd niedrigen Geboten einsteigen und auch in absurd niedrigen Schritten steigern - zumal sie auch wissen, dass

2. Werder pleite und deswegen erpressbar ist. Und zwar richtig. Man muss es hier vielleicht für Fans anderer Vereine noch einmal richtig deutlich sagen: Werder liegt in finanzieller Hinsicht inzwischen auch deutlich hinter Clubs wie Mainz, Augsburg, Möchengladbach und sogar Köln und dem HSV. Als ähnlich pleite wie Werder würde ich nur Union und die drei Aufsteiger ansehen. Insbesondere hat Werder eben überhaupt kein Eigenkapital, das berühmte "Festgeldkonto" also. Es muss daher schon seit Jahren von der Hand in den Mund gelebt werden. Werder braucht die Einnahmen aus Verkäufen also noch mit einer ganz anderen Dringlichkeit als vergleichbare Clubs - zum selber Einkaufen nämlich. Und genau das macht Werder so erpressbar. Natürlich ist es aus diesem Grund auch völlig unsinnig, Werder mit Stuttgart oder gar Dortmund zu vergleichen, wie es hier passiert.

3. "Marktwerte" zu hoch. In allen drei Fällen, die ich hier bespreche, waren die Marktwerte von Transfermarkt meiner Meinung nach von vornherein zu hoch. Und das meine ich überhaupt nicht als Kritik an an unserer geschätzten Plattform hier. Es ist schlechterdings unmöglich für jeden einzelnen Spieler und jede einzelne Verhandlungssituation die Ablöse korrekt zu prognostizieren (was ja überdies auch gar nicht das Ziel von TM ist). Transfermarkt-Marktwerte gehen für mein Gefühl immer vom Idealfall aus. Das heißt: 1. Mehrere Bieter 2. Darunter Bieter aus England 3. Lange Vertragslaufzeit 4. Spieler war schon mal in Europa League oder Champions League im Fernsehen zu sehen 5. Verkaufender Club muss nicht unbedingt verkaufen. 6. Spieler ist gesund, wenn das Transfer-Fenster beginnt. 7. Spieler ist bereit, zum Höchstbietenden zu gehen - wer immer das auch ist. Etc. Etc. Etc.

Wenn mehrere der Faktoren, die ich gerade aufgezählt habe, nicht gegeben sind, dann sinkt eben der wahre Marktwert, die Ablöse, erfahrungsgemäß. Und es hat dann auch keinen Sinn, die Verkaufsleistung eines Managers an diesen zu hohen Marktwerten zu messen. Bei den drei Fällen, die ich hier diskutiert habe, sind gleich mehrere dieser Faktoren weggefallen, und das erklärt, warum längst nicht die Ablöse erzielt werden konnte, die der TM-Markwert versprach. Nebenbei bemerkt: Werder ist ja auch längst nicht der einzige Verein, der in diesem Sommer unter Marktwert verkaufen musste. (Ich weiß nicht, ob das früher nicht so oft vorgekommen ist, oder ob es mir in diesem Sommer nur besonders auffällt, dass die TM-Marktwerte deutlich unterschritten werden).

Also, Clemens Fritz (und Peter Niemeyer) machen sicher viel falsch. Aber sie verkaufen nicht zu billig!
werderman werderman 19.08.2026 - 16:26
Finde die Verkaufskonditionen ganz okay.
Sie sind nicht überragend.
Sie sind nicht miserabel.

Betrachtet man Coulibalys Geschichte bei Werder, den Zugang, die Verweildauer und den Abgang, ist das isoliert sicherlich schon sehr in Ordnung.

Manche Wertungen des Transfers finde ich zuweilen überzogen, denn die Hintergründe kennen wir nun alle nicht. Viel wichtiger finde ich, wie das nun hinzukommenden Geld reinvestiert wird. Dann heißt es in fünf Jahren vielleicht nur noch in 1000 von 1002 Fällen "die notorisch klammen Bremer", und das wäre dann ja auch eine Möglichkeit, nicht in jedes Mikrofon zu Posaunen, wie pleite man tatsächlich ist.

Coulibaly wünsche ich sportlich und persönlich alles Gute, hoffentlich kann er an seine Debütsaison anknüpfen.
firefighter81 SV Werder Bremen firefighter81 19.08.2026 - 16:26
Zitat von Trixer
Zitat von firefighter81

Zitat von Trixer

Zitat von firefighter81

Zitat von Trixer

Zitat von firefighter81

Auf der einen Seite hat Fritz einfach den Konsolidierungsdruck vom Verein. Er muss also verkaufen. Wenn dann die Angebote ausbleiben, sind wir leider (noch) nicht in der Situation, einen Transfer dieser Größenordnung auszuschlagen, auch mit der Gefahr, dass man im nächsten Jahr eventuell deutlich mehr gesehen hätte.


Und genau hier kommen wir zu meiner Frage:
wann genau wollt ihr in die Situation kommen, dass man Angebote in dieser Größenordnung ausschlagen kann, wenn man "immer wieder" auf die Forderungen eingeht.
Keine Frage: ich verstehe, dass Werder auf Geld angewiesen ist, aber es ist nun nicht der erste Transfer, der deutlich unter der vorgestellten Summe wechselt. Und auch, wenn man nun ein bisschen defensiver seine Topspieler anbietet, hat sich Werder in den letzten Jahren den Ruf erarbeitet, dass ihre angedachten Ablösesummen deutlich gedrückt werden können, weil sie am Ende eh verkaufen.
Irgendwann muss man halt auch mal hart bleiben und das Risiko auf sich nehmen, wenn man irgnedwann mal Transfers dieser Größenordnung ablehnen will.


Man kann die Frage nach dem Wann ja nicht ehrlich beantworten, deshalb sagte ich auch, dass es nicht schwarz-weiß ist. Der Ducksch-Verkauf war in meinen Augen z.B. völlig wahnsinnig, weil er wirtschaftlich überhaupt nicht weiterbringt, aber sportlich massiv schwächt. Bei Coulibaly sieht das Ganze schon etwas anders aus. 20 Mio. direkt machen dann doch einen Unterschied. Man muss halt sagen, dass dieses Transferfenster das erste seit langer Zeit sein könnte, in dem relevante Transfererlöse erzielt werden. Ob dies dann für den nächsten oder übernächsten Sommer bedeuten könnte, eben einen solchen Transfer auch mal auszuschlagen, kann ich nicht sagen, da ich nicht soweit in den Finanzen von Werder stecke.


Das mit den relevanten Transfererlösen sehe ich komplett anders:
Werder hat erst zur Saison 23/24 knapp 32 Mio Euro eingenommen und 9 Mio ausgegeben und verkaufen 3 Jahre später trotzdem einen Spieler mit mehr Ablösepotential für deutlich weniger als erwartet. Weiter hatten sie 21/22 knappe 35 Mio Euro eingenommen. Beides sind mehr oder weniger auf dem Niveau von diesem Jahr. Dh. sie hatten in den letzten 5 Jahren 2 (sehr) gute Transferfenster und schaffen es trotzdem nicht, schlechte Angebote abzulehnen.
Warum denkst du, dass sich das nun ändert?


Überleg dir mal, wo Werder die Saison 21/22 gespielt hat und wieviel das wohl gekostet haben könnte. Dann schau dir nochmal an, welche finanziellen Einbußen Werder durch die Corona-Pandemie hatte. Zudem schau dir die Transfererlöse 22/23 an. Fällt dir was auf? Richtig, man ist hier nach Aussage von Baumann bewusst ins Risiko gegangen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Offensichtlich haben also diese beiden Jahre nicht für eine Konsolidierung ausgereicht.


Ich brauch nicht zu überlegen sondern ich weiß es.
Und Werder war der einzige Club, der unter Corona zu leiden hatte? Stuttgart war 2 Jahre vorher in der 2 Liga, hat zwischendurch Relegation gespielt und trotzdem haben sie letztes Jahr 65 Mio für Woltemade abgelehnt.
Und 22/23 wie genau hat jetzt die Saison 22/23 damit zu tun, wenn ,am 23/24 (also vor 3 Jahren) krasse Erlöse hatte und trotzdem 3 Jahre später seinen Spieler für deutlich weniger verkauft?
Auf der einen Seite sagst du, dass du nicht in den Finanzen von Werder steckst, auf der anderen Seite versuchst du anderen Leuten die Finanzen von Werder zu erklären, obwohl jeder Verein bis auf die ganz Großen zu leiden hatte.
Und was lässt dich hoffen, dass dieses Transferfenster für eine Konsolidierung ausreicht, wenn es Werder auch in den letzten Jahren nicht hinbekommen hat?
Wir können gern weiter diskutieren, aber bitte auf einem Niveau, wo du nicht auf deine eigene Fragen antwortest, um versuchst mich vorzuführen.


No offense. Ich wollte dich nicht vorführen. Der Punkt ist, dass ja ganz offensichtlich weiterhin Geld benötigt wird. Der Vergleich mit anderen Vereinen (insbesondere Stuttgart) ist hier nicht zielführend. Es ist aber wohl so, dass Werder 21/22 die Erlöse fast vollständig zur Kompensation des Abstiegs und 23/24 zu großen Teilen zur Nachkompensation von 22/23 benötigt hat, also zur Begleichung von Verbindlichkeiten der Vorsaison.
Über wieviele Jahre nun die Konsolidierung laufen muss, weißt du eben auch nicht. Weil Werder aber zumindest nicht alles mitgeht (siehe Stage) könnte sich aber die Situation immerhin (sehr) langsam ändern.
Autor
benny_23
Benedikt Duda
TM-Username: benny_23

Redakteur | seit 2011 auf TM aktiv

Alle Beiträge des Autors
Karim Coulibaly
SV Werder Bremen
Karim Coulibaly
Geb./Alter:
23.05.2007 (19)
Nat.:  Deutschland Elfenbeinküste
Akt. Verein:
SV Werder Bremen
Vertrag bis:
30.06.2029
Position:
Innenverteidiger
Marktwert:
28,00 Mio. €
Racing Straßburg
Gesamtmarktwert:
299,25 Mio. €
Wettbewerb:
Ligue 1
Kadergröße:
32
Letzter Transfer:
Jeyland Mitchell
SV Werder Bremen
Gesamtmarktwert:
147,33 Mio. €
Wettbewerb:
Bundesliga
Kadergröße:
35
Letzter Transfer:
Niclas Füllkrug
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