Lautern lässt abreißen
Darmstadt düpiert FCK und ist neuer Zweitliga-Spitzenreiter – Krahl: „Bodenlose Frechheit“
©IMAGO
Der SV Darmstadt 98 ist neuer Spitzenreiter in der 2. Bundesliga und untermauert eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen. Durch den 4:0 (3:0)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern verdrängten die Hessen mit nun 41 Punkten den FC Schalke 04 (40) vom Spitzenplatz. Lautern hingegen muss seine Aufstiegsambitionen vorerst begraben. Der Rückstand des FCK auf den Relegationsplatz drei beträgt nun schon acht Zähler. Für die Lilien war es das elfte Spiel nacheinander ohne Niederlage.
FCK-Coach Torsten Lieberknecht erlebte eine bittere Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Denn Fraser Hornby (5. Minute/Foulelfmeter), der für den verletzten Torjäger Isac Lidberg in die Mannschaft gerückte Fynn Lakenmacher (29.) sowie Kai Klefisch (45.) machten schon vor der Pause alles klar für die Hausherren. Luca Marseiler (90.+2) legte im mit 17.810 ausverkauften Merck Stadion am Böllenfalltor später noch nach.
Die Gäste hingegen blieben zunächst fast alles schuldig. Nicht einmal kamen sie im ersten Durchgang gefährlich vor das Tor, gaben keinen Torschuss ab. Vor allem im Zweikampfverhalten blieben die FCK-Spieler unerwartet passiv. Darmstadt hingegen machte aus vier Chancen drei Tore.
Nach Wiederanpfiff versuchten die Gäste, sich in die Partie zu kämpfen. Vieles blieb aber weiterhin Stückwerk. Die Gastgeber hingegen wirkten an diesem Abend wesentlich reifer und spielten diszipliniert weiter. So ergaben sich erneut hochkarätige Chancen, die Hornby und Lakenmacher allerdings in aussichtsreicher Position vergaben.
1. FC Kaierslautern klar unterlegen, Torhüter Krahl wütend
Auch wenn Darmstadt in der Folge nicht mehr so viele Räume bekam und die Gäste mehr Ballbesitz hatten, verlebte Marcel Schuhen im Darmstädter Tor einen sehr ruhigen Abend. Erst kurz vor Ende musste er eingreifen und verhinderte so das Ehrentor.
Bei FCK-Keeper Julian Krahl lagen wegen des frustrierenden Ergebnisses aus Lauterer Sicht die Nerven blank. „Bodenlose Frechheit. Besonders in der ersten Halbzeit, wie wir uns da angestellt haben … Ja, Darmstadt ist eine sehr gute Mannschaft und du kannst hier mal verlieren. Aber das teilweise so herzuschenken, ist eine Frechheit den Leuten gegenüber, die hierhergefahren sind“, sagte der 26-Jährige bei „Nitro“. Laut dem Torhüter müsse man sich auf „die Fahnen schreiben, dass das einfach mal ein Haufen Scheiße war. Aber das Gute ist: Nächste Woche dürfen wir noch einmal ran und dann können wir es, dann müssen wir es besser machen.“ Trainer Lieberknecht sagte anerkennend: „Die Darmstädter waren uns in allen Belangen überlegen.“
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