Bayern nähert sich Torrekord
Werder lässt Wolfsburg verzweifeln – Spektakuläres Derby in Köln, Heidenheim kämpft
©IMAGO
Für den VfL Wolfsburg wird die Lage in der Bundesliga nach einer 0:1-Niederlage am 27. Spieltag gegen Werder Bremen immer kniffliger. Im Abstiegskampf hat dafür der 1. FC Köln in einem spektakulären rheinischen Derby einen Punkt beim 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach gerettet. Der 1. FC Heidenheim kämpft gegen die augenscheinlich ausweglose Situation im Tabellenkeller an und holt nach mehrmaligem Rückstand ein 3:3 gegen Bayer Leverkusen. Der FC Bayern marschiert mit einem lockeren 4:0 gegen Union Berlin unbeirrt der Meisterschaft entgegen.
VfL Wolfsburg blickt Richtung Abstieg – Big Points für Werder
Der erste Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg wird auch mit dem neuen Trainer Dieter Hecking immer bedrohlicher. Der Tabellenvorletzte verlor das wichtige Kellerduell gegen Werder Bremen mit 0:1 (0:0).
Während die Wölfe mehrere gute Chancen vergaben, traf Justin Njinmah in der 68. Minute für sehr effiziente und stark ersatzgeschwächte Bremer. In der Tabelle setzte sich Werder um sieben Punkte von den nun seit zehn Spielen sieglosen Wolfsburgern ab. Diesen sportlichen Absturz hat auch Hecking in seinem zweiten Spiel nicht stoppen können. In der ersten Partie hatte er ein 1:1 bei der TSG Hoffenheim inklusiver guter Leistung geholt. In der Nachspielzeit sah VfL-Verteidiger Moritz Jenz auch noch die Gelb-Rote Karte gegen die Grün-Weißen.
Derby-Spektakel in Köln: 3:3 gegen und Gladbach
Der 1. FC Köln hat den erhofften Befreiungsschlag in einem spektakulären Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach verpasst. Eric Martel rettete der Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit seinem späten Tor in der 84. Minute gegen den Erzrivalen zwar noch ein 3:3 (2:2). Der FC steckt nach jetzt sieben Spielen ohne Sieg aber weiter tief im Abstiegskampf. Der Druck auf Kwasniok ist groß.
Mit einem Erfolg wären die Kölner an der Borussia vorbeigezogen. Nun liegen sie weiter drei Zähler hinter dem Klub vom Niederrhein und nur ganz knapp vor der Abstiegszone. Vor 50.000 Fans im ausverkauften Kölner Stadion erzielten vor Martel Jungstar Said El Mala (4. Minute) und Ragnar Ache (7.) die Tore für die Gastgeber. Zweimal Jens Castrop (1./60.) und Philipp Sander (20.) trafen für das Team von Coach Eugen Polanski. Kurz nach seinem Tor zum 3:3 sah Kölns Eric Martel Gelb-Rot (86.).
Bayern stürmen Richtung Meistertitel und Torrekord
Der FC Bayern München strebt in der Bundesliga weiter unaufhaltsam dem 35. Meistertitel entgegen – und einem historischen Torrekord. Nach dem lockeren 4:0 (2:0) gegen den 1. FC Union Berlin fehlen dem Tabellenführer in den verbleibenden sieben Saisonpartien nur noch fünf Tore, um die eigene Liga-Bestmarke von 101 Treffern aus der Spielzeit 1971/72. zu überbieten. Damals war Gerd Müller mit 40 Toren der Torgarant, 54 Jahre später ist es Harry Kane.
Nach dem Doppelschlag von Michael Olise (43. Minute) und Serge Gnabry (45.+1) kurz vor der Pause erzielte der 32 Jahre alte Engländer sein 31. Saisontor (49.). Jubelnd ballte Kane auf dem Rasen sitzend die Fäuste, als er sich im Strafraum energisch durchgesetzt hatte und mit rechts aus 15 Metern traf. Ihm fehlen nun noch zehn Tore zum Rekord von Robert Lewandowski.
Der in Länderspielform auftretende Doppelpacker Gnabry erhöhte noch (67.). Die Münchner Torproduktion brauchte vor 75.000 Fans in der Allianz Arena einige Anlaufzeit, aber dann lief sie wieder einmal heiß. Von Union war in der Vorwärtsbewegung wenig bis nichts zu sehen. Die Berliner waren nahezu 90 Minuten lang ausschließlich mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Jonas Urbig musste sich im Bayern-Tor nur einmal auszeichnen, als er einen Schuss des Ex-Münchners Woo-Yeong Jeong parierte (77.).
Wilde zweite Halbzeit: Heidenheim und Bayer trennen sich 3:3
Sechs Tore, kein Sieger: Nur fünf Tage nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League hat Bayer Leverkusen den nächsten Dämpfer kassiert. Der Vizemeister verspielte in einer wilden zweiten Halbzeit zwei Führungen und musste sich letztlich mit einem spektakulären 3:3 (2:0) beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim zufriedengeben.
Trotz der Tore von Malik Tillman (22. Minute) und zweimal Patrik Schick (35./79.) verpasste es Bayer im Kampf um die erneute Qualifikation für die Königsklasse, den Druck auf die Konkurrenten zu erhöhen. Heidenheims Absturz in die Zweitklassigkeit dürfte mit dem 14. sieglosen Spiel nacheinander und neun Punkten Rückstand auf Relegationsrang 16 dagegen nur noch schwer zu verhindern sein - trotz des Achtungserfolgs. Die Treffer von Hennes Behrens (56., Anm.: Hier wurde zunächst Patrick Mainka als Torschütze genannt, die DFL hat ihre Angaben korrigiert) und des zweimal erfolgreichen Marvin Pieringer (72./Elfmeter/85.) zeigen jedoch, dass die Moral stimmt.
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