Rot-Weiß Erfurt Rot-Weiß Erfurt
deadline-day banner
Stefan Krämer
Geburtsdatum 23.03.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Stefan Krämer [ehemaliger Trainer]

30.12.2015 - 11:46 Uhr
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#51
11.03.2017 - 10:13 Uhr
Wenn sich die Spieler aber nicht motivieren lassen, dann kannste auch reden wie ein Wanderprediger...
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#52
27.07.2017 - 16:11 Uhr
https://www.transfermarkt.de/fc-rot-weiss-erfurt/mitarbeiterhistorie/verein/111

Damit hätte ich nicht gerechnet, bester Punkteschnitt seit Feichtenbeiner
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#53
27.07.2017 - 16:38 Uhr
Zitat von PatrickB92
https://www.transfermarkt.de/fc-rot-weiss-erfurt/mitarbeiterhistorie/verein/111

Damit hätte ich nicht gerechnet, bester Punkteschnitt seit Feichtenbeiner


Er hat uns auch schon ziemlich viele Spiele begleitet. Kam mir gar nicht so vor... Sollte er diese Saison beenden, dann ist er der Trainer mit den meisten Spielen beim RWE - kann das sein??

•     •     •

Rot-Weiß Erfurt // Hamburger SV


"Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Es ist noch sehr viel ernster." - Bill Shankly
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#54
27.07.2017 - 19:25 Uhr
Ich hoffe er bleibt uns noch lange erhalten. Ein sympathischer Typ, der sich an der Seitenlinie förmlich zerreißt. Dazu identifiziert er sich mit Erfurt. So einen musst du erstmal finden (und das bei unseren Möglichkeiten)...

•     •     •

-support your local football team-

Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#55
27.07.2017 - 20:29 Uhr
Zitat von DownUnder
Zitat von PatrickB92

https://www.transfermarkt.de/fc-rot-weiss-erfurt/mitarbeiterhistorie/verein/111

Damit hätte ich nicht gerechnet, bester Punkteschnitt seit Feichtenbeiner


Er hat uns auch schon ziemlich viele Spiele begleitet. Kam mir gar nicht so vor... Sollte er diese Saison beenden, dann ist er der Trainer mit den meisten Spielen beim RWE - kann das sein??


Ich hab den Grund gefunden, warum sein Schnitt so gut ist und es so viele Spiele sind.

Der Thüringen-Pokal zählt da mit rein. Ohne den sinds nur 1,38 und damit weniger als Emmerling. Wäre auch sonst echt merkwürdig gewesen.

trotzdem ein toller trainer und genau der richtige für uns.
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#56
28.07.2017 - 07:39 Uhr
Zitat von PatrickB92

und genau der richtige für uns.


Das sehe ich zwar anders, aber man muss Krämer zu gute halten, dass er sein möglichstes versucht und der Erfolg ihm absolut Recht gibt. Er lebt Fußball und kann die Leute mitreißen. Ein Sympathieträger für den Verein - wenn man ehrlich ist, der letzte, der dort was zu sagen hat.
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#57
21.09.2017 - 11:56 Uhr
Wie im Spieltagsfred angekündigt, noch ein paar Sätze zu Krämer und seiner Zeit bei uns in Erfurt.

Ganz allgemein: Er hat uns vor zwei Jahren vor dem Abstieg gerettet und hatte folgerichtig das Vertrauen für die folgende Saison erhalten. In dieser haben wir den Abstieg gerade so verpasst. In meinen Bekanntenkreis hatte ich gesagt, dass eine weitere Saison unter Krämer mehr schlecht als recht verläuft.
Wir sind in die aktuelle Saison mit Krämer gegangen und haben eine fürchterliche Bilanz. Mit sage und schreibe einen Punkt pro Spiel (Durchschnitt) haben wir die Punkteausbeute eines Absteigers und haben mit 5 Toren die schwächste Offensive der Liga. Für mich beides Zustände die nicht akzeptabel sind.

Die Entwicklung die wir die letzten Jahre unter Krämer eingegangen sind, ist für mich nicht positiv erkennbar. Unsere Gegentoranzahl ist zwar gering und geringer geworden, jedoch ist unser Defensivverhalten meiner Meinung nach katastrophal und dauerhaft nicht umsetzbar. Bspw. gegen Haching und die Ra**ten, durfte der Gegner bis zum Strafraum machen was er wollte. Hier haben wir nur durch viel Glück keine signifikant höhere Anzahl an Gegentoren hinnehmen müssen. In anderen Spielen jedoch sind wir bissig, aggressiv und haben Bock den Gegner nicht zu Chancen kommen zu lassen. Die Spanne ist viel zu groß und konnte in den letzten Jahren nicht geschlossen werden.
Offensiv sind wir seit einiger Zeit das schlechteste Team der Liga. Nicht nur das wir scheinbar keine Tore schießen können, wir schaffen es nicht mal, uns konstant Torchancen zu erspielen/kämpfen. In meinen Augen gibt es hier eine kontinuierliche Rückentwicklung statt.
Dafür sind wir in Sachen Standards ligaweit wohl die gefährlichste Mannschaft, jedoch stellt sich die Frage ob das wirklich ausreichend ist.

Die Formationen die Krämer derzeit spielen lässt sind das 4-5-1 und 4-4-2. Für beide Systeme haben wir in meinen Augen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht die Spieler, sodass einige auf Positionen eingesetzt werden, auf denen sie zum einen nie gespielt haben oder aber die Stärken ihres Fähigkeitenprofils nicht zur Geltung kommen.
Wir haben mehr oder weniger zwei "Königstransfer" getätigt, die aber auf Positionen spielen, auf denen Ihre Stärken zur Geltung kommen. Die Transfers sind Dabanli und Biankadi. Man sieht, und vorallem gestern war es mehr als eindeutig zu erkennen, dass Dabanli kein DM ist. Weder besitzt er die Dynamik, Beweglichkeit und noch das Raumgespür um dort effektiv spielen zu können. Was meine ich damit? Ganz einfach, er ist sehr gut darin, dass Spiel mit dem Blick zum gegnerischen Tor aufzubauen. Sich aus dem Mittelfeld fallen zu lassen, den Ball zu bekommen, sich zu drehen und dann den Pass zu spielen, ist mehrmals schief gegangen und von einem Proftrainer ist so etwas zuerkennen. Defensiv fehlt im Zweikampf das Timing und sein Stellungsspiel ist mir auf dieser Position auch schon öfters negativ aufgefallen.
Bei Biankadi auf der 10, fehlt mir die Kreativität und vor allem die Torgefahr, dass er effektiv dort eingesetzt ist. Er verblasst in meinen Augen auch auf dieser Position und kann seinen Wert für die Mannschaft dort nicht einbringen, ebenso wie seine Stärke: Timing, Dynamik und den Ball vom Mittelfeld in das Angriffsdrittel führen. Immer wenn Krämer auf das 4-4-2 umgestellt hat oder Biankadi im DM beginnen durfte, hat er und die Mannschaft in meinen Augen besser gespielt.

Die Frage die sich der Trainer hier stellen muss, ist die, warum er kein System entwickelt, wo seine 2 Top-Neuzugänge ihre Stärken ausspielen können, ohne die anderen Spieler (Menz, Odak, Kammlott) negativ zu beeinträchtigen.
Bei der Analyse des Kaders haben wir unsere Stärke in der IV (Menz, Lauritio, Neuhold, Möckel, Dabanli), also warum spielt man dann nicht mit Dreierkette? Die Qualität und Quantität dafür ist vorhanden.
Die Schienenspieler könnten Razeek, Odak, Brückner, Sarr, Benamar, Rüdiger oder aber auch Kurz sein. Quantität ist durchaus vorhanden und die Qualität eigl. auch. Hinzu kommt für Lauterbach, der für mich gestern bester Erfurter war.
Das zentrale Mittelfeld (Vocaj, Bergmann, Biankadi, Ludwig; zur Not noch Menz) ist man hier eigl. sowohl qualitativ und quantitativ so aufgestellt, dass die Stärken der einzelnen Spieler zur Geltung kommen können.
Die Offensive kann dann mit Huth, Kammlott, Bieber, Razeek, Rüdiger und Kurz besetzt sein. Hier entstehen genug Möglichkeiten sich den jeweiligen Gegner und seiner Spielweise anzupassen, ohne großartig an Qualität einzubüßen.
Wie würde ich derzeit aufstellen?: Klewin - Möckel, Dabanli, Menz - Odak, Biankadi, Ludwig (wenn fit Bergmann), Razeek - Huth, Kammlott, Rüdiger
Wir sehen am Beispiel Magedeburg, wie schwer es für Mannschaften aus Liga 3 ist, mit Gegnern zu agieren, welche mit Dreierkette agieren. Nicht nur weil sich die Raumaufteilung grundlegend unterscheidet, sondern weil sich andere Synergien auf dem Platz widerspiegeln, mit denen Drittligaspieler schwer tun. Wir haben den passenden Kader dafür, aber es wird nicht mal versucht. Hier finde ich, zeigt sich Krämers große Schwäche: Taktikverständis

Die Stärke von Krämer ist die Motivation und die Fannähe. Auch wenn man einige Aktionen nicht überbewerten sollte, aber dass ein Dabanli (Führungsspieler) Krämer keinen Blick nach der Auswechslung würdigt, ist meiner Ansicht nach Bedenklich. Außerdem ist es als Trainer nicht förderlich, sich vor die Fernsehkameras zu stellen und zu sagen dass "mein Team heute nicht gut gespielt hat". Zum einen ist das Team jung und es wirkt wenig selbst reflektierend.

Worauf will ich eigl. hinaus? Für Krämer wird es langsam sehr eng. Die Mannschaft spielt erfolglos und ohne wirklich sichtbares Konzept(offensiv und defensiv). Er scheint die Mannschaft nach und nach zu verlieren und nach und nach muss man sich fragen, ob Krämer noch der richtige für Erfurt ist. Um langfristig bei einem Verein erfolgreich zu sein, bedarf es neben den Fähigkeiten der Motivation auch taktische Fähigkeiten und die besitzt Krämer nicht auf Drittliga-Niveau. Heißt, man sollte sich im Vorstand überlegen, ob es nicht langsam notwendig wird, einen Wechsel auf der Trainerbank vorzunehmen.

rot-weiße Grüße

•     •     •

Rot Weiß Erfurt - Schalke 04
49ers - Oakland Raiders
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#58
26.09.2017 - 11:09 Uhr
Erstmal Danke für deine ausführliche Darstellung. Bei vielem gehe ich mit.

Ich glaube, SK hat sich das beim RWE auch anders vorgestellt. Die Etaterhöhung fiel relativ gering aus, in den Nebensätzen äußert er das eine oder andere Mal, dass er mit den Transfers nicht ganz so zufrieden ist. Wieso das so ist, lasse ich mal dahingestellt.

Das Konzept, auf junge Trainer zu setzen, ist m. M. n. nicht das Krämersche. Er wird hier dazu gezwungen und setzt mittlerweile auch immer mal auf (noch jüngere) junge Spieler.

Ihm wird die Arbeit natürlich auch nicht besonders leicht gemacht. Einen Spieler wie Bergmann, Laurito oder Vocaj kannst du nur schwer ersetzen, als Drittligist generell, als RWE im Speziellen. Dazu kommen noch Uzan und mindestens 2-3 Spieler, die "kurze Zeit" ausfallen: Möckel, Kammlott, Dabanli, Benamar.

Dir fehlt eine halbe Stammelf, in einem Team, das ohnehin schon schwach besetzt ist.

So kannst du nur über die Mentalität Spiele gewinnen. Es gibt Trainer, die damit Europameister (Griechenland) werden oder aufsteigen (Darmstadt). Aber sein wir mal ehrlich: Das sind doch absolute Ausnahmen. Qualität setzt sich langfristig durch. Für mich war der Klassenerhalt letzte Saison nach dem Spiel gegen Regensburg ein sensationeller Erfolg, weil wir die letzten Spiele mit Glück (für Aspach gings um nichts mehr) und Mentalität gewannen.

Die Entwicklung beschreibst du ganz richtig: Stetig abwärts. Aber diese Tendenz gibt es spätestens seit/mit Kogler und sie hängt damit zusammen, dass unser Etat jährlich schrumpfte, während andere Mannschaften deutlich bessere Gehälter zahlen. Wir arbeiten mit Material von der Resterrampe und mit Rohdiamanten. Das ist ein Tanz auf der Rasierklinge, den wir schon mehrere Saisons erfolgreich führen. Wir müssen uns aber bewusst sein, dass das nicht mehr lange so weiter gehen wird.

Ich glaube, dass die Intensität im Training einfach viel zu gering ist. Das ist für mich nur logisch:
1.) die Spieler, die fit sind und nicht nur Oberliganiveau haben, spielen auf jeden Fall
2.) es will und darf sich niemand verletzten
3.) es will und darf niemand richtig zupacken, wegen 2)
4.) In unserem Kader befinden sich 23 Feldspieler, davon fallen o. g. 3-7 Leute aus. Du kannst nicht mal ein Testspiel machen, ohne A-Junioren oder Testspieler dazu zu nehmen. Die haben natürlich auch keine Drittligaqualität.

Schlechtes Training führt zu schlechten Spielen. Und das hat man m. M. n. gegen Karlsruhe gesehen. Bevor unsere Spieler den Ball verarbeitet haben und wissen, was sie jetzt machen sollen, standen da schon drei Karlsruher um ihn herum. Bis die freien Spieler geschaltet hatten, dass sie sich anbieten müssen, mussten sie schon wieder wegen eines Ballverlustes zurückrennen. Im Training scheinen sie die Zeit zu haben, die sie im Pflichtspiel nicht bekommen.

Kommen wir mal weg von der Spielerqualität zur Trainerqualität.

Gegen Unterhaching - dabei bleibe ich - hat sich SK vercoacht. Da hat die Einstellung nicht gestimmt. Gegen Karlsruhe hat sich die vorhandene Qualität (auch wenn der Tabellenstand es nicht zeigt und es im Gesamten nicht so erkennbar war) durchgesetzt. Passqualität, Laufbereitschaft, Stellungsspiel, Zweikampfführung, da waren die uns überlegen. Aber auch hier: eine Mentaltitäsfrage. Wie du richtig schreibst, haben wir das schon sehr oft sehr viel besser gesehen.

Bei den Spielsystemen hast du noch das 3-5-2 vergessen, das wir ja bereits gespielt haben und das ich mir häufiger wünschen würde, aber noch defensiver ist, als das 4-5-1 und 4-4-2. Für die vorhandene Anzahl von gesunden IV wäre das aber m. M. n. das geeignete Mittel.

Biankadi sehe ich auf allen Offensivpositionen gut aufgehoben. Ich würde ihn sogar mal im Sturm ausprobieren. Ich finde, seine Dynamik ist im DM einfach verschwendet, weil er dann 60, 80 m bis zum gegnerischen Tor hat und auf dem Weg mindestens 3-4 Gegner überwinden muss. Auf Außen hat er mehr Platz, im OM/ST ist er näher am Tor.

Ansonsten stimme ich dir wieder zu: Für Sk wird es immer enger. Nicht, weil ich denke, dass er entlassen werden würde, sondern weil wir mindstens 18-20 Punkte aus der Hinrunde brauchen + keine Verletzungen in der Rückrunde, um eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#59
01.10.2017 - 19:45 Uhr
Sorry für die späte Antwort - noch eine Prüfung gehabt und noch ein wenig arbeiten war auch noch mit dabei.

Zum Thema Etaterhöhung kann ich nicht viel sagen, weiß nur dass es eine gab, in welcher Höhe keine Ahnung. Aber, wenn die nicht so hoch ausgefallen ist, wie geplant, liegt viel mehr im Argen, als nur die sportlichen Defizite.

Bei allem Respekt an unsere sportliche und geschäftliche Führung, aber wenn man weiß, dass Krämer ungern mit jungen Spielern arbeitet, dann stellen sich doch prinzipiell zwei Fragen:
1) Wieso verpflichte ich dann fast ausnahmslos junge Spieler? Die Frage lässt sich bei unserem RWE mit den finanziellen Möglichketien beantworten. Also komme ich zur Frage zwei:
2) Wieso gehe ich dann mit einen Trainer in die Saison, welcher die Clublinie nur bedingt mit trägt bzw. dessen Philosophie nur bedingt mit denen des Vereins übereinstimmt? Hier muss man die sportliche Führung hinterfragen, da es genug Trainer gibt, die auch mit jungen Spielern arbeiten wollen und können.
Das oft genommene Argument: "Wer soll es sonst machen oder wer soll das alles bezahlen?" muss natürlich berücksichtigt werden, aber wenn bspw. beim Tiefbauer X der Bagger kaputt ist, dann stellt sich von den Leuten auch keiner mit dem Spaten auf die Baustelle - es wird Ersatz besorgt, weil sonst der finanzielle und zeitliche Rahmen komplett gesprengt werden würde. Um das auf den Fußball zurückzumünzen: Entweder man hat keinen sportlichen Erfolg oder aber es wird zu einem späteren Zeitpunkt dafür bezahlt werden, um diesen Erfolg wieder herzustellen (in der Winterpause in den Kader investieren oder Abstieg).

Wo ich dir zustimmen muss ist, dass Spieler wie Bergmann, Vocaj sowie Uzan nur schwer zu ersetzen sind, aber auch andere Vereine müssen auf verletzte Spieler ersetzen, sowohl langfristig als auch kurzfristig.

Das man mit einen eher unterdurchschnittlich besetzten Kader nur über die Mentalität Spiele gewinnen kann, muss ich dir sagen, dass ich da mit dir nur bedingt übereinstimme. Ja, man kann Spiele mit Mentalität gewinnen, das geht wie du sagst, ein kurzfristigen Erfolg mit sich bringt. Diesen hatten wir mit den zwei Nichtabstiegen mit Krämer (ist nur meine Meinung).
Vielmehr kann man auch einen Erfolg generieren, wenn ein spielerisches Konzept, passend zu den Spielern entwickelt wird, wo jeder sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftsgefüge seine optimale Leistung erbringen. Als Beispiele fallen mir da spontan Gladbach unter Favre und Hoffenheim unter Nagelsmann ein, die es geschafft haben, ein spielerisches Konzept zu entwicklen, wo die Mannschaft auf Anhieb "überperformt" haben. Das ist nicht nur auf die Mentalität zurückzuführen.

Für mich gehört die Trainingsgestaltung auch mit zur Trainerqualität und das schlecht trainiert wird, kann ich aus den von dir aufgezählten Gründen nachvollziehen. Aber es gibt einen Punkt den man immer trainieren kann, und da ist es egal, ob nur 10 Spieler oder 22 Spieler fit sind - das sind die Basics. Es gibt einen Grund, weshalb ein Trainer wie Guardiola (ich weiß sehr hoch gegriffen) immer wieder Basisübungen in das reguläre Training einbaut (bspw. 5 gegen 2) - ohne die Grundlagen funktionieren die einfachsten Spielzüge und kollektives Verhalten nicht.
Worauf will ich hinaus? Ganz einfach: Ich sehe auf Erfurter Seite nicht mal die einfachsten Grundlagen auf den Platz bringen, heißt: sauberes Passspiel, saubere Ballannahme, sinnvolles Freilaufen (Bilden von Dreieicken) - das sind Dinge die sich ganz einfach mit 5 gegen 2 üben lassen. Ich kann nicht sagen, ob das beim Training gespielt wird oder nicht, aber die Grundlagen sind auf dem Feld einfach nicht zu erkennen.
Auch abwehrtechnisch lässt sich einiges "einüben". Wenn ich die komplette Truppe nicht auf dem Gelände habe, dann muss ich mir einzelne Positionsgruppen nehmen und mit denen bspw. das verschieben üben - eine Übung die auch ohne Ball geht. Ebenso lässt sich "aggressives" anlaufen sowie das Zweikampfverhalten mit Grundübungen trainieren.

Ich denke das meine Gedanken hinsichtlich des Trainings zumindest grundsätzlich niedergeschrieben sind und auch verständlich sind.

Zum Thema 3-5-2. Die Formation habe ich unter Krämer noch nicht gesehen (live im Stadion), dementsprechend will und kann ich dazu nichts sagen.
Aber ich bin bei dir, dieses System muss öfters gespielt werden. Wir für dieses System die halbwegs passenden Spieler.
Nebenbei bemerkt: Ich finde das 3-5-2 keineswegs als defensivere Formation als das 4-4-2 bzw. 4-2-3-1. Es ist eher die Frage wie ich das Mittelfeld gestalte (1DM mit 2ZM, 2ZM mit 1 OM, 2DM mit 1OM). Je nach Zusammensetzung ist das System offensiv oder defensiv.

Ich kann deine Gedankengänge zum Thema Biankadi verstehen und deine Argumentation dahingehend finde ich auch logisch. Hier ist es meiner Ansicht nach eher eine Philosophiefrage (entsprechend muss ich auch ein wenig zurückrudern). Ich finde es für meine Vorstellung von Fußball wichtiger einen dynamischen Spieler im defensiven Mittelfeld zu haben, der das Spiel mit hohem Tempo vom Mittelfeld- in das Angriffsdrittel tragen können (vgl. Vidal, Khedira mit Abstrichen Castro).

Korrigiere mich, falls ich das jetzt falsch verstanden habe, aber du würdest einen SK nicht entlassen, egal wie wir im weiteren Saisonverlauf performen und welche Ergebnisse erzielen?

•     •     •

Rot Weiß Erfurt - Schalke 04
49ers - Oakland Raiders
Stefan Krämer [ehemaliger Trainer] |#60
02.10.2017 - 08:43 Uhr
Dass noch viel mehr im Argen liegt, als wir uns denken, ist uns sicher allen bewusst.

Tja, die RWE/Krämer-Situation ist eine schwierige. SK ist der absolute Wunschtrainer von RR. Er ist ja auch ein Guter, der eine Mannschaft zur Spitzenmannschaft formen kann.
Er ist aber kein "Jugendforschttrainer". Das weiß man bei RWE auch. Aber was willst du machen? Ihn in der Sommerpause rauswerfen und einen Neuen holen? Dann zahlst du 2 Trainer, da SK noch einen Vertrag hat(te). Erfahrenere Spieler holen? Da macht der DFB nicht mit.

Ich denke, das ist eine "Augen zu und durch"-Saison. SK wird mit Sicherheit seinen Vertrag bei RWE nicht verlängern.

Der Bagger kann aber nur angeschafft werden, wenn du auch Geld hast, den Bagger zu bezahlen. Ansonsten macht die Tiefbaufirma einfach dicht. Genauso ist es mit RWE. Viel Geld für Investitionen gibt es nicht.

Klar müssen auch andere Teams verletzte Spieler ersetzen. Aber kaum ein Team hat so einen dünnen Kader wie wir. Und kaum ein Team hat seit 2 Jahren eine halbe Stammelf zu ersetzen.

Ich gebe dir völlig Recht. Wenn wir unser Team entsprechend einstellen würden, dass jeder sein Leistungspensum optimal nutzen könnte, dann hätten wir sicherlich auch schon den einen oder anderen Punkt mehr. Das klappt sicher auch bei 3-5 Mannschaften in den ersten vier Ligen pro Saison. 3-5/148... da ist die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass wir dabei sind (weil wir selten in irgendetwas deutlich besser sind, als andere Mannschaften).

Im Rest gebe ich dir Recht: Das sind alles Punkte, die ich auch kritisiere: Passspiel, Freilaufen, Flanken, Ballan- und -mitnahme, etc. Das sind Dinge, die die Männer nicht auf Drittliganiveau zeigen. Ich habe mir aufgrund deiner Ausführungen mal Dabanli speziell im letzten Spiel angesehen. Wer glaubt, dass Benamar viele Bälle vertendelt, hat Dabanli noch nicht genau beobachtet. Er macht es durch seine guten Zweikämpfe oft wett, aber in der Spieleröffnung ist er wirklich schwach. Da ist er im DM völlig falsch aufgehoben. Vielleicht sollte man es schnell in der IV mit ihm versuchen (dann im 3-5-2 mit Möckel und Laurito) und Menz mit Vocaj ins DM/ZM beordern.

Ich tu mich generell schwer mit Trainerentlassungen. Im Nachhinein waren die Entlassungen oft Fehler gewesen. Wir haben gute Trainer zu früh freigestellt.

Bei SK wollte ich gar keine Handlungsempfehlung äußern, sondern nur sagen, was meine Vermutung ist. Ich denke einfach, dass RR von ihm sehr überzeugt ist und aufgrund fehlenden Geldes wohl eine Lange Zündschnur hat (braucht). Zudem hat sich der Zustand der Kaderquantität und -qualität in den letzten Wochen ja nicht geändert. Wenn man jetzt argumentiert, nun muss der Trainer gehen (nach einer erwartbaren Niederlage gegen Wehen), dann hätte man das auch schon vor 2, 3 oder 4 Wochen sagen können/müssen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Guerti am 02.10.2017 um 08:47 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.