SVW kassiert für Quartett
Werders Fritz will „wieder erfolgreichere Jahre gestalten“ – Mbangula setzt auf neuen Anlauf
©IMAGO
Sportchef Clemens Fritz will die Mängel dieser Saison aufarbeiten und mit Werder Bremen zur kommenden Spielzeit einen neuen, erfolgreicheren Anlauf nehmen. Einplanen kann er dabei offenbar den 10-Millionen-Einkauf des letzten Sommers, Samuel Mbangula. „Es geht jetzt darum, die bereits begonnene Saisonanalyse zum Abschluss zu bringen“, erklärte Fritz gegenüber der „Deichstube“. Wohl wissend, dass die aktuelle Spielzeit mit Tabellenplatz 15 keineswegs den Erwartungen entspricht.
„Wir können und dürfen nicht zufrieden sein. Wir wussten im Sommer zwar, dass die Saison durch die Vielzahl an Veränderungen und die Verjüngung des Kaders herausfordernd werden kann. So, wie es dann gelaufen ist, hatten wir es uns aber nicht vorgestellt“, konstatierte der Ex-Profi. „Zudem sind nicht alle Überlegungen aufgegangen.“ Das bezieht sich auch auf den 22 Jahre alten Offensivspieler Mbangula, für den fast das komplette Transferbudget investiert worden war. Der von Juventus verpflichtete Belgier kommt auf drei Treffer und vier Vorlagen in 26 Einsätzen bei 1.179 Spielminuten für den SVW, wettbewerbsübergreifend reichte es nur zu zwölf Nominierungen für die Startelf. In der Rückrunde sammelte er lediglich einen Scorerpunkt.
Dem Portal zufolge will Mbangula, dessen Marktwert im März von 14 Mio. auf 10 Mio. Euro fiel und auch beim kommenden Bundesliga-Update auf dem Prüfstand steht, die Flinte aber nicht ins Korn werfen. Der vertraglich bis 2030 gebundene Profi beabsichtige nicht, den Nordklub schon nach einem Jahr zu verlassen, sondern wolle neu angreifen und voll durchstarten. Dieses Signal habe die Spielerseite den Bremern auch gegeben.
TM-Community: Zustimmung für Mbangulas Wunsch nach neuem Anlauf
„Mbangula will bleiben und sich durchsetzen. Finde ich persönlich super“, kommentierte TM-User „paddinho“ die Nachricht im Werder-Forum. „PatrickSHG“ setzt nach dem feststehenden Klassenerhalt auf einen versöhnlichen Saisonausklang gegen gegen BVB (Sa., 15:30 Uhr). „Der Druck ist komplett raus und alle können befreit aufspielen. Gerade in so einem Spiel können technisch begabte Spieler wie Mbangula Selbstvertrauen sammeln.“
Manager Fritz haben die unbefriedigende Saison und die teils heftigen Rückmeldungen rund um die Fehleinschätzung zur Leihregelung durchaus zu schaffen gemacht. „Ich habe immer wieder betont, dass es mir nicht um mich, sondern ausschließlich um Werder Bremen geht. Aber natürlich hat die Saison auch mich viel Kraft gekostet, und natürlich ist die Kritik nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Das gehört ein Stück weit zum Job dazu.“ Davon will sich Fritz allerdings nicht beirren lassen. „Ich spüre definitiv weiterhin große Energie und möchte mit Werder wieder erfolgreichere Jahre gestalten.“ Frühzeitig eingetütet sind die Verpflichtungen von Le Havres Mittelstürmer Kenny Quetant (19) und Real Valladolids Spielmacher Chuki (22).
Drei Ex-Profis und Trainer Werner spülen Werder Geld in die Kasse
Laut der „Bild“ dürfen sich die Verantwortlichen der Grün-Weißen über Nachzahlungen für die Abgänge Michael Zetterer (30, Eintracht Frankfurt), Marvin Ducksch (32, Birmingham City) sowie Trainer Ole Werner (RB Leipzig) freuen. Auch am Weiterverkauf von Josh Sargent (26) von Norwich City zu Toronto für eine Ablöse von 18,65 Mio. Euro wurde Werder dem Vernehmen nach beteiligt, sodass dank entsprechender Vertragsklauseln im Nachgang insgesamt 2,75 Mio. Euro an die Weser fließen sollen.
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